Tuner macht Porsche 911 GT2 RS und Turbo über 350 km/h schnell

Bei TechArt bekommen sowohl der Porsche 911 GT2 RS als auch der 911 Turbo ihr Fett weg. Der jüngste Umbau für den GT2 RS hört auf den Namen GTStreet RS und bringt satte 720 PS. Für den 911 Turbo bietet der Tuner aus Leonberg eine Leistungssteigerung an, die dem kaum nachsteht.

GTStreet RS mit 720 PS
Der Komplettumbau GTStreet RS beinhaltet die Leistungssteigerung TA097/T2.2. Sie enthält unter anderem Hochleistungsladeluftkühler, Abgaskrümmer aus Edelstahl, neue Turbolader, Sportsaugrohre aus Karbon, ein Hochleistungs-Abgas-Klappensystem und Sportkatalysatoren. Darüber hinaus werden die Motorelektronik umprogrammiert und ein Sportkupplungskit verbaut. So quetscht TechArt 100 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment mehr aus dem vormals 620 PS und 700 Newtonmeter starken 3,6-Liter-Turbomotor heraus. Der Wert für den Sprint von null auf 100 km/h verbessert sich von 3,5 auf 3,3 Sekunden. Auf 200 km/h hetzt der GTStreet RS in 9,5 Sekunden. Bei 339 km/h regelt der getunte Porsche ab, mit Sonderfreigabe sind 352 km/h möglich. Der Serien-GT2 lässt es bei 330 km/h beruhen. Knapp 43.000 Euro werden für den Motorumbau fällig.

Rennoptik für den GT2
Der GTStreet RS fährt mit einem rennsportmäßigen Aerodynamik-Kit vor. Es besteht unter anderem aus einem Frontspoiler, einem Kohlefaser-Splitter, einem verstellbaren Zusatzsplitter, Scheinwerferzierblenden, Kotflügeln aus Kohlefaser und neuen Seitenschwellern. Das Heck wird mit einer anderen Schürze sowie einem Diffusor und einem höhenverstellbaren Spoiler aus Kohlefaser modifiziert.

Gewindefahrwerk mit Hebefunktion
Das rennstreckentaugliche Fahrverhalten soll durch ein Gewindefahrwerk sichergestellt werden. Es ist an der Vorderachse mit einer Hebefunktion ausgestattet. Damit kann die Bodenfreiheit um 60 Millimeter erhöht werden, wenn beispielsweise steile Tiefgaragenrampen befahren werden müssen. An Stelle der originalen Felgen verwendet TechArt ein hauseigenes Modell in 20 Zoll mit Zentralverschluss.

Innenraum mit Alu und Kohlefaser
Auch das Interieur des GTStreet RS weicht vom Serien-GT2 ab. So veredelt TechArt den Innenraum komplett mit Leder, einem Sportlenkrad, hauseigenen Schaltpaddles und neuen Instrumenten-Zifferblättern. Der Schalthebel, die Pedale sowie die Fußstütze weichen Pendants aus Aluminium. Ein Optikpaket in Wunschfarbe oder Kohlefaserausführung sowie beleuchtete Einstiegsleisten machen das Tuning komplett. Wie viel man für den GTStreet RS ausgeben kann, zeigte TechArt auf der Internationalen Automobilausstellung 2011. Das dort präsentierte Exemplar kostete 452.000 Euro. Ein regulärer Porsche GT2 RS wird ab Werk mit 237.578 Euro berechnet.

Leistungssteigerung für den 911 Turbo
Eine ähnliche Leistung wie im GTStreet RS bietet TechArt auch für den Porsche 911 Turbo an. Mit dem Motor-Kit TA 097/T3 bringt es das Modell auf 700 statt 500 PS und auf 880 statt 650 Newtonmeter. Dazu werden dem 3,8-Liter-Turbotriebwerk unter anderem eine neue Krümmeranlage aus Edelstahl, Sportluftfilter, neue Lader, eine Hochleistungs-Abgasanlage sowie eine Umprogrammierung der Motorelektronik spendiert. Damit sind maximal 333 km/h Höchstgeschwindigkeit drin. Der normale Turbo läuft ,nur" 312 km/h. Wie beim GTStreet RS gilt: Mit Sonderfreigabe sind 352 km/h möglich. Von null auf 100 rast der getunte Turbo in 3,0 Sekunden. Das ist sogar schneller als beim 20 PS stärkeren GTStreet RS. Im Sport-Plus-Programm des ab Werk optional erhältlichen Sport Chrono Pakets sind es sogar nur 2,8 Sekunden. So oder so kann die Serienversion mit 3,7 Sekunden einpacken. Auf 200 km/h rennt der TechArt-Turbo in 9,3, beziehungsweise 9,0 Sekunden. Für die PS-Spritze muss man zirka 26.000 Euro einplanen.

Bildergalerie: 700-PS-Granaten