Flugrekorder-Aufzeichnungen: Corvette ZR1 im Test

Das pittoreske Altstadt-Zentrum ist nur für Anlieger frei, aber auch rund herum winden sich jede Menge enger Pflasterstein-Sträßchen um historische Häuschen. Hier am Rhein in der Nähe der bei Weinliebhabern bekannten Stadt Nierstein frönen wir einem Genuss, der alles andere als süßlich sein wird: Wir fahren die Corvette ZR1. Der 647-PS-Straßenfeger ist die sportlichste Serien-Corvette, die bisher über den Planeten Erde fliegt. Und erstmal fummeln wir uns mit dem Supersportler durch von Touris bevölkerte Tempo-30-Zonen.

Karbon, Aluminium, Glasfaser
Corvette gleich Plastik-Bomber? Wer das sagt, liegt in Sachen ZR1 daneben. Das Chassis besteht aus Aluminium und die Motorhaube aus Karbon. Das Kompressor-Triebwerk sehen wir auch bei geschlossener Haube: Ein Sichtfenster aus hitzebeständigem Spezial-Kunststoff gibt den Blick auf den Smallblock frei. Über uns wölbt sich das leichte Double-Bubble-Dach aus Sichtkarbon und auch der Rest der Karosserie ist rostbeständig: Nur Glasfaser- und Karbonteile führen den Wind um unseren Wagen herum. Den Unterschied zu den etwas ,zahmeren" Corvette-Modellen C6 und Z06 machen neben dem Fenster zum Motor auch noch die großen Doppel-Luftauslässe hinter den Vorderrädern und die zarte Heckspoiler-Lippe aus.

Bequeme Kabine
Was die Amerikaner einfach nicht mögen, ist drangvolle Enge. Das spiegelt sich in ihren Autos wieder und diese raumgreifende Lebenseinstellung macht auch vor dem einzigen amerikanischen Serien-Supersportler nicht halt: Wir steigen ...