Stärkste Serienversion der Baureihe mit spezieller Aerodynamik

Bald wird es eine spezielle Power-Variante vom Camaro geben. Chevrolet stellt sie erstmals auf der Chicago Auto Show vom 11. bis 20. Februar 2011 vor. Der Kraftmeier trägt das Kürzel ,ZL1" und ist die stärkste und schnellste jemals von der Marke angebotene Version des Coupés. Positioniert wird es insbesondere gegen den Ford Mustang Shelby GT500.

Knapp 560 PS dank Kompressor-Hilfe
Die Namensgebung übernahm der US-Hersteller vom Camaro ZL1 aus dem Jahr 1969. Von dieser offiziell 436 PS starken Power-Variante wurden damals nur 69 Exemplare gebaut. Statt eines sieben Liter großen V8-Saugmotors wie der Urvater von einst, bekommt der neue ZL1 einen Achtender, der 6,2 Liter Hubraum hat. Zusätzlich wird das Aggregat von einem Kompressor des Herstellers Eaton unter Druck gesetzt. Heraus springen 558 PS und ein Drehmoment von 745 Newtonmeter. Von der Corvette stammt die zweiflutige Abgasanlage, die an den Camaro angepasst wurde. Ab einer bestimmten Gaspedalstellung öffnen sich Ventile in den Rohren und leiten die Abgase auf einem anderen Weg nach draußen – dabei ändert sich der Sound.

Verstärkter Antriebsstrang
Die Kraft wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe übertragen. Die Version im ZL1 ist speziell für höhere Drehmomente ausgelegt und arbeitet in Kombination mit einem Zweimassenschwungrad sowie einer Zweischeibenkupplung. Für schnellere Gangwechsel sorgt eine Schaltwegverkürzung. Im Vergleich zu den anderen Camaro-Versionen werden ein stärkerer Antriebsstrang sowie ein Hochleistungssperrdifferenzial verbaut.

Elektronische Dämpfung
Für den ZL1 wurde das Camaro-Fahrwerk feingetunt und mit elektronisch gesteuerten Dämpfern versehen. Hightech in einem US-Muscle-Car, wer hätte das gedacht? Das Magnetic-Ride-System lässt dem Fahrer die Wahl zwischen den Programmen ,Tour" und ,Sport". Änderungen an den hinteren Fahrwerkstabilisatoren sollen die Wanksteifigkeit verbessern. Die Bremsen sollen rennstreckentauglich sein und wurden mit dem bekannten Hersteller Brembo entwickelt. Vorne werden Bremsscheiben mit 370 Millimeter Durchmesser von einer Sechskolben-Anlage in die Zange genommen. Hinten macht ein Vierkolben-System dasselbe mit 365er-Bremsscheiben. Anstatt einer hydraulischen Servolenkung wird im ZL1 eine elektrische verbaut.

Neue Aerodynamik und 20-Zoll-Räder
Äußerlich erkennt man den Camaro ZL1 an einer anderen Motorhaube aus Aluminium mit unübersehbarem Powerdome, in den ein Karbon-Einsatz integriert wurde. Der angehobene Bereich soll Luft über das Auto leiten und Abtrieb generieren. Neu sind auch eine Spoilerlippe sowie andere Nebelleuchten, die in Lufteinlässen zur Bremsenkühlung liegen. Hinten tragen ein neuer Diffusor und ein Spoiler auf dem Kofferraumdeckel zur neuen Aerodynamik bei. Auch bei den Rädern lässt sich Chevrolet nicht lumpen: Der ZL1 erhält 20-Zöller rundum. Die Felgen sollen leichter sein als die Pendants vom Camaro SS. Die Reifen – Goodyear Supercar F2 – wurden speziell für die Top-Version der Baureihe entwickelt.

Sportlicher Innenraum
Für den Innenraum bieten die Amis nur eine Farbe an: Schwarz. Die Oberfläche der beheizbaren Ledersitze wird teilweise mit Mikrofaser-Velours bezogen. Neue Details sind das anders gestaltete Lenkrad, die Aluminium-Pedale und ein Head-Up-Display. Darüber hinaus sitzen in der Mittelkonsole vier Zusatzinstrumente. Die weitere Ausstattung setzt sich aus Komponenten der Camaro-Version ,2SS" zusammen und umfasst elektrisch verstellbare Sitze, eine hintere Einparkhilfe, ein spezielles Audiosystem sowie eine Rückfahrkamera. Momentan werden die Prototypen des ZL1 in den USA und in Deutschland getestet. Verkauft werden soll der Super-Camaro ab Anfang 2012.

Der Super-Camaro