Ingolstädter präsentieren den Mittelmotorsportwagen auf dem Pariser Salon

Audi lässt den Namen und die Gene des fünffachen Le Mans-Siegers Audi R8 lebendig werden. Drei Jahre nach Enthüllung der Studie Audi Le Mans quattro debütiert nun die Serienversion beim Pariser Autosalon als neuer Mittelmotor-Sportwagen Audi R8.

Breit und bullig
Breit und bullig steht der Audi R8 auf der Straße. Die Proportionen des Fahrzeugs werden bestimmt von der Lage des Motors hinter dem Cockpit. Die Kabine des Audi R8 ist weit nach vorne gerückt. Dahinter, noch vor der Hinterachse, befindet sich das V8-FSI-Aggregat, das sowohl durch die große wappenschildförmige Heckscheibe als auch vom Innenraum aus sichtbar ist.

Single-Frame-Grill
1,90 Meter Breite bei 4,43 m Länge und nur 1,25 Meter Höhe: Das sind die Proportionen des Sportwagens. Der 2,65 Meter lange Radstand bietet Platz für die Kabine. Die Frontpartie wird geprägt vom Trapez des Audi Singleframe-Grills, den rechts und links zusätzliche große Lufteinlässe flankieren. Erstmals sind die vier Ringe auf der Fronthaube, oberhalb des Grills positioniert. An der Oberseite der Lufteinlässe schließen sich die flachen Bänder der innovativen LED-Frontscheinwerfer mit ihrer Klarglasabdeckung an.

LED für die Hauptscheinwerfer
Als erstes Serien-Automobil bietet der R8 auf Wunsch die Möglichkeit, den Hauptscheinwerfer mit allen Funktionen – Abblendlicht, Fernlicht, Tagfahrlicht und Blinker – in LED-Technologie zu ordern. Die LED-Scheinwerfer werden optional ab Ende 2007 bestellbar sein.

Automatischer Heckspoiler
Am Heck gibt es zwei große Diffusoröffnungen. Die vier runden Endrohre der Abgasanlage sitzen paarweise rechts und links oberhalb der Diffusoröffnungen. Ein automatisch ausfahrender Heckspoiler unterstützt mit zusätzlichem Abtrieb die Ansaugwirkung, die durch die aerodynamische Gestaltung des Unterbodens und die Diffusoren erzeugt wird. Bei geringeren Geschwindigkeiten fährt der Heckspoiler wieder karosseriebündig ein.

Geneigte Instrumententafel
Das Cockpit integriert den Fahrer zwischen Schalttafel und hoher Mittelkonsole. Das Instrumentenpaneel oberhalb der Mittelkonsole ist leicht zum Piloten hingeneigt. Typisch für Sportwagen ist das Lenkrad mit abgeflachter Unterseite. Technische, dunkle Farbtöne lassen Assoziationen zum Motorsport aufkommen. Die Sportsitze sind serienmäßig mit einer Leder/Alcantara-Kombination, auf Wunsch auch komplett mit Leder bezogen. Als Alternative lässt sich der R8 mit Schalensitzen ausstatten. Hinter die Sitzen passen größere Taschen, das vordere Gepäckabteil fasst 100 Liter.

420 PS starker Direkteinspritzer
Mit dem 420 PS starken, hochdrehenden Achtzylinder hat die Evolution der Benzindirekteinspritzung FSI einen neuen Höhepunkt erreicht. Bei 7.800 Touren stellt der 4,2-Liter-Motor 420 PS zur Verfügung. Das maximale Drehmoment beträgt 430 Newtonmeter, die von 4.500 bis 6.000 Umdrehungen zur Stelle sind. 90 Prozent des maximalen Drehmoments liegen in einem breiten Drehzahlband zwischen 3.500 und 7.600 Touren an. In 4,6 Sekunden sprintet der R8 aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 301 km/h.

Zwei Getriebe zur Wahl
Zwei Getriebe stehen zur Wahl: eine manuelle 6-Gang-Schaltung oder optional das sequentielle Schaltgetriebe Audi R tronic mit lenkradfesten Schaltwippen. Ein Sportmodus soll mit schnellen Schaltvorgängen Fahrspaß bringen. Zusätzlich ist ein Automatikmodus wählbar. Der R8 ist mit einem permanente Allradantrieb ausgerüstet, der die Leistung mittels Viscokupplung variabel an Vorder- und Hinterachse verteilt.

Magnetic Ride als Option
Für das Fahrwerk kommen Doppelquerlenker vorne und hinten aus Aluminium-Schmiedekomponenten zum Einsatz. Die Feder-/Dämpferkennung ist zugunsten der Fahrdynamik straff gewählt, soll jedoch dennoch Komfort bieten. Dies gilt besonders, wenn alternativ zu den serienmäßigen Gasdruckstoßdämpfern das adaptive Dämpfersystem Audi Magnetic Ride gewählt wird. Es passt die Dämpferkennlinie elektronisch an. Ein Rechner stellt fest, welche Fahrsituation vorliegt. Über einen Schalter im Cockpit kann der Fahrer zwischen zwei Fahrprogrammen wählen, je nachdem, ob er eher sehr sportlich oder komfortabel fahren will.

Serienmäßig 18-Zoll-Räder
Der Audi R8 rollt serienmäßig auf 18-Zoll-Rädern im Sechs-Arm-Design und ist optional mit 19-Zoll-Rädern bestellbar. Die Bereifung im Format 235/40 vorne und bis zu 285/35 hinten sorgt für die nötige Bodenhaftung des Boliden. Für ein hohes Maß an Stabilität sorgen dabei der lange Radstand und der extrem niedrige Schwerpunkt des Mittelmotor-Sportwagens.

Die Ausstattung
Zur Serienaussattung gehören Xenon plus-Licht, Heckleuchten und Tagfahrlicht in LED-Technologie, 18-Zoll-Aluminiumräder und ein Radio mit 7-Zoll-Bildschirm. Hinzu kommen eine Diebstahlwarnanlage und Leder-/Alcantara-Interieur. Als Sonderausstattungen kann ein Soundsystem von Bang & Olufsen mit 465 Watt Verstärkerleistung und zwölf Lautsprechern mit Surround Sound geordert werden. Weiterhin gibt es eine elektronische Einparkhilfe sowie eine Rückfahrkamera. Erhältlich ist auch ein Radionavigationssystem plus mit großem Farbmonitor und MMI-Tastatur.

Acht Außenfarben
Das Räderprogramm enthält verschiedene Design-Alternativen in 18 und 19 Zoll, bereift im Format 235/35 vorne und bis zu 295/30 hinten. Insgesamt acht Außenfarben von Ibisweiß bis Phantomschwarz Perleffekt stehen zur Wahl. Der Audi R8 entsteht als Kleinserie in einer eigenen, neu errichteten Produktionshalle im Audi-Werk Neckarsulm. Die Fertigung ist – von Rohkarosseriebau bis Endmontage – wie in einer Manufaktur organisiert. Pro Tag sollen nur 15 der Sportwagen gefertigt werden.

104.400 Euro
Bestellbar ist der Audi R8 ab dem 28. September 2006, die ersten Auslieferungen erfolgen im 1. Halbjahr 2007. Der Grundpreis beträgt 104.400 Euro.
(hd)

Audi R8: Die Serie ist da