Masuoka und Schlesser auf den Plätzen

Die bekannteste Wüstenrallye, die Rallye Dakar ist beendet. Sieger wurde der Franzose Stéphane Peterhansel in einem Mitsubishi Pajero Evolution. Für die japanische Marke ist es bereits der neunte Triumph, für Peterhansel, der die Rallye sechsmal mit dem Motorrad gewann, immerhin auch schon der siebte. Damit ist Mitsubishi Rekordhalter bei den Marken und Peterhansel bei den Fahrern.

Andrea Mayer Fünfte
Die 26. Auflage des Wüsten-Klassikers startete am Neujahrstag 2004 in der mittelfranzösischen Stadt Clermont-Ferrand und führte Peterhansel in 18 strapaziösen Tagen rund 11.000 Kilometer weit bis ins westafrikanische Dakar, die Hauptstadt des Senegal. Zweiter wurde Hiroshi Masuoka (mit 0:49.24 weniger als eine Stunde zurück), Dritter Jean-Louis Schlesser im Schlesser-Ford (3:00.33 Stunden zurück). Die Allgäuerin Andrea Mayer im Pajero T2 wurde Fünfte in der Gesamtwertung (5:46.17 zurück). Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt im Volkswagen Touareg, die 2001 als erste Frau gewonnen hatte, erreichte Rang siebzehn (20:47.30 zurück).

61 von 142 Autos angekommen
Auf der dritten Etappe setzte sich Peterhansel an die Spitze des zu Beginn 142 Autos starken Starterfelds. Als die Auto-Karawane im Ziel am Lac Rosé in Dakar ankam, war sie auf 61 Autos geschrumpft, und Peterhansel führte die Zeitentabelle immer noch an. Peterhansel kennt die Dakar auch aus der Perspektive des Zweiradfahrers: Neben Hubert Auriol ist er der einzige Pilot, der die Rallye mit dem Bike und mit dem Auto gewonnen hat.

Unwahrscheinlich viele schwere Stellen
"Auf den ersten Sieg mit dem Motorrad musste ich vier Jahre warten, auf den ersten mit dem Auto sechs. Aber letztlich kann man beides nicht miteinander vergleichen", erklärte Peterhansel, der im Jahr 2003 einem Sieg zum Greifen nah war, aber auf der vorletzten Etappe vom Pech eingeholt wurde und auf Platz drei zurückfiel. Peterhansel weiter: "Das war eine harte Rallye. Es gab unwahrscheinlich viele Stellen, an denen man Fehler machen konnte. Aber wir haben es geschafft. Einen großen Dank an meinen Beifahrer Jean-Paul Cottret, der perfekt gearbeitet hat."
(sl)

Bildergalerie: Finale der Rallye Dakar