Die einsame Spitze

Der kleine Rennkurs hier in Goodwood hat es in sich: Kurven, die zumachen, eine Schikane und Höhenunterschiede. Er sieht harmloser aus, als er ist – im Gegensatz zu unserem Gefährt, das wir über die aus den 30er-Jahren stammende Strecke jagen: ein Lexus LFA mit 560 PS aus zehn Zylindern. Nur 500 Exemplare werden gebaut, Deutschland bekommt 14 – jeder Interessent musste 125.000 Euro anzahlen. Beinahe alle Bauteile wurden speziell für dieses Fahrzeug neu entwickelt, das geht bis zu den Reifen und der Klima- sowie Musikanlage. Uns interessiert natürlich, wie sich Lexus emotionalstes Fahrzeug auf der Strecke macht.

Dramatisch und flach
Dass der LFA zur Lexus-Familie gehört, sehen wir am ehesten an seinem L-Logo an der Front. Ansonsten hat der Renner alles, was ein Supersportler so an Optik braucht: Er ist flach mit einer Bodenfreiheit von nur 11,5 Zentimeter und hat einen voll verkleideten Unterboden, riesige Lufteinlässe an der Front und einen gigantischen Kühlergrill am Heck. Die Außenspiegel sind an ihrer Innenseite so geformt, dass sie Luft zu den Öffnungen oberhalb der Hinterachse leiten. Der Spoiler am Heck fährt bei 80 km/h automatisch aus und bei 40 km/h wieder ein – aber er lässt sich auch auf Knopfdruck aus seiner Mulde locken. So etwas wie ein zweiter Spoiler schließt die Lücke, die der Haupt-Spoiler im Heck hinterlässt. Dank einer am Ende des Spoilers sitzenden Gurney Flap, also einer nach ihrem Erfinder Dan Gurney benannten Abrisskante, erhöht sich der Anpressdruck ...