Es ist geschafft: Porsche schnappt sich die ersten sechs Ränge

Der staubige, vom harten Gelände gerupfte Tross ist in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator angekommen – die Transsyberia 2008 ist geschafft. Strahlende Sieger mit einem Vorsprung von 2:15 Stunden sind Christian Lavieille und Francois Borsotto vom Porsche-Team Frankreich. Lavieille sagte abschließend: ,Die Transsyberia lief für uns von Anfang an so gut, dass wir in den vergangenen drei Tagen bereits Gas herausnehmen konnten."

Verbissen gekämpft
Armin Schwarz und Andi Schulz haben bis zum letzten Moment hart gekämpft, aber die 13 Minuten Vorsprung des Teams Spanien 1 waren nicht mehr aufzuholen. Nach dem sechsten Etappensieg blieb noch ein Rückstand von sechs Minuten. Schwarz dazu: ,Mehr als ein weiterer Etappensieg war heute nicht möglich." Immerhin haben die beiden die meisten Tagessiege eingeheimst und mussten ein paar deftige Zeitstrafen verkraften. Den knappen Zweiten Paul Soler und Laia Peinado fiel ein Stein vom Herzen: ,Den Rückspiegel haben wir nicht aus den Augen gelassen. Letztlich haben wir Rang zwei verteidigt." Die beiden Suzuki-Teams schlugen sich ebenfalls beachtlich: Andreas Kramer und Kurt Ettenberger belegten den zwölften, Melina Frey und Alexandra Hahn schafften den 14. Rang.

Ankommen zählt
Wenn man sich im Fahrerfeld umhört, wird klar, dass alle froh sind, den endgültigen Zielstrich in der Mongolei erreicht zu haben. Die Zweitplatzierten der letzten Etappe, Denis Levyatov und Sergey Talantsev vom Team Russland 1: ,Wenn man den Zielstrich überquert, ist man immer glücklich." Christian Pfeil-Schneider vom kolumbianischen Porsche-Team: ,Nachdem ich im letzten Jahr leider nicht das Ziel in Ulan Bator erreichte, bin ich heute einer der glücklichsten Teilnehmer." David Morley vom Team Australien stößt ins gleiche Horn: ,Wir sind ins Ziel gekommen – mit unserem Cayenne. Darüber sind wir sehr glücklich." Ebenso Carles Celma vom Team Deutschland 2: ,Letztlich sind wir froh, dass wir das Ziel erreicht haben." Und Hirohisa Kaneko vom Team Japan: ,Wir sind froh, dass wir angekommen sind." Die Jungs vom Team JoeVito haben es ebenfalls geschafft. Panos Meyer und Birger Veit wurden 18. von 23 verbliebenen Fahrzeugen – und das mit nur zwei Reservereifen. Nach der ersten Etappe in Moskau standen noch 26 Fahrzeuge auf der Wertungsliste. Der Vorjahressieger-Cayenne-S-Transsyberia von Rod Millens Sohn Ryan fuhr diesmal den 15. Platz ein.

Endstand Gesamtwertung Transsyberia Rallye 2008
1. Lavieille/Borsotto Team France Porsche 27:13.27 Stunden
2. Soler/Peinado Team Spain Porsche 2:15.25 zurück
3. Schwarz/Schulz Team Germany 1 Porsche 2:21.14 zurück
4. Gameiro/Figueiredo Team Portugal Porsche 2:54.36 zurück
5. Levyatov/Talantsev Team Russia 1 Porsche 3:53.15 zurück
6. Celma/Unger Team Germany 2 Porsche 8:18.55 zurück
7. Baier/Steinbring Teambuctou Toyota 9:49.40 zurück
8. Pfeil-Schneider/Steuer Colombian Arrow Porsche 10:59.13 zurück
9. Szustkowski/Kazberuk STT Racing Porsche 13:19.33 zurück
10. Ogawa/Kaneko Team Japan Porsche 21:52.18 zurück

Die 13. Etappe stand für viele Fahrer der Transsyberia-Rallye unter dem sprichwörtlichen Ruf der Zahl ,13". Pannen griffen in die Platzierungen ein. Den Tagessieg holte sich das Team Spain. Paul Soler und Laia Peinado kamen mit ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia vor den Mercedes-G-Klasse-Piloten Christof Danner und Jan Szekers ins Ziel. Christian Lavieille und Francois Borsotto vom französischen Porsche-Team konnten ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf komfortable 2:18 Stunden ausbauen. ,Wir sind kein Risiko eingegangen und hatten Zeit, die schöne Landschaft zu genießen.", sagte Lavieille nach der Zieldurchfahrt. Suzuki konnte nach den schwächeren Etappen der letzen Tage wieder zulegen, Andreas Kramer und Kurt Ettenberger fuhren als Fünfte über die Ziellinie. Einen erfrischenden Tupfer setzten die Underdogs vom JoeVito-Team (siehe die Reportage von Auto-News-Redakteur Gregor Hebermehl ,Omsk-Novosibirsk"). Panos Meyer und Birger Veit rollten mit ihrem sieben Jahre alten Land Rover Defender 90 als Sechste in Mongol Els ein.

To finish first …
Pau Soler vom spanischen Etappensieger-Team meint: ,Wir konnten uns noch an das Rennen letztes Jahr erinnern. Diesmal waren besonders die Flussdurchfahrten viel leichter." Allerdings half das einigen Teams nicht. Armin Schwarz und Andi Schulz vom deutschen Porsche-Team zeigten erneut Kämpferherz, wurden dann aber von einem Elektronikproblem über eine Stunde zurückgeworfen. Jetzt kämpfen die beiden um Platz zwei in der Gesamtwertung, haben aber auf der letzten Etappe nur 87 Kilometer Wertungsprüfung, um einen Rückstand von 13 Minuten auf die Spanier gutzumachen.

... you have to finish first
Auch Thomas Steuer und Christian Pfeil-Schneider vom kolumbianischen Porsche-Team haderten mit der Defekt-Hexe. Nach einer Reifenpanne versagte auch noch der Wagenheber, sodass die beiden 30 Minuten warten mussten, bis Carles Celma vom zweiten Spanien-Team vorbeikam und ihnen aushalf. Ebenso vom Pech verfolgt: Paul Watson und David Morley (Porsche-Team Australien) blieben wegen einer Panne liegen und wurden mit einem Rettungswagen unter Blaulichteinsatz ins Camp geschleppt. ,Ein Erlebnis der besonderen Art.", wie Watson kommentierte. Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht: Auch für Lars Kern und Daniel van Kan war es ein Tag zum Abhaken, der linke vordere Stoßdämpfer ihres Cayenne machte schlapp.

Einmal noch
Die letzte Etappe der diesjährigen Transsyberia-Rallye führt in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator. 87 Kilometer Wertungsprüfung sind zu meistern, kurz vor dem Ziel gibt es noch eine elf Kilometer lange Showprüfung, die nicht in die Gesamtwertung einfließt. Sämtliche Teams haben sich eine bedächtige Fahrweise vorgenommen, um nicht auf den letzten Metern das Ankommen zu riskieren.

Zwölfte Etappe: Altai - Bayanhongor
Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei und Zielort der Transsyberia-Rallye, rückt immer näher. Aber das harte Offroad-Rennen bleibt bis zum Schluss spannend. Armin Schwarz und Andi Schulz vom Team Germany 1 haben keinen Bock, die lange Tour als Zweite zu beenden. Und so heizen die beiden mit der gebotenen Vorsicht um die mongolischen Gesteinsbrocken. Als Lohn gab es auf der zwölften Etappe wieder einen Tagessieg. Außerdem konnten sie 35 Minuten auf die Führenden der Gesamtwertung, Christian Laville und Francios Borsotte vom Team France, gut machen. Allerdings wird es eng: Nur noch zwei Etappen bleiben Schwarz und Schulz, um die jetzt noch 1:25 Stunden Rückstand aufzuholen. ,Kaum zu schaffen, doch wir geben nicht auf", ist der Kommentar der Deutschen. Während die zwölfte Etappe noch 407 Wertungskilometer enthielt, stehen den Fahrern auf der dreizehnten nur noch 172 Kilometer zur Verfügung, um weitere Zeit gut zu machen.

Die anderen wollen auch
Natürlich denken Lavieille und Borsotto nicht daran, ihre Führungsposition herzugeben. Auch sie wollen bedacht und schnell fahren, um so den Vorsprung ins Ziel zu retten. Die zweitbeste Zeit der zwölften Etappe erfuhren sich Pau Soler und Laia Peinado vom Team Spain, die damit das Team Portugal vom dritten Platz verdrängten. Den dritten Platz fuhren Adel Abdulla und Norbert Lutteri vom Team Quatar ein, die aber ihr Fahrzeug derart stark beschädigten, dass ein Weiterfahren ungewiss erscheint.

Elfte Etappe: Darvi – Altai
Armin Schwarz und Andi Schulz vom Team Germany 1 waren bei der 11. Etappe der Transsyberia Rallye 2008 zum vierten Mal die Schnellsten. In ihrem Porsche Cayenne S distanzierten sie ihre direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung deutlich und verbesserten sich von Platz drei auf zwei. Zweite wurden auf der 208 Kilometer langen Wertungsprüfung zwischen Darvi und Altai mit einem Rückstand von rund vier Minuten Lars Kern und Daniel van Kan vom Team Germany 3 (Porsche). Christian Lavieille und Francois Borsotto vom Team France (Porsche) kamen rund 17 Minuten hinter Schwarz/Schulz ins Ziel, führen aber immer noch mit fast zwei Stunden Vorsprung.

Einfach Vollgas gefahren
Schwarz sagte: ,Die ersten 90 Kilometer sind wir einfach Vollgas gefahren, bis kein Staub mehr vor uns zu sehen war. Den zweiten Abschnitt der Strecke wollten wir als Führende bestreiten. Bis zirka 20 Kilometer vor dem Ziel war alles gut. Doch dann haben wir auf dem extrem steinigen Stück unsere Ölwanne beschädigt." Viel Zeit verloren Ryan Millen und Colin Godby vom Team USA (Porsche). Sie fuhren zu riskant, rissen die Radaufhängung ihres Cayenne ab und büßten neun Stunden ein. ,Wirklich schade. Wir waren richtig schnell unterwegs und hätten uns in der Gesamtwertung weiter vorarbeiten können", sagte ein enttäuschter Colin Godby im Etappenziel. Auch Adel Abdulla und Norbert Lutteri vom Team Quatar kamen vom rechten Weg ab und beschädigten ihr Fahrzeug schwer. Beide blieben unverletzt. Noch ist allerdings nicht klar, ob sie die Rallye fortsetzen können.

Suzuki-Teams sind Klassenbeste
Als Führende der Klasse 2A (4x4-Fahrzeuge mit Dieselmotor bis drei Liter Hubraum) nehmen die beiden Suzuki-Teams das letzte Drittel der Transsyberia Rallye unter die Räder ihrer Grand Vitara DDiS. Nach elf von 14 Etappen liegt das Suzuki-Team powered by Maxi, einziges Frauenteam im Transsyberia-Teilnehmerfeld, auf Gesamtrang 18. Das Suzuki-Herrenteam hat die Sonderprüfung mit der sechstschnellsten Zeit absolviert und ist damit in der Gesamtwertung auf Platz 15 vorgerückt.

Die längste Wertungsprüfung kommt
Die zwölfte Etappe der Transsyberia Rallye führt über 529 Kilometer von Altai nach Bayanhongor. Mit 407 Kilometern ist die Wertungsprüfung die längste der gesamten Tour. Die Transsyberia Rallye wurde am 11. Juli auf dem Roten Platz in Moskau gestartet und endet am 25. Juli nach insgesamt über 7.000 Kilometern in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator.

Zehnte Etappe: Mankhan – Darvi
Auf der Strecke von Mankhan nach Darvi hatten die verbliebenen Teams eine Wertungsprüfung von 280 Kilometer Länge zu bewältigen. Armin Schwarz, Pilot von Team Germany 1, glaubte kurz nach der Zieleinfahrt an einen Tagessieg. ,Bei uns ist es gut gelaufen. Navigationsprobleme hatten wir keine." Doch zwei Reifenpannen kosteten wertvolle Zeit. ,Beim zweiten Wechsel haben wir gemerkt, dass irgendetwas mit dem Fahrzeug nicht stimmt. Im letzten Abschnitt sind wir dann immer wieder aufgesessen." Das Ziel passierte das Team mit einem zerfetzten rechten Vorderreifen auf der Felge. ,Unsere Mechaniker reparieren das Auto und morgen geht's weiter," so Schwarz. Bei der Auswertung der Bordkarten stellte sich jedoch heraus, dass Team Germany 1 mehrere Checkpoints auf der Strecke verpasst hatte und somit 60 Strafminuten kassierte. Das hatte Rang 11 im Tagesklassement zur Folge. Knapp hinter Schwarz trafen die Führenden der Gesamtwertung, die Franzosen Christian Lavieille und Francois Borsotto, ein. Das Team France avanciert im letzten Drittel der Rallye zum gejagten Siegesanwärter. Von der ersten Etappe an fuhren sie kontinuierlich in die vordersten Ränge und holten nun ihren ersten Sieg in einer Sonderprüfung. Mit 4:15 Minuten Rückstand landete das Team Portuguese mit Pedro Gameiro und Pedro Figueiredo auf Rang zwei. Immer besser in Fahrt kommt Team USA. Ryan Millen, Sohn des Transsyberia Vorjahressiegers, holte sich mit seinem Beifahrer Colin Godby mit 9:03 Minuten Rückstand den dritten Platz. Erstmals wurde der in jedem Wagen für dringende Notfälle eingebaute Emergency Button gedrückt. Das Team Suzuki/Maxi mit Melina Frey und Alexandra Hahn reagierte prompt, als sie sahen, dass sich ein Fahrzeug mehrmals überschlagen hatte. Sie sendeten das Notsignal und halfen an Ort und Stelle. Bei einem Überholmanöver waren dem Schweizer Team Desert Fox nasse Spurrillen in der Steppe zum Verhängnis geworden. Der Pilot verlor die Kontrolle über seinen Mitsubishi Pajero. Sowohl Aurele Bachmann als auch Co-Pilot Damien Blanke blieben unverletzt, das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden. Ebenfalls nicht mehr im Rennen sind das chinesische Team Porsche CN und das Team Lybia-Rally-Raid mit Wolfgang Pasetti im Toyota Landcruiser J9.

Neunte Etappe: Ölgiy – Manhan
Inzwischen sind die Rallye-Teams in der Mongolei angekommen. Nachdem die siebte Etappe am 17. Juli 2008 von Nowosibirsk bis Kosh Agash nur als Überführungsetappe gefahren wurde, wurde der 18. Juli zum Grenzübertritt benötigt. Der darauf folgende Tag diente als Ruhetag, bevor es am Sonntag, den 20. Juli 2008, auf die neunte Etappe von Ölgiy nach Manhan ging. Durch Täler und über Gebirgspässe ging es rauf bis 3.025 Höhenmeter. Der Tagessieg auf der 282 Kilometer langen Sonderprüfung ging an Pablo Soler und Laia Peinado vom Team Spain auf Porsche. Auf den zweiten Platz fuhr das Team France (Lavieille/Borsotto), Dritte wurde das deutsche Duo Schwarz/Schulz, alle ebenfalls auf Porsche. Einen hervorragenden fünften Platz erzielten die Deutschen Andreas Kramer und Kurt Ettenberger auf ihrem Suzuki Grand Vitara. Als inzwischen fünfte Mannschaft schied das bislang in Führung liegende Team Middle East aus. Pilot Said Rashid Al Hajri verletzte sich beim Überfahren einer Bodenwelle. Neuer Gesamtführender ist nun das Team France, auf Platz drei liegt das deutsche Team Schwarz/Schulz.

Sechste Etappe: Omsk – Nowosibirsk
Armin Schwarz beschenkte sich zu seinem 45. Geburtstag mit dem Tagessieg bei der sechsten Wertungsprüfung in der Nähe der sibirischen Hauptstadt Nowosibirsk. Mit einem Vorsprung von 4.14 Minuten waren Schwarz und sein Beifahrer Andi Schulz auf ihrem Porsche Cayenne S die Schnellsten auf dem 78 Kilometer langen Teilstück. Platz zwei ging an das französische Team Lavieille/Borsotto, Platz drei belegten die Russen Levyatov/Talantsev, allesamt ebenfalls auf Porsche. Die Wertungsprüfung führte größtenteils über Feldwege, die teilweise mit hohem Gras bewachsen waren. Das Suzuki-Damen-Duo mit Melina Frey und Alexandra Hahn konnte sich auf Platz zwei in ihrer Klasse vorarbeiten. Überschattet wurde die Etappe vom Ausscheiden des Teams Tognana/Cassina auf Porsche. Aufgrund des zu schnellen Überfahrens einer Bodenwelle klagte Antonio Tognana über Rückenschmerzen und wurde mit dem Verdacht auf eine Wirbelverletzung per Flugzeug nach Hause transportiert. Weil der Rennarzt den Italiener bis zur Übergabe ins Flugzeug betreut, muss die Wertungsprüfung der siebten Etappe entfallen. Daher wird das Teilstück von Nowosibirsk nach Kosh Agash als reine Überführungsetappe gefahren. Nahe der Grenze zur Mongolei werden die Teams erstmals in freier Natur übernachten.

Fünfte Etappe: Tjumen – Omsk
Die fünfte Etappe der Rallye führte die Teilnehmer über 672 Kilometer von Tjumen nach Omsk. Die Wertungsprüfung fand etwa 100 Kilometer vor Omsk statt. Eine Außentemperatur von 32 Grad flimmerte über der westsibirischen Tiefebene. Auf dem 50 Kilometer langen Flachstück setzte sich das deutsche Team Schwarz/Schulz auf Porsche mit einer Zeit von 34:15 Minuten an die Spitze. Zweite wurden das Team Katar mit dem Duo Abdulla/Lutteri, Dritte das Team Italy (Tognana/Cassina), allesamt auf Porsche. Armin Schwarz zeigte sich von der Wertungsprüfung angetan: ,Mir hat die Strecke echt gut gefallen. Gerne hätte ich noch mehr Gas gegeben. Aber wir mussten alle aufpassen, dass die Motoren nicht überhitzen." Für die Briten Martin Rowe und Richard Tuthill vom Team Porsche Cars Great Britain ist die Transsyberia Rallye 2008 bereits beendet. Ihr Fahrzeug brannte aus ungeklärter Ursache völlig aus. Beide Piloten konnten sich und ihr Gepäck rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die nächste Etappe der Rallye führt von Omsk über insgesamt 721 Kilometer nach Nowosibirsk.

Vierte Etappe: Jekaterinburg – Tjumen
Die vierte Etappe der Transsyberia Rallye 2008 führte die Teilnehmer von Jekaterinburg nach Tjumen, der ältesten russischen Stadt Sibiriens. Das rund 180 Kilometer lange Teilstück war von schweren Regenfällen geprägt. Das gesamte Gelände der Sonderprüfung wurde durch eine Gewitterfront unter Wasser gesetzt. Die Rallye-Leitung erkannte nach dem Check der Wertungsstrecke, dass schon nach wenigen hundert Metern kein Durchkommen durch den tiefen Schlamm mehr möglich war. Da somit die Strecke auch für Rettungsfahrzeuge unpassierbar war, wurde die Wertungsprüfung abgesagt.

Dritte Etappe: Kazan – Jekaterinburg
Während der dritten Etappe am Sonntag, den 13. Juli 2008, wurde mit der Überquerung des Ural-Gebirges Europa verlassen und Asien erreicht. Die Strecke war mit insgesamt 986 Kilometer der längste Abschnitt der Transsyberia. Die mit zehn Kilometer kürzeste Wertungsprüfung der gesamten Rallye führte zwischen Kazan und Jekaterinburg über eine schnelle Schotterpiste, die mit großen Pfützen, Bodenwellen und einigen Kuppen gespickt war. Der letztjährige Suzuki-Pilot Lars Kern fand die Wertungsprüfung ,kurz und knackig. Sie war richtig schnell, hatte allerdings einige gefährliche Ecken." Sieger der dritten Wertungsprüfung wurden die Lokalmatadoren Sergey Kvashnin und Alexey Pavlovskiy auf Porsche. Die beiden Russen benötigten für die Strecke 7:12 Minuten. Zweite mit 21 Sekunden Rückstand wurde das deutsche Team Schwarz/Schulz vor den drittplatzierten italienischen Piloten Tognana/Cassina. Beide Teams fahren ebenfalls in einem Porsche Cayenne Transsyberia.

Zweite Etappe: Vladimir – Kazan
Am zweiten Tag konnte Armin Schwarz auf dem 711 Kilometer langen Teilstück von Vladimir nach Kazan mit der Tagesbestzeit kontern. Mit seinem 385 PS starken Cayenne S bewältigte der Deutsche die 58 Kilometer lange Wertungsprüfung am schnellsten. Auch dieses Mal führte die Strecke durch ein großes Waldgebiet. Schwarz zeigte sich angetan: ,Die heutige Etappe war sehr gut für uns. Natürlich war die Strecke schlammig und matschig, aber eben nicht zu sehr. Ich bin sicher, dass ich noch schneller gekonnt hätte. Doch das Wichtigste war heil anzukommen und kein hohes Risiko zu gehen. Immerhin liegen noch viele Kilometer vor uns." Fünf Sekunden langsamer waren die zweitplatzierten Lokalmatadoren Denis Levyatov und Sergey Talentsev auf Porsche. Den dritten Platz belegten die Spanier Paul Soler und Laia Peinado, ebenfalls auf Porsche.

Erste Etappe: Moskau – Vladimir
Die erste Etappe der Transsyberia führte in die 190 Kilometer östlich von Moskau liegende Stadt Vladimir. 80 Kilometer vor der Bezirksmetropole stand die erste Sonderprüfung an. Die anspruchsvolle Strecke führte 48 Kilometer über regengetränkten Sandboden durch Mischwälder und Schlammlöcher. Den Tagessieg holte sich der portugiesische Porsche-Fahrer Pedro Gameiro mit seinem Co-Piloten Pedro Figueiredo. Zweiter wurde der erst 20-jährige Lars Kern mit seinem Begleiter Daniel van Kan, ebenfalls auf Porsche. Den dritten Platz belegte ein weiterer Porsche mit den Franzosen Christian Lavieille und Francois Borsotto an Bord. Der bekannte deutsche Rallyepilot Armin Schwarz auf Porsche verlor wegen eines Navigationsfehlers seines Beifahrers Andi Schulz 57 Minuten auf das führende Team und landete auf Platz sieben. Von der Etappe begeistert zeigte sich die deutsche Toyota-Fahrerin Uta Baier, die Achte wurde: ,Das war spannend und herausfordernd! Viele Wasserlöcher, tolle Wasserdurchquerungen."

Startschuss auf dem Roten Platz
Ausgangspunkt der Rallye war am 11. Juli 2008 der Rote Platz in Moskau. Dort, wo am 9. Mai eines jeden Jahres militärisches Gerät paradiert, empfing Juri Rossljak, Vize-Bürgermeister von Moskau, 30 Teams aus 24 Nationen. Mit Abstand die meisten Fahrzeuge stammen aus dem Hause Porsche. Es handelt sich dabei durchweg um eine Transsyberia-Spezialausführung des Cayenne S in den Farben orange und schwarz. Mit drei modifizierten Grand Vitara geht Suzuki an den Start. Auch aufgerüstete Offroader anderer Marken vom Schlage eines Toyota Land Cruiser oder Land Rover Defender gehen auf die 14 Etappen und insgesamt 7.235 Kilometer lange Strecke.

Bildergalerie: Transsyberia Rallye 2008