Ein Kleinwagen ist das erste Modell, das ab Werk umgerüstet wird

Autogas-Fahrzeuge gibt es bisher nur von einer Hand voll Marken, darunter Chevrolet, Lada und Subaru. Nun will auch Mitsubishi Autos anbieten, die mit dem Alternativkraftstoff LPG (Liquefied Petroleum Gas) betrieben werden können. Das erste Modell ist der Colt 1.3, der in der Benzinerversion 95 PS leistet – die Leistung im LPG-Betrieb gibt Mitsubishi nicht an. Wer den Autogas-Colt haben will, bestellt beim Neuwagenkauf eine Autogas-Anlage. Sie kostet 2.400 Euro inklusive Einbau. Die bei Mitsubishi übliche Neuwagengarantie von drei Jahren oder 100.000 Kilometer wird durch den Umbau nicht berührt.

Wie in Holland
Die Autogasanlage stammt vom holländischen Hersteller Vialle und wird im niederländischen Eindhoven eingebaut. Diesen Weg beschreitet Mitsubishi auch auf dem holländischen Markt, wo die Japan-Marke bereits seit Längerem LPG-Fahrzeuge anbietet. Wie bei Autogas üblich, ist der Autogas-Colt bivalent angelegt, kann also mit Autogas oder Benzin gefahren werden. Die Reichweiten von Gas- und Benzintank addieren sich auf bis zu 1.000 Kilometer, so Mitsubishi.

33 Prozent sparen
LPG ist nur etwa halb so teuer wie Superbenzin, denn LPG wird (bis Ende 2018) wesentlich niedriger besteuert als konventioneller Sprit. So fährt man trotz des höheren Verbrauchs um etwa 33 Prozent preisgünstiger als mit Benzin, so Mitsubishi. Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit punktet Autogas. Gegenüber Benzin liegt die Emissionsminderung von Stickoxiden bei etwa 80 Prozent, die von unverbrannten Kohlenwasserstoffen bei etwa 60 Prozent und die von Kohlenmonoxid bei rund 80 Prozent, so der japanische Hersteller. Den Ausstoß des Treibhausgases CO2 gibt Mitsubishi mit 120 Gramm pro Kilometer an. Das entspricht einem Verbrauch von etwa sieben Liter Autogas auf 100 Kilometer.

Bildergalerie: Erster LPG-Mitsubishi