Test Ford Fiesta ST (2018): Kann das Spaß-Hot-Hatch auch Alltag?

Wer ist dieser kleine blaue Kamerad?

Das ist der neue Ford Fiesta ST. Sein Vorgänger (vor allem der ST200) ist bekanntermaßen ein reichlich wilder Hund und setzte Maßstäbe beim bezahlbaren Fahrspaß. Wir lieben den kleinen Racker für seine fast schon grenzwertige Verspieltheit und würden ihn in der reinen Dämliche-Grinser-pro-Euro-Rechnung einem VW Polo GTI oder dem aktuellen Renault Clio R.S. jederzeit vorziehen. 

Der neue ST tritt also in ziemlich gewaltige Fußstapfen und Ford hätte es sich ziemlich leicht machen können, indem sie einfach alles so gelassen hätten, wie es war. Haben sie aber nicht. Klar, der neue ST sieht anders und auf etwas verschrobene Weise erwachsener aus. Aber die größte (und mutigste) Änderung findet unter dem neugeformten Häubchen statt. Jap, der Ober-Fiesta hat jetzt nicht mehr vier, sondern nur noch drei Zylinder. Einer davon kann sich sogar abschalten. 200 PS und 290 Nm quetschten die Ingenieure trotzdem irgendwie aus dem 1,5 Liter kleinen Motörlein. 

Dazu kommt ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorne und Verbundlenkerachse hinten. Erstmals gibt es nun auch in einem Fiesta ST die unvermeidlichen Fahrmodi (Normal, Sport und Track) und wenn Sie das 1.100 Euro teure Performance-Paket buchen, kriegen Sie neben einer Launch Control auch eine Vorderachssperre. Keine halbgare elektronische Lösung wohlgemer...