Kompakter Hybridwagen steht in Genf

Lexus mischt jetzt auch in der Kompaktklasse mit: Auf dem Autosalon in Genf (4. bis 14. März 2010) zeigt die edle Toyota-Tochter das Hybridmodell CT 200h. Der Wagen mit den zwei Antrieben ist gleichzeitig das neue Einstiegsmodell für Lexus.

Vollhybrid
Der Wagen mit dem nicht allzu griffigen Namen ,CT 200h" ist als Vollhybrid ausgeführt. Ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner arbeitet mit einem Elektromotor zusammen. Weder die Leistungsdaten der einzelnen Aggregate noch die Systemleistung oder den Verbrauch hat Lexus bisher bekannt gegeben. Allerdings wird die Hybrid-Technik auf der des Toyota Prius basieren, der mit einem 99-PS-Verbrennungsmotor unterwegs ist. Unterstützt wird dieser im Prius von einem 60-Kilowatt-Elektromotor (82 PS) – am Ende liefert der leistungsverzweigte Antrieb eine Systemleistung von 136 PS. Die Daten werden beim CT 200h zumindest ähnlich sein. Als Hochvolt-Speicher kommt wie im Prius eine Nickel-Metallhydrid-Batterie zum Einsatz. Beim Spritsparen helfen vier verschiedene Fahrmodi und ein Start-Stopp-System.

Ökologisch oder sportlich
Die Fahrmodi des fünftürigen Fronttrieblers heißen sich in Normal, EV, Sport und Eco. Im ,Normal"-Betrieb fährt der CT 200h, wann immer es geht, rein elektrisch, also lokal emissionsfrei. Der elektrische Betrieb lässt sich aber auch durch Aktivierung des ,EV"-Modus einstellen. Jetzt sind mit elektrischer Fahrt Geschwindigkeiten bis 45 km/h drin – nicht schlecht, aber für den deutschen Stadtverkehr sind das noch zehn km/h zu wenig. Der Modus ,Eco" hält, was er verspricht: Kräftige Gasstöße werden nur sanft an den Antrieb weitergegeben und selbst die Klimaanlage läuft jetzt in einem verbrauchsoptimierten Modus. ,Sport" bedeutet, dass der Elektromotor dem Verbrenner zur Seite springt, um eine dynamischere Fahrweise zu ermöglichen. Außerdem werden nun die Servolenkung, das ESP und die Traktionskontrolle auf eine härtere Gangart getrimmt. Im ,Sport"-Modus wechselt die Hintergrundbeleuchtung der Instrumente in einen aggressiven Rotton – das kennen wir bereits vom Opel Insignia.

Neu entwickeltes Fahrwerk
Der CT 200h basiert weitestgehend auf dem ebenfalls neuen Toyota-Hybriden Auris HSD, der Radstand von 2,60 Meter ist bei beiden Fahrzeugen identisch. Der VW Golf liegt mit 2,58 Meter darunter, Ford Focus (2,64) und Opel Astra (2,69) bieten eine größere Entfernung zwischen den Achsen. Eine McPherson-Vorderachse und die speziell für den CT 200h entwickelte Doppelquerlenker-Hinterachse sollen dem Wagen zu Agilität nach europäischen Maßstäben verhelfen – schließlich war die bisherige Modellpalette auch hinsichtlich ihrer Fahreigenschaften eher an den Bedürfnissen der amerikanischen Kunden orientiert. Für den Innenraum verspricht Lexus eine tiefe Sitzposition, edle Metallic-Oberflächen und ein dunkles Soft-Touch-Finish. Ins Heck des CT 200h passen bei Beladung bis zur Fensterunterkante 345 bis 700 Liter Gepäck.

Ab 2011
Wer den Einstiegs-Lexus sein Eigen nennen möchte, muss sich noch eine Weile in Geduld üben: Ab Ende 2010 startet die Produktion, Anfang 2011 gehen dann die ersten Wagen in den Verkauf. Preise hat Lexus noch nicht bekannt gegeben.

Gallery: Neuer Lexus CT 200h