Durchschnittsfahrzeuge treffen auf interessante Ausreißer

Wer fährt was und wie unterscheiden sich die Präferenzen der einzelnen Geschlechter, der Altersgruppen und der Regionen untereinander? Das Internet-Vergleichsportal Check24 hat jetzt alle für das Jahr 2014 abgeschlossenen Kfz-Versicherungen von Privatpersonen in Deutschland gesammelt und ausgewertet. Liegen Sie im Durchschnitt oder sind Sie ein automobiler Grenzgänger? Wir haben die Ergebnisse.

VW hat geschlechterübergreifend Erfolg
Bei der beliebtesten Automarke sind sich Männlein und Weiblein einig: VW erreicht jeweils einen Anteil von 17,9 Prozent. Im weiblichen Lager folgen daraufhin Opel mit 11,1 und Ford mit 8,6 Prozentpunkten. Bei den Herren der Schöpfung kann BMW mit 10, Prozent auf den zweiten Platz fahren, dicht gefolgt von Opel mit 10,1 Prozent.

Der Golf regiert fast immer
Der Modell-Durchschnitt gestaltet sich ebenfalls typisch deutsch und wenig überraschend: Das beliebteste Modell 2014 in nahezu allen Altersklassen ist laut Check24 der VW Golf (7,2 Prozent). Platz zwei belegt der BMW 3er mit 4,4 und den dritten Rang mit 3,2 Prozent der Opel Astra. Interessant wird es bei den unterschiedlichen Zielgruppen: So versicherten Frauen unter 20 am häufigsten einen Opel Corsa (10,5 Prozent). Und während Frauen jeden Alters Klein- und Kompaktwagen bevorzugen (Corsa, Golf, Polo), rangiert bei Männern unter 20 Jahren der Mittelklässler BMW 3er mit 7,9 Prozent unmittelbar hinter dem VW Golf (13,4 Prozent) auf Platz zwei.

Alternde Männer werden bequem
Darüber hinaus werden Männer im Alter bequemer: Bei den 60- bis 69-Jährigen verdrängt die Mercedes C-Klasse den BMW 3er von Platz zwei. Bei den über 70-Jährigen schafft es der 3er nicht mehr aufs Treppchen. Dann befindet sich der Golf mit 7,1 Prozent an der Spitze, gefolgt von der C-Klasse mit 5,6 und der Mercedes E-Klasse mit 3,6 Prozent. Auch auffällig: Der VW Passat landet nach der Auswertung von Check24 nur bei den 30- bis 49-Jährigen in den Top Drei.

Typisch Mann, typisch Frau
Typische Männerschlitten kommen übrigens von Porsche oder Jaguar (Männerquote jeweils über 80 Prozent). Der Anteil weiblicher Fahrer ist besonders hoch bei Autos von Mini (mehr als 50 Prozent). Auch japanische Kleinstwagen von Suzuki werden von überdurchschnittlich vielen Frauen (rund 45 Prozent) gefahren. Ein weiteres Klischee bedient die Unfallstatistik: Frauen geben beim Abschluss der Kfz-Versicherung sechs Prozent häufiger Vorschäden an als Männer.

Regionale Unterschiede moderat
Regionale Unterschiede bleiben in der Automarkenstudie von Check24 eher die Ausnahme. Sie sind aber vorhanden: Im Saarland kann beispielsweise der 3er den Golf von Platz eins verdrängen, der Audi A4 schafft es nur in Bayern in die Top Drei und in Niedersachsen ist das Treppchen fest in VW-Händen.

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