Elektroauto und Anhängelast: Die Top-Modelle 2025
Welche E-Autos sind die besten Zugfahrzeuge? Große SUVs führen die Liste an, doch auch einige Kompaktstromer bieten gute Werte
Die Frage, ob Elektroautos als Zugfahrzeug taugen, wird immer relevanter. Als grobe Daumenregel gilt: Je größer und schwerer ein Stromer, desto höher ist die zulässige Anhängelast. An der Spitze stehen große SUV-Modelle mit Allradantrieb, da neben dem Gewicht auch die Traktion entscheidend ist.
Fahrzeuge wie der BMW iX oder der Kia EV9 und der Hyundai Ioniq 9 können bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Diese Werte beziehen sich auf gebremste Anhänger und reichen auch für die meisten großen Wohnwagen. Auch der Audi Q6 e-tron eignet sich mit 2,4 Tonnen ebenfalls für viele Hänger. Das (derzeit nicht konfigurierbare) Tesla Model X bewältigt bis zu 2,3 Tonnen, der Volvo EX90 und der Polestar 3 als Allradler bis zu 2.200 Kilogramm.
Beim BMW i5 ermöglicht der Allradantrieb 2.000 Kilogramm. Die Antriebsart spielt oft eine entscheidende Rolle für die maximale Zuglast: Bei Modellen wie dem VW ID.4, dem Audi Q4 e-tron oder dem Mercedes EQA ist die Anhängelast der Allradversionen mit bis zu 1.800 Kilogramm deutlich höher als bei den Heckantriebsvarianten, die oft nur 1.000 Kilogramm schaffen.
Immerhin 1.600 Kilogramm dürfen Modelle wie der Hyundai Ioniq 5 oder der BMW i4 ziehen. Eine positive Überraschung in der Kompaktklasse ist der Smart #1, der außer in der Basisversion ebenfalls 1.600 Kilogramm bewältigt. Der Polestar 2 schafft 1.500 Kilogramm, das Tesla Model 3 hingegen nur 1.000 Kilogramm. Viele andere kompakte Elektroautos wie der Renault Scenic Electric mit 1.100 Kilogramm erlauben jedoch deutlich weniger oder sind gar nicht für den Anhängerbetrieb zugelassen. Beim VW ID.3 ist die verfügbare Kupplung beispielsweise nur für Fahrradträger geeignet.
Ein wesentlicher Aspekt beim Ziehen eines Anhängers mit einem Elektroauto ist der stark erhöhte Stromverbrauch. Die Reichweite kann je nach Gewicht und Luftwiderstand des Anhängers sowie der gefahrenen Geschwindigkeit um rund die Hälfte sinken. Eine weitere Herausforderung stellt das Aufladen dar: Die meisten Ladesäulen sind so konzipiert, dass ein Gespann den Fahrweg blockieren würde. Oft ist ein umständliches Abkoppeln des Anhängers unvermeidbar.
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