Was passiert, wenn man einen Alfa 4C und einen Fiat 500 kreuzt?

Den kleinen Fiat 500 aufzumöbeln, war im Italien der 1960er-Jahre fast eine Art Volkssport. Am meisten wird das Frisieren des ,Cinquecento" mit Abarth verbunden, doch auch andere Firmen hatten ihre Klientel. So etwa Giannini in Rom: 1920 gegründet, wandte man sich ab 1963 dem Tuning zu und schuf giftige Fiat-Modelle, die heute jedoch nur noch Kenner auf dem Schirm haben. Gianinni existiert heute noch, ist aber nur noch im Servicebereich tätig. Als Hommage wird nun auf dem Autosalon im Turiner ,Parco Valentino" (7. bis 11. Juni 2017) ein sagenhafter Kraftzwerg vorgestellt. Sein Name Giannini 350 GP.

Dicker Hintern mit neuem Inhalt
Die Modellbezeichnung ist Programm, denn insgesamt werden 350 PS auf die Hinterräder losgelassen. Moment mal, Hinterräder? Richtig gelesen. Um den leistungsgesteigerten Turbo-Vierzylinder aus dem Alfa Romeo 4C im Ausgangsprodukt Fiat 500 zu versenken, hat man den Cinquecento-Po aberwitzig verbreitert. Lüftungsschlitze sind inklusive, schließlich besitzt dieser 500er wie sein Urahn einen Heckmotor. Und da man eh schon die gesamte Optik modifiziert, besteht die Karosserie aus Kohlefaser.

Happiger Preis
Spaßig klingt die ganze Chose allemal, zumal ein Allradantrieb nicht vorhanden ist. Für eine halbwegs zivile Fahrbarkeit sorgen Pushrod-Dämpfer von Öhlins, 19-Zoll-Felgen mit passender Bereifung, große innenbelüftete Scheibenbremsen und Sechs-Kolben-Bremssättel. Verantwortlich für den Monster-Fiat ist die Turiner Firma ,Gram Torino Engineering". 100 Exemplare des Giannini 350 GP sollen gebaut werden. Der Stückpreis? 150.000 – nicht Lire, sondern Euro. Und zwar ohne Sonderwünsche.

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