Mehr PS, neues Interieur, dritte Sitzreihe: Modellpflege für den kernigen Ami

Keine Angst: Wie ein weich gespülter Kindergarten-Express kommt der kantige H2 auch nach der Modellpflege nicht daher. Noch immer trägt der harte US-Bursche einen wuchtigen Chrom-Grill, der aussieht, als wüsste er nichts von Aerodynamik oder Fußgänger-Unfallschutz.

Krafttraining
Trotzdem hat sich beim überarbeiteten Hummer-Top-Modell einiges getan. Die meisten Neuerungen und Verbesserungen trägt der 2008er-H2 allerdings unterm Blech. So spendieren die Entwickler dem schweren Offroader einen neuen Motor. Ab sofort verlässt sich der H2 auf die Power eines 6,2-Liter-V8 mit strammen 398 PS – das sind rund 70 PS mehr als beim Vorgänger. Neues auch bei der Kraftübertragung: Ab dem Modelljahr 2008 verbaut Hummer im H2 ein elektronisch gesteuertes Automatikgetriebe mit sechs Fahrstufen und Schalttasten am Lenkrad. Beide Maßnahmen bringen nicht nur bessere Fahrleistungen. Sie erhöhen auch die maximale Anhängelast des H2 um 771 Kilogramm und sorgen zusätzlich für rund 20 Prozent mehr Steigfähigkeit im Gelände.

Edel-Outfit
Die zweite große Neuerung betrifft den Innenraum. Der wurde komplett überarbeitet: Ein neues Armaturenbrett, neue Sitze, Innenverkleidungen, Bedienelemente und verbesserte Entertainment-Systeme sollen den rauen Naturburschen noch mehr in Richtung Premium-Produkt bringen. Für Großfamilien interessant: Der neue H2 hat serienmäßig eine dritte Sitzbank für zwei Personen und verwöhnt die Fondpassagiere mit einer eigenen Heizung.

Teurer Spaß?
In Deutschland werden für das geschlossene H2-SUV in Basis-Ausstattung 68.590 Euro ab Importeurslager fällig. Die SUT-Variante mit der offenen Ladefläche gibt's nur mit dem Luxury-Paket. Mit 72.690 Euro kostet sie exakt soviel wie ein identisch ausgestattetes H2-SUV. Der modellgepflegte Hummer soll laut Herstellerangabe spätestens ab Januar 2008 in Deutschland verfügbar sein.

Hummer: H2-Modellpflege