Es wird nur 20 geben – und einer steht auf der IAA

Lamborghini lässt mit dem Reventón einen besonderen Stier aus dem Stall. Auf der IAA (13. bis 23. September 2007) wird der Super-Sportler präsentiert. Der Reventón soll eine ultimative Fahrmaschine und limitiertes Kunstwerk zugleich sein.

1,2 Millionen Euro für ein Unikat
Bei insgesamt nur 20 Exemplaren und einem Preis von fast 1,2 Millionen Euro bleibt jeder Reventón höchst exklusiv und nahezu ein Unikat. Unter seinem völlig eigenständigen Design steckt die Technik des Zwölfzylinder-Sportwagens Murcielago. Der Name Reventón stammt von einem edlen Kampfstier aus der Zucht von Don Rodriguez. In die Ehrenliste der berühmtesten Stiere fand Reventón Eingang, nachdem er den Torero Felix Guzman im Kampf 1943 getötet hatte.

Inspiration durch schnelle Flugzeuge
Beim Reventón haben sich die Designer im Centro Stile von den schnellsten und beweglichsten Flugzeugen der Welt Inspirationen geholt. Unterbrochene Linien und verdrehte Flächen sollen ein spannendes Spiel mit dem Licht schaffen und enorme Bewegung ins Auto bringen. Zwar basiert der Reventón auf dem Murciélago LP 640, dennoch ist das Exterieur-Design komplett neu. Wie beim Basismodell besteht die Außenhaut aus CFK, dem ebenso stabilen wie leichten Kohlefaser-Verbundstoff.

Scharfe Pfeilung in der Mitte
Die Front ist geprägt von der scharfen Pfeilung durch die Mitte und mehr noch von den mächtigen, nach vorne gezogenen Einlass-Öffnungen. Zwar befördern sie die Luft nicht wie beim Flugzeug direkt zu einem Turbinenantrieb, doch angesichts der mindestens 650 PS ist auch für die Kühlung der Karbonkeramik-Bremsscheiben und der Sechskolben-Bremssättel reichlich Frischluft notwendig. Am Heck gibt es einen betont ausgeformten Diffusor.

Motorhaube aus Glaslamellen
Die Motorhaube aus einzelnen Glaslamellen mit offenen Entlüftungsschlitzen gewährt freien Blick auf das kräftige Herz des Supersportwagens – den 6,5 Liter großen Zwölfzylinder. Auch diese Lamellen zeigen die Pfeilung, die das Design prägt. Die Liebe zum Detail wird am neuen Tankdeckel sichtbar: Als kleines mechanisches Kunstwerk ist er aus einem vollen Aluminiumblock gefräst.

3,4 Sekunden auf Tempo 100
In der Aerodynamik und der Kühlung von Motor, Abgasanlage und Bremsen wurde der Reventón optimiert. Angepasst wurden die Luftströmung und die Querschnitte der beweglichen Kühllufteinlässe des Motors und des ebenfalls verstellbaren Heckspoilers. Den Sprint bis 100 km/h schafft der Reventón binnen 3,4 Sekunden. Und seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 340 km/h.

Hitzeresistente LED
Vorne kommen neben den Bi-Xenon-Fahrlicht Leuchtdioden zum Einsatz. So sorgen sieben LED für ein markantes Tagfahrlicht, weitere neun Leuchtdioden formieren sich zu Blinkern. Eine technische Innovation sind die LED in den Heckleuchten. Angesichts der hohen Temperatur an diesem Teilbereich des Fahrzeuges werden hitzeresistente LED verwendet, die jetzt Blinker, Brems- und Schlussleuchte in dreifacher Pfeil-Optik darstellen.

Mattes Grau ohne Glanz
Lackiert sind die Revenón-Lambos in einem gleichnamigen Farbton. Das ist ein mattes, mittleres Grau, ohne den üblichen Glanz. In der Sonne zeigt dieser Farbton aufgrund bestimmter Metallicpartikel dennoch eine überraschende Tiefe. Mit den Kontrast zwischen matt und glänzend spielen auch die für den Reventón völlig neu entwickelten Räder. An die in Schwarz lackierten Felgen aus Aluminium sind Flügel aus mattem Carbon geschraubt. Sie bewirken nicht nur eine messergleich präzise Optik, sondern über einen Turbineneffekt auch die optimale Kühlung der mächtigen Bremsscheiben aus Keramik.

TFT-Bildschirme wie im Flugzeug
Der Innenraum ist in Alcantara, Karbon, Aluminium und Leder gehalten. Geprägt jedoch wird das Interieur von einem Cockpit der nächsten Generation: Wie bei den modernen Flugzeugen bestehen die Instrumente aus drei TFT-Flüssigkristall-Flachbildschirmen mit innovativen Anzeigekonzepten. Auf Knopfdruck kann der Fahrer zwischen zwei Darstellungsformen für die Fahrzeuginformationen wählen. Eingefasst sind die Instrumente in einem Gehäuse, das aus einem vollen Aluminiumblock gefräst und mit einer Haube aus Kohlefaser abgedeckt ist.

G-Force-Meter
Völlig neu ist das G-Force-Meter: Diese Anzeige zeigt die fahrdynamischen Kräfte, die Längsbeschleunigung beim Gasgeben und Bremsen wie auch die Querbeschleunigung in Kurven. Dargestellt werden diese Kräfte als Bewegung einer Kugel in einem Kreis, je nach Richtung und Intensität der Beschleunigung. Ein ähnliches Instrument findet sich in Flugzeugen. Ebenfalls benutzen beispielsweise die Teams in der Formel 1 eine solche Darstellung zur Analyse der Dynamikkräfte.

Bildergalerie: Das Millionen-Ding