Der Zehnzylinder-Motor im offenen Viersitzer leistet 507 PS

Der Sinn und Zweck eines Autos mit über 500 PS erschließt sich nicht jedem Betrachter gleich auf den ersten Blick. Noch weniger dürften es sein, die ein Stoffdach-Cabrio mit derselben Motorisierung für sinnvoll ansehen. Den BMW-Ingenieuren war das egal. Sonst gäbe es wohl das M6 Cabrio nicht.

Zehn Zylinder mit fünf Litern
Zehn Zylinder und ein Hubraum von fünf Litern, 507 PS und ein maximales Drehmoment von 520 Newtonmetern – so lauten die Eckdaten seiner Antriebseinheit, die Motordrehzahlen bis jenseits der 8.000er-Grenze ermöglicht. Der offene Sportwagen beschleunigt in nur 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Wie alle BMW-Modelle ist der Viersitzer bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Laut Hersteller sollen mit der offenen Version nahezu identische Rundenzeiten auf der Nordschleife möglich sein wie mit dem geschlossenen M6 Coupé.

Aerodynamische Heckschürze
Mit 4.871 Millimetern ist das neue High-Performance-Cabriolet gut fünf Zentimeter länger als das 6er Cabrio, was vor allem an der aerodynamisch optimierten Heckschürze liegt. Die Silhouette wirkt damit noch gestreckter. Blickfang am Heck sind die für M-Modelle typischen vier Endrohre der Abgasanlage, die aus der Schürze ragen.

Schall- und wärmedämmendes Verdeck
Das elektrische Öffnen und Schließen des schall- und wärmedämmenden Verdecks wird per Fernbedienung oder mittels einer Taste im Instrumententräger aktiviert. Beide Vorgänge dauern jeweils weniger als 25 Sekunden. Das senkrecht stehende Heckfenster lässt sich unabhängig vom Verdeck elektrisch auf- und abbewegen. So kann dem Innenraum zugfrei Frischluft zugeführt werden.


Hochdrehzahlmotor und Siebengang-SMG
Ähnlich wie Audi beim RS4 vertraut BMW im M6 Cabrio auf das Hochdrehzahlkonzept. Weil rasante Beschleunigungsmanöver aber auch schnelle und präzise Schaltarbeit erfordern, ist das M6-Cabrio mit einem sequenziellen Siebengang-Getriebe (SMG) ausgestattet. Das SMG wird über den Wählhebel oder über Schaltwippen am Lenkrad bedient. Sowohl im manuellen als auch im automatisierten Modus sind die beim Wechsel der Fahrstufe auftretenden Kraftflussunterbrechungen auf ein Minimum reduziert, verspricht BMW.

Hochleistungsbremsen wie im Rennsport.
Dem Leistungsvermögen entsprechend, verfügt das M6 Cabrio über eine Hochleistungsbremsanlage mit gelochten und gewichtsoptimierten Bremsscheiben. Aus Tempo 100 steht das Cabrio nach knapp 36 Metern, aus Tempo 200 nach weniger als 140 Metern. Das zweistufige Bremslicht in den Heckleuchten beugt Auffahrunfällen vor: Bei scharfem Bremsen fällt die leuchtende Fläche größer aus als bei gewöhnlichen Verzögerungsmanövern.

Preise ab 116.300 Euro
Exklusivität hat ja bekanntlich ihren Preis. Mit 116.300 Euro bildet das M6 Cabrio keine Ausnahme. Im Handel soll es ab Herbst 2006 verfügbar sein. Zum Vergleich: Das 650i Cabrio kostet mit SMG 84.550 Euro.
(os)

Stark: Das BMW M6 Cabrio