350 km/h: Schnellste Luxuslimousine von Brabus
SV12 R Biturbo 800 auf Basis des Mercedes S 600 bläst zum Angriff
Aufgebohrter V12-Motor
Der Hubraum des V12 wird von serienmäßigen 5,5 auf 6,3 Liter erweitert. Der Autoveredler erreicht dies durch eine Spezialkurbelwelle mit längerem Hub, feingewuchteten Pleueln und Kolben mit größerem Durchmesser sowie größeren Zylinderbohrungen. Zusätzlich wird das Innenleben des Motors mit Sportnockenwellen und strömungsoptimierten Zylinderköpfen modifiziert. Neu entwickelt wurde die Luftansaugung, die aus Kohlefaser besteht. Ebenso das Biturbo-System: Es beinhaltet zwei Spezialkrümmer, integrierte Turbinengehäuse und Hochleistungslader sowie vier wassergekühlte Ladeluftkühler.
800 PS, 350 km/h und Euro 5
Eine hauseigene Hochleistungsauspuffanlage aus Edelstahl mit Sportkatalysatoren und vier Endrohren soll Sound und Leistung verbessern. Auch die Elektronik blieb nicht unberührt: Neben einer Kennfeldoptimierung hilft der Eingriff in die Software dabei, weiter die Euro-5-Abgasnorm zu erfüllen. Seine 800 PS produziert der umgebaute Motor bei 5.500 Umdrehungen je Minute. Beim Drehmoment wuchert Brabus mit maximalen 1.420 Newtonmeter. Doch diese bekommen für den Alltag eine elektronische Fessel, die die Kraft auf 1.100 Newtonmeter begrenzt.
Auf Tempo 200 in 10,3 Sekunden
Trotz der Drehmomentbegrenzung walten noch außerordentliche Kräfte: Der Bottroper Tuner lässt die Kraftübertragung von einem Fünfgang-Automatikgetriebe erledigen, das verstärkt wurde. Auf Wunsch gibt es zusätzlich ein hauseigenes Hochleistungsdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung. Die Fahrleistungen fallen nach der Kraftkur bedeutend besser aus als im Serien-600er. Der schafft es mit 517 PS und 830 Newtonmeter in 4,6 Sekunden von null auf 100 km/h und wird bei Tempo 250 eingebremst. Beim SV12 R Biturbo 800 stehen 3,9 Sekunden und – ebenfalls elektronisch begrenzte – 350 km/h im Datenblatt. Die 200-km/h-Marke soll nach 10,3 Sekunden fallen.
Neue Felgen und Hochleistungsbremsen
Bei den Felgen lässt Brabus dem Kunden die Wahl aus verschiedenen Designs zwischen 19 und 21 Zoll. Vorne kommen Pneus im Format 265/30, hinten in der Größe 295/30 zum Einsatz. Die Karosserie wird mit Hilfe eines Elektronik-Moduls für das werkseitige Active-Body-Control-Fahrwerk um 15 Millimeter tiefergelegt. Auch bei der Verzögerung tut sich was: Vorne versieht eine Hochleistungsbremsanlage mit Zwölf-Kolben-Aluminium-Festsätteln und 380x36 Millimeter großen, innenbelüfteten und gelochten Scheiben ihren Dienst. An der Hinterachse sind Sechs-Kolben-Aluminium-Festsättel mit 355x28 Millimeter großen Scheiben verbaut.
Sportdress für den Luxusliner
Äußerlich wird die S-Klasse mit einer neuen Frontschürze samt integrierten Tagfahr- und Zusatzleuchten, einer Frontspoilerlippe aus Sicht-Karbon, maßgeschneiderten Aluminium-Sportkotflügeln, Schwellerverkleidungen inklusive LED-Einstiegsbeleuchtungen, einer Heckspoilerlippe und einer Heckschürze mit zentralem Reflektor verändert. Auch in die Unterseite der Heckschürze sind LED-Leuchten integriert, die den Boden hinter dem Fahrzeug anstrahlen.
Reisekomfort mit Leder und Multimedia
Das Interieur des Luxusliners wird nach Kundenwunsch gestaltet. Es gibt Volllederausstattungen in verschiedenen Farbtönen, Ergänzungen aus Alcantara sowie Edelhölzer. Außerdem sind aufwendige Multimedia-Ausstattungen bis zum hauseigenen ,iBusiness"-Konzept verfügbar. Je nach Aufwand errechnet sich schließlich der Preis des veredelten S 600. Der Motorumbau kostet alleine 89.900 Euro. Das Sperrdifferenzial ist für etwa 7.100 Euro zu haben, die Bremsanlage für 21.300 Euro. Die Teile für die Karosserie kosten zusammen rund 12.000 Euro, der teuerste Radsatz schlägt mit zirka 9.000 Euro zu Buche. Einen S 600 gibt es von Mercedes ab 156.961 Euro.
Bildergalerie: Schnellste Luxuslimo
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