Geflügelter Traum: Lamborghini Murciélago LP640 im Test

Ich habe keine Angst vor hohen PS-Zahlen, vor rasanten Flitzern und Rennboliden. Ich bin schon einige Supersportwagen gefahren. Und dennoch habe ich beim ersten Kontakt mit dem Lenkrad des Lamborghini Murciélago LP640 feuchte Hände. ,Passen Sie am Anfang ein bisschen auf", warnt mich Claudia Schneider von der Lamborghini-Pressestelle, als sie mir den Schlüssel für den gelben Boliden überreicht.

Tacho reicht bis 360 km/h
Ich passe also folgsam auf, zunächst als ich die Flügeltür des Lamborghini nach oben schwinge, um mich kurz darauf tief in den straffen Ledersitz fallen zu lassen. Dabei registriere ich Details im Cockpit: Der rote Bereich des Tourenzählers beginnt bei 8.500 Umdrehungen und der Tacho reicht bis 360 km/h. Am meisten beeindruckt mich der Schalthebel: Er besteht aus einer Metallkugel mit einem Stab darunter.

640 PS aus 6,5 Litern
Noch steht der Lambo da, als wolle er die Straße fressen. Wie ein geduckter Keil wartet er darauf, gierig loszusaugen. Im Heck powert das kräftige Dutzend unter einer Glashaube: Ein Zwölfzylindermotor, der im Vergleich zum Vorgänger mehr Leistung aus mehr Hubraum zieht. Sage und schreibe 640 anstelle der 580 PS kommen aus nun 6,5 statt 6,2 Litern.

Riesen-Auspuffende
Dass da jede Menge Abgas raus kommt, zeigt das immense Endrohr in der Mitte: Früher hätten da Kleinwagenhersteller eine Klappe dran gemacht und es ,Kofferraum" genannt. Dass der Lambo insgesamt 2,05 Meter breit ist, glaubt man bei der Heckansicht ohne Zweifel. Gegen die 335...