Mit dem AMG-Tuning legt das Flaggschiff erst so richtig los

Ende November 2005 sorgte das große Stelldichein der Tuning-Welt in Essen für viel Aufsehen. Einer der Protagonisten der protzigen Leistungsschau im Ruhrpott war die neue S-Klasse. Das aufgemotzte Flaggschiff von Mercedes gab es in zahlreichen PS-Varianten mit mehr oder weniger sehenswerten Rundum-Bespoilerungen zu bewundern. Doch der ganz besondere Stern unter den Sternträgern fehlte: Die AMG-Version. Diese wird erst Anfang 2006 auf der Detroit Auto Show (vom 8. bis 22. Januar 2006) als Mercedes S 65 AMG offiziell enthüllt.

Lässt jeden Porsche stehen
Wie bei AMG-Modellen üblich, geht es vordergründig natürlich um die Leistung. Und davon hat der S 65 AMG reichlich zu bieten: Aus einem 6,0-Liter-V12-Biturbomotor werden 612 PS und 1.000 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder gewuchtet. Das maximale Drehmoment steht zwischen 2.000 bis 4.000 U/min zur Verfügung. Bereits bei 1.000 Umdrehungen liefert der V12-Biturbomotor ein Drehmoment von 570 Newtonmetern an die Kurbelwelle, bei 1.500 U/min sind es 750 Newtonmeter. Mit diesem druckvollen Triebwerk sind Fahrleistungen möglich, von denen so mancher Sportwagen-Besitzer nur träumen kann: Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 4,4 Sekunden, Tempo 200 ist nach 13,3 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch abgeregelten 250 km/h. Deutlich über 300 km/h wären wohl möglich. Darauf verweist zumindest das Kombi-Instrument mit einer Skala, die bis 360 km/h reicht. Der AMG-Kunde wird sicherlich Wege finden, sein Hochleistungs-S von den elektronischen Fesseln zu befreien.

Fünfgang-Automatik mit Schaltwippen
Die Kraftübertragung im neuen S 65 AMG übernimmt das Speedshift Fünfgang-Automatikgetriebe mit Direct-Select-Schaltung. Statt des herkömmlichen Automatik-Wählhebels in der Mittelkonsole wanderte dieser an die Lenksäule, mit dessen Hilfe der Autofahrer die Getriebestellungen durch leichtes Antippen einstellen kann. Die Gänge lassen sich jederzeit auch mit Hilfe der silberfarbenen Aluminium-Schaltpaddel am AMG-Sportlenkrad wechseln. Mit dem S/C/M-Schalter in der Mittelkonsole kann der AMG-Pilot zwischen den Fahrprogrammen Sport, Comfort und Manual wählen, in denen sich nicht nur die Getriebecharakteristik, sondern auch die Fahrpedal-Kennlinie und die Feder-/Dämpfungseinstellung des Sportfahrwerks verändert.

Große Felgen, große Stopper
Für gute Verzögerung dürfte die groß dimensionierte Bremsanlage sorgen. Die Scheiben an der Vorderachse messen 390, die an der Hinterachse 365 Millimeter im Durchmesser. Den Kontakt zur Straße stellen mehrteilige 19-Zoll-Leichtmetallräder her. An der Vorderachse sind auf 8,5 Zoll breiten Felgen Reifen im Format 255/40 ZR 19 montiert, hinten lautet die Dimension 275/40 ZR 19 auf 9,5 Zoll breiten Felgen.

Spoiler rundum
Auch optisch dokumentiert die AMG-S-Klasse ihre Ausnahmestellung. Die Frontschürze mit vergrößerten Lufteinlässen, zwei schräg gestellten Streben und runden Nebelscheinwerfern mit Chromringen lassen die S-Klasse optisch breiter und tiefer wirken. Die Schwellerverkleidungen führen diese Linie fort und betonen die dynamische Note der Seitenansicht. V12-Biturbo-Schriftzüge auf den vorderen Kotflügeln weisen zusätzlich auf die Dynamik dieses Mobils hin. Für einen passenden Abschluss sorgt die kraftvoll gezeichnete Heckschürze des AMG-Stylings mit den beiden Doppelendrohren im neuen V12-Design.

Mit Stoppuhr und Edelhölzern
Eine besondere AMG-Note findet sich auch im Innenraum: Gleich nach dem Öffnen der Tür empfängt den Fahrer ein großes AMG-Logo im Zentraldisplay des Kombiinstruments. Das darin integrierte eigene AMG-Hauptmenü zeigt permanent den momentanen Gang inklusive Hochschaltempfehlung und zusätzlich wahlweise die Motoröltemperatur, die Batteriespannung oder den Racetimer an. Mit Hilfe dieser neuen Funktion kann der Fahrer erstmals Rundenzeiten ermitteln – beispielsweise auf einer abgesperrten Rundstrecke. Der Racetimer speichert die Zeit der schnellsten gefahrenen Runde, die Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit sowie die Rundenlänge. Alle Informationen lassen sich mittels Bedientasten am Sportlenkrad abrufen. Besonderes Flair verbreiten außerdem Wurzelnuss-Zierteile, Lederpolster sowie die eigene Grafik der Sportsitze.

S kommt gewaltig