Aston Martin Vulcan debütiert auf dem Genfer Salon 2015

Klammheimlich scheint Aston Martin in der vergangenen Zeit an einem Sportwagen für den Renneinsatz gearbeitet zu haben, denn auf dem Genfer Autosalon 2015 (5. bis 15. März) stellen die Briten bereits das geplante Endprodukt vor. Der Aston Martin Vulcan wird dann im Laufe des Jahres 2016 in exklusive Kundenhände übergeben und soll dem McLaren P1 GTR oder dem Ferrari FXXK die Stirn bieten.

Ein ,Track-only Supercar" mit Designausblick
Das Design des Vulcan stammt aus der Feder des Teams um Aston-Martin-Chefdesigner Marek Reichman. Die Gestaltung des neuen GT-Rennwagens soll einen Ausblick auf künftige Designelemente der straßenzugelassenen Sportautos der Marke geben.

Die Krönung des Carbon-Königs
Neben neuen Beleuchtungskonzepten an der Front und dem Heck wurde vor allem an einem nicht gespart: an Luftleitelementen aus Carbon. Rund um das Fahrzeug verteilen sich Spoiler, Lippen, Blades, Schweller sowie Ein- und Auslässe. Die Carbon-Krönung sind der feststehende Tresen und der Diffusor am Heck. Das Abgassystem des Motors endet dabei untypisch in den Seitenschwellern vor beiden Hinterrädern.

Rennsporttechnik im Inneren
Unter der Haut des auf 24 Exemplare limitierten Renners steckt neben einem Carbon-Monocoque jede Menge von der FIA genehmigte Rennsporttechnik. Dazu zählen eine Carbon-Keramik-Bremsanlage, ein für die Rennstrecke optimiertes Fahrwerk mit einstellbarem Dämpfersystem sowie eine variable Traktionskontrolle. Darüber hinaus sind die gängigen Sicherheitsfeatures wie ein Überrollkäfig, ein Rennsitz mit passendem Gurtsystem sowie Feuerlösch-Equipment mit an Bord.

Bekannte technische Daten, unbekannte Fahrleistungen
Für ordentlich Dampf im Feuerspucker sorgt, anders als bei McLaren oder Ferrai ein reines V12-Triebwerk ohne E-Zusatz und Batterietechnik. Das Aggregat erzeugt aus sieben Liter Hubraum eine Maximalleistung von über 800 PS. Der Front-Mittelmotor gibt seine Power dabei ausschließlich an die Hinterachse weiter. Auf den Asphalt gelangt der Vortrieb dann über eine mächtig breite 345er-Rennbereifung von Michelin. Weitere Werte wie Sprintvermögen oder Höchstgeschwindigkeit hat der Hersteller bislang noch nicht bekannt gegeben.

Individuelles Fahrertraining ab 2016
Wenn man sich ab 2016 zu den auserwählten Kunden zählen kann, bekommt man mit dem Erwerb die Möglichkeit zu einem individuellen Fahrertraining. Dabei wird man auf der Rennstrecke vom Aston Martin Vantage S über den One-77 und den aktuellen Vantage GT4-Rennwagen bis hin zum neuen Aston Martin Vulcan geführt. Hat man es dann hinter das neue und oben offene Lenkrad geschafft, wird die Motorleistung vorerst mittels Schalter auf rund 500 PS heruntergeregelt. Damit soll wohl verhindert werden, dass die teuren Einzelstücke in der ersten Kurve nicht sofort zu Kohlefaser-Staub gemacht werden. Das Rennwerkzeug samt Fahrertraining wird nicht billig: Wir prognostizieren Kosten von etwa zwei Millionen Euro.

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