Limitiertes Hypercar zu Ehren des Lamborghini-Gründers

2016 wäre Ferruccio Lamborghini 100 Jahre alt geworden. Grund genug, zu Ehren des Firmengründers ein auf 40 Fahrzeuge limitiertes Sondermodell zu bauen, das gleichzeitig auch der stärkste Lamborghini aller Zeiten ist. Vorhang auf für den Carbon-Renner mit dem klangvollen Namen Centenario.

Brutale Rennwagen-Optik
Die Optik ist brachial. Das ganze Fahrzeug ist übersät mit Luftein- und Auslässen, Führungskanälen und Hutzen. Alles, um den Centenario bei Highspeed auf dem Boden und den Temperaturhaushalt dabei im Rahmen zu halten. Lange niedrige Überhänge lassen den Wagen wie ein Le-Mans-Fahrzeug wirken. Kanäle in den Scheinwerfergehäusen und Seitenschürzen führen die Luft zum Motor. Die Aerodynamik wirkt sehr komplex, dafür kommt der Centenario aber ohne störendes Spoilerwerk aus. Ungleichmäßige Radkästen, kühlluftoptimierte Felgen und ein gigantischer Diffusor am Heck sind weitere Zeugen des großen Aerodynamik-Aufwandes am neuen Sondermodell.

V12-Herz mit massig Leistung
Ganz besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf den Motor des Centenario. Der V12-Sauger wurde auf eine Leistung von 770 PS gebracht und ist damit der kraftvollste Motor, der je in einem Lamborghini verbaut wurde. Der Drehzahlbegrenzer wurde von 8.350 auf 8.600 U/min angehoben. Die Fahrleistungen sind beeindruckend: In 2,8 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, nach 23,5 Sekunden stehen 300 km/h auf der Uhr und Schluss ist erst bei über 350 km/h. Großen Anteil an diesen Zahlen haben neben dem Motor auch das Gewicht von lediglich 1.520 Kilogramm – Carbon-Monocoque sei Dank – und der permanente Allradantrieb. Neu im Centenario ist die mitlenkende Hinterachse, die das Fahrzeug bei niedrigen Geschwindigkeiten agiler und bei hohen Tempi stabiler machen soll.

Carbon auch im Cockpit
Im Centenario sitzen die beiden Passagiere in Carbon-Schalensitzen. Auch die Türverkleidungen bestehen aus dem leichten Material, sind allerdings teilweise mit Alcantara bezogen. Das Infotainment-System mit 10,1-Zoll-Touchscreen unterstützt neben diversen Internet-Applikationen auch Apple- und Android-Smartphones. Dass der Centenario auch für die Rennstreckennutzung gedacht ist, zeigen das Helmfach in der Front, das Telemetriesystem und die beiden Onboard-Kameras zur Aufzeichnung von Rennstreckenfahrten.

Leider schon ausverkauft
Lamborghini scheint beim Centenario mal wieder alle Register gezogen zu haben. Nur schade, dass bereits alle 40 Exemplare – 20 Coupés und 20 Roadster – verkauft sind. Aber bei einem Preis von rund 2,1 Millionen Euro hätten wir mit der Bestellung ohnehin noch einige Jahr(zehnt)e warten müssen. Alle Normalsterblichen können den Centenario auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2016) bewundern.

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