Seat Leon Cup Racer auf dem GTI-Treffen

Es nennt sich zwar GTI-Treffen, doch mittlerweile nutzen neben VW auch die anderen Konzernmarken das alljährliche Stelldichein der Tuningfreunde am Wörthersee zur Vorstellung spektakulärer Fahrzeuge. Das gilt auch für die spanische Tochter Seat, die vom 8. bis 11. Mai 2013 in Reifnitz/Kärnten unter anderem eine Motorsport-Variante des Leon mit 330 PS präsentiert. Der Leon Cup soll einen konkreten Ausblick auf einen neuen Seat-Tourenwagen für den Einsatz in verschiedenen Rennserien bieten.

Mächtige Schürzen, große Lufteinlässe
Der in metallischem Matt-Grau mit orangen Akzenten lackierte Cup Racer macht aus dem braven Kompaktwagen optisch eine echte Rennsemmel. Neue Schürzen, mächtige Radhäuser und ein großer Heckspoiler sorgen für einen motorsporttypischen Auftritt. Riesige Lufteinlässe vorn stellen die ausreichende Versorgung des Motors mit Frischluft sicher. Kiemen an der Rückseite der Radhäuser unterstützen die Kühlwirkung für die Vierkolben-Bremsanlage. Ein glatter Unterboden, ein Heckdiffusor und der zweistufige, auf einer Stütze montierte Dachspoiler ermöglichen maximalen Abtrieb. Die Spur wurde gegenüber dem Serienfahrzeug um fast 40 Zentimeter verbreitert, der Wagen rollt auf 18-Zoll-Rennrädern.

Puristisch eingerichtete Kabine
Der von einem hochfesten Käfig zusätzlich geschützte Innenraum ist aus Gewichtsgründen aufs Allernötigste reduziert. Die Grundform des Seriencockpits bleibt erhalten, außer einem Multifunktions-Lenkrad und einem hochauflösendes TFT-Display dahinter finden sich aber kaum Bedienelemente. Der Fahrer nimmt in einem Schalensitz Platz, ein so genanntes HANS-System (Head and Neck Support) bietet Schutz für den Kopf. Bezogen ist der Sitz mit einem speziellen, feuchtigkeitsregulierenden Leder.

330 PS und 350 Newtonmeter
Für Vortrieb sorgt im Leon Cup Racer ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor mit 330 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 350 Newtonmeter. Die Kraft wird über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Vorderräder übertragen. Eine spezielle Langstreckenvariante kann mit einem sequenziellen Renngetriebe samt Schalthebel auf der Mittelkonsole und einem mechanischen Sperrdifferential ausgerüstet werden. Für die Version mit DSG werden rund 83.000 Euro, für die Langstrecken-Ausführung mit sequentiellem Getriebe etwa 113.000 Euro fällig. Jaime Puig – der Verantwortliche für die Motorsport-Aktivitäten von Seat – strebt an, den Leon Cup Racer bereits in der Saison 2014 für Kundenteams anzubieten.

Rennsport-Ibiza und hochwertiges Sondermodell
Auf das GTI-Treffen am Wörthersee bringt Seat noch weitere Fahrzeuge mit. Der Ibiza SC Trophy wurde ebenfalls für den Rennsport entwickelt und soll vor allem bei den Markenpokalen in Spanien oder Italien zum Einsatz kommen. Sein 1,4-Liter-Turbomotor leistet 200 PS, das Siebengang-DSG wird am Lenkrad geschaltet. Für Traktion sorgt ein mechanisches Sperrdifferential. Interessenten mit Rennlizenz können den Ibiza SC Trophy ab 37.485 Euro bekommen. Als weiteres Ausstellungsstück bringen die Spanier einen roten Ibiza SC FR mit einem ,FR 10 Jahre"-Jubiläumspaket mit. Dieses umfasst unter anderem 17-Zoll-Räder in Schwarz und Silber, einen Dachspoiler und Seitenschweller sowie Spiegelgehäuse in Titanfarbe. Das Sondermodell ist zudem tiefergelegt und mit der Bremsanlage des Ibiza Cupra ausrüstet.

Bildergalerie: Leon mutiert zur Rennsemmel