Kohlrabenschwarz, mehr Power und viel Kohlefaser

Anderson Germany hat auch ein Herz für Ferrari und nimmt sich das aktuelle Mittelmotor-Modell 458 Italia vor. Nach dem Aufenthalt in Düsseldorf sieht der Renner aus Maranello sichbar geliftet aus. Und auch bei der Leistung sowie dem Interieur tut sich einiges.

Karbon für Exterieur und Motor
In die Motorhaube des schwarz lackierten Italieners arbeitet der Tuner Luftschlitze mit Karbon-Lamellen ein. Die Scheiben und die Heckleuchten werden dunkel getönt. Zudem bringt Anderson noch ein Paket von Karbon-Komponenten an: Sie umfassen Flügelelemente an der Frontschürze, einen Heckdiffusor sowie Außenspiegel-Verkleidungen. Ebenfalls aus Karbon: die Motorabdeckungen.

Felgen mit Kohlefaser-Oberfläche
Aus dem hauseigenen Programm stammen auch die Felgen. Der Tuner wählt – passend zum Karbon-Exterieur – Exemplare mit kohlefaserüberzogenen Speichen. Der Rest der neuen Rundlinge ist in Wagenfarbe lackiert, also ebenfalls in Schwarz. Die 21-Zöller werden vorne mit 245er-Reifen bezogen, hinten kommen 345er-Schlappen zum Einsatz. Die Bremssättel werden gelb lackiert.

Leistungssteigerung für den V8
Schon serienmäßig beeindruckt ein Ferrari 458 durch seine 570 PS. Diese werden von einem 4,5 Liter großen V8-Saugmotor generiert. Anderson baut eine – nach Angaben des Tuners 18 Kilogramm leichtere – Abgasanlage mit Renn-Katalysatoren und speziellen Fächerkrümmern ein. Darauf wird noch die Motorsoftware abgestimmt. Danach liegen 623 PS an. Das Drehmoment erhöht sich um 96 auf 636 Newtonmeter. Die Abgasanlage wartet noch mit einem zusätzlichen Feature auf: Elektronisch verstellbare Klappen im Inneren verändern auf Wunsch die Lautstärke in drei Stufen. Hinzu kommt eine spezielle Hitzeschutz-Hülle für das komplette Abgassystem. Dadurch werden nach Tuner-Angaben 60 Prozent der Hitze gemindert, die in den Motorraum abstrahlen würde.

Innen ebenfalls mit Karbon
Wie beim Exterieur greift der Düsseldorfer Tuner auch innen auf Karbon-Komponenten zurück. Aus dem Material bestehen nach dem Umbau die Lüftungsblenden, die Mittelkonsole, die Türgriffe, die Einstiegsleisten, das Lenkrad, die Tachoumrandung, die Schaltpaddels und sogar die Bedienelemente der Sitzverstellung. Passend dazu verwendet der Veredler Leder mit einer Oberflächenstruktur, die Kohlefasern nachempfunden sind. Die Häute werden mit schwarzem Alcantara kombiniert, das rautenförmig abgesteppt ist. Auf die Augen und die Ohren gibt es was von einem neuen Soundsystem mit DVD-Player, Subwoofer, Verstärker, Lautsprechern und einer Bluetooth-Funktion. Hat sich der Tuner innen und außen ausgetobt, wird die Rechnung präsentiert: 82.000 Euro kosten alle Modifikationen. Einen Ferrari 458 Italia gibt es neu ab 197.630 Euro.

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