Seltener 917 Spyder in den USA zum Rekordpreis verkauft

Der teuerste Serien-Porsche ist momentan der 911 GT2 RS für 237.578 Euro. Doch das ist gar nichts gegenüber der Summe, die jetzt ein Porsche-Rennwagen vom Typ 917 auf einer Auktion im kalifornischen Carmel Valley erzielte: 3.967.000 US-Dollar, umgerechnet rund 3,1 Millionen Euro, machen das Gefährt zum bislang teuersten Porsche überhaupt.

Raritäten unterm Hammer
Zum Verkauf stand beim Auktionshaus Bonhams eine Auswahl von 102 Autos, einem Flugzeug und einem Boot. Das Highlight war die Rennwagensammlung des Michael Amalfino, aus welcher der Rekordflitzer stammt. Noch heute beeindrucken die Fahrleistungen des 917: von null auf 200 km/h in nur 5,3 Sekunden und je nach Ausführung eine Spitze von über 400 km/h. Jedoch wurden nur 65 Stück gebaut, weshalb ein 917 quasi die ,Blaue Mauritius" jeder Oldtimersammlung ist.

Gut dokumentiert
Der Vorteil jener kleinen Stückzahl ist, dass die Geschichte jedes Fahrzeugs gut dokumentiert ist. Im Fall des versteigerten 917 handelt es sich um das Exemplar 031/026. Walter Näher beschreibt in seinem Standardwerk zum 917 den Lebenslauf. Demnach wurde im Juni 1970 der Rahmen und die Karosserie einer Kurzheckausführung an das JWAE-Team als Ersatz für das verunfallte Chassis mit der Nummer 026 geliefert und als neue ,026" gelistet, während die alte ,026" zurück an Porsche ging und dort fortan als ,031" gelistet wurde. 1971 wurde die ,031" als Interserie-Spyder für das Team Shell-Heckersbruch neu aufgebaut und errang mit Jürgen Neuhaus am Steuer sieben Siege in der 71er-Saison. Bis 1973 war das Fahrzeug im Renneinsatz, um dann an einen Monsieur Chandon verkauft zu werden. Mike Amalfino kaufte den Porsche 917 031/026 im Jahr 1978.

Rekord-Renner