Im März 2005 kommt der C 320 CDI und im Sommer der ML 320 CDI

Mercedes-Benz bringt im Frühjahr 2005 einen neuen V6-Dieselmotor auf den Markt. Das Aggregat wird die bisherigen Reihendiesel mit fünf und sechs Zylindern ablösen und für mehr Agilität in den Selbstzünder-Modellen von Mercedes sorgen. Der Dreiliter-V6 leistet stattliche 224 PS und 510 Newtonmeter Drehmoment, die bereits ab 1.600 Umdrehungen anliegen. Übertragen wird die Kraft von der bereits bekannten Siebengang-Automatik 7G-TRONIC.

Einer der stärksten seiner Klasse
Mit 224 PS ist der 320 CDI einer der stärksten Antriebe seiner Hubraumklasse. Derzeit werden nur der 3.0 TDI von Audi/VW und der V6-Biturbo im BMW 535d auf eine höhere Leistung aufgeladen. Durchaus denkbar, dass Mercedes für den 320 CDI zu einem späteren Zeitpunkt noch stärkere Leistungsstufen anbieten wird.

Zuerst in der C-Klasse
Trotz der bereits sehr hohen Leistung ist der neue Selbstzünder keine Dreckschleuder: Die Abgas-Emissionen sollen den Euro-4-Vorschriften entsprechen; zusätzlich stattet Mercedes-Benz den V6 in Deutschland serienmäßig mit wartungsfreiem Partikelfilter aus. Auch die Verbrauchswerte sind nach Aussage von Mercedes vorbildlich. Erstmalig wird der 320 CDI übrigens in der C-Klasse im März 2005 zum Einsatz kommen. Konkrete Angaben zum Verbrauch des C 320 CDI gibt es derzeit jedoch noch nicht.

Kompakt genug für die M-Klasse
Motorblock, Komponenten und Nebenaggregate bilden laut Mercedes eine sehr kompakte Einheit, sodass der neue V6 künftig auch in Mercedes-Modellreihen mit Allradantrieb Platz findet, für die bisher kein Sechszylinder-Dieselmotor angeboten wurde. Ab Sommer 2005 wird die neue M-Klasse mit dem 320 CDI kommen. Zusätzlich wird die M-Klasse als 280 CDI mit einer schwächeren Version des V6-Diesels mit 190 PS und 440 Newtonmetern Drehmoment angeboten.

Hohes Leistungsgewicht
Nicht nur kompakt, auch leicht soll der neue Motor sein. So wiegt der neue Sechszylinder insgesamt 208 Kilogramm und ist nur etwas schwerer als der bisherige Fünfzylindermotor. Das Leistungsgewicht ist sogar um mehr als 20 Prozent auf 0,79 kW/kg gestiegen.

Einspritzung mit 1.600 Bar
Neu entwickelte Piezo-Injektoren gewährleisten eine besonders fein dosierte Kraftstoffversorgung der Zylinder. Außerdem lässt sich die Einspritzung noch genauer an die jeweilige Last- und Drehzahlsituation anpassen - pro Arbeitstakt sind nunmehr fünf Kraftstoffeinspritzungen mit einem Spitzendruck von bis zu 1.600 bar möglich.

Computer führt Regie
Ein neu entwickeltes elektronisches Steuergerät führt Regie über alle Motorfunktionen - von der Schnellstart-Glühanlage über die Automatik-Startfunktion bis zur Steuerung der Hochdruckpumpe. Auch der VNT-Turbolader (Variable Nozzle Turbine) mit elektrisch verstellbaren Leitschaufeln, die Abgasrückführung mit Regelventil und die Ansaugluftdrosselung werden auf Basis aktueller Messdaten situationsgerecht gesteuert. Zudem tauscht der Mikro-Computer unter anderem Daten mit dem Siebengang-Automatikgetriebe und dem Elektronischen Stabilitäts-Programm aus.
(mh)

Feuriger Selbstzünder