Rechtzeitig zum Frühling verpasst Peugeot seinem Mittelklassemodell 407 zwei neue kräftige Dieselmotoren

Peugeot bringt für seine Modellreihe 407 ab Juni 2006 den ersten Vierzylinder-Dieselmotor mit sequenzieller Bi-Turbo-Aufladung. Bereits ab Mai 2006 steht für den 407 ein neuer V6-Diesel bei den Händlern. Wie bei den Franzosen üblich, wurden auch diese Triebwerke mit dem serienmäßigen Rußpartikelfiltersystem FAP versehen.

Die Neuerscheinung: 2,2-Liter-HDi FAP
Der Vierzylinder-HDi schöpft aus seinen 2,2 Litern Hubraum 170 PS. Um diese Leistungswerte zu erreichen, kommt dem Motor eine sequenzielle Bi-Turbo-Aufladung zu Hilfe. Im unteren Drehzahlbereich verrichtet nur einer der Turbolader sein Werk. Ab 2.700 U/min ist die zweite Turboschraube mit von der Partie. So liegen bei 1.500 U/min bereits 370 Newtonmeter an.

Stärke und Speed
Um diese Kraft verarbeiten zu können, wird der Vierzylinder zusammen mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgeliefert. Der Vortrieb hört erst bei 225 km/h auf. Für den Sprint von 0 auf 100km/h werden gerade mal 8,7 Sekunden aufgerufen. Trotzdem begnügt sich der Motor laut Peugeot mit 6,1 Litern Diesel auf 100 km.

Saubere Leistung
Common-Rail-Einspritzung, Piezo-Injektoren und Mehrfacheinspritzung mit einem maximalen Druck von 1.800 bar zeigen, dass Peugeot sich in Sachen modernes Motordesign nicht lumpen lässt. Damit die Umwelt sauber bleibt, gibt es einen Rußfilter. Dieser wird von Peugeot als wartungsfrei bezeichnet, da er erst gewechselt werden muss, wenn er die Abgase von 210.000 km Laufleistung gefiltert hat. Wer den neuen 407 HDi FAP 170 Bi-Turbo haben möchte, muss für die Ausstattungsvariante Prémium mindestens 27.950 Euro hinlegen. Der 407 Kombi, bei Peugeot SW genannt, schlägt mit 29.250 Euro zu Buche.

Komplettes Quartett
Der 2,7 Liter große V6 HDi FAP war bis jetzt nur aus dem 407 Coupé und dem 607 bekannt. Nun ist er auch für die 407 Limousine und den SW zu haben. Damit komplettiert Peugeot seine Dieselpalette für den 407er, die auch noch den 1,6-Liter-HDi FAP mit 109 PS, den 2,0-Liter-HDi FAP mit 136 PS und den eingangs beschriebenen 2,2-Liter-Bi-Turbo umfasst.

Der Stärkste
Die sechs Zylinder holen aus den 2,7 Litern Hubraum 204 PS. Dabei wird ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern bei 1.900 U/min erreicht. Ein Sechsgang-Automatikgetriebe ist serienmäßig an das Aggregat angebunden. So ausgerüstet, erreicht die 407 Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Beim Spurt von 0 auf 100 km/h vergehen 8,5 Sekunden. Durchschnittlich soll sich der Motor 8,4 Liter Diesel auf 100 km gönnen.

Komfortausflug in die Oberklasse
Eingeführt wird der V6 HDi FAP 205 in den Editionen Sport und Sport Plus. Die Sportversion fährt auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die dazugehörigen Reifen des Formats 235/45 R 18 W werden mit Reifendrucksensoren überwacht. Der Luxus im Innenraum zeichnet sich durch Stoff-Leder-Polsterung, Dreispeichen-Lederlenkrad sowie Aluminiumelemente an Armaturenbrett und Türverkleidung aus. Des weiteren spendiert Peugeot das Audiosystem RD4 mit MP3-Funktion. Es gibt eine Einparkhilfe, eine Geschwindigkeitsregleranlage und die Seitenleisten werden in Wagenfarbe lackiert. Für diese Version verlangt Peugeot 32.450 Euro bei der Limousine und 33.750 Euro beim SW.

Noch ein bisschen mehr
Beim Ausstattungspaket Sport Plus kommen zusätzlich Ledersitze, ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, elektrisch verstellbare Außenspiegel (beides mit Memoryfunktion), Xenon-Scheinwerfer sowie Seitenscheiben aus Verbundglas ins Auto.

Dezentes Facelift, geänderte Bezeichnungen
Um den 407er auf edel zu trimmen, versieht Peugeot den Kühlergrill mit einer Chromeinlage. Ansonsten ändern sich die Modellbezeichnungen. Die Limousine startet mit der Einstiegsversion Esplanade, worauf das Modell Prémium folgt. Die Ausstattungsvariante Platinium bildet nach wie vor die Krone der Palette. Vergleichbar dazu trägt jetzt auch die Grundversion des 407 SW die Bezeichnung Esplanade. Prémium und Platinum folgen wie gewohnt.
(gh)

Neues vom Peugeot 407