Der gewaltige Cadillac CTS-V im Test

Wo bekommt man so etwas heute noch? 6,2 Liter Hubraum und einen Kompressor – ganz nach dem Motto: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum. Wie recht doch diese alte Weisheit hat, die noch aus besseren Tagen des Motorbaus stammen muss. Gut, dass es Cadillac gibt. Die bringen nämlich entgegen aller Downsizing-Trends jetzt den gewaltigen CTS in der dritten Generation als V-Version nach Deutschland. Unter der Haube: ein sehr beeindruckender V8-Motor. Wir haben die Wuchtbrumme aus den USA getestet. Oder sollte man besser sagen ,gebändigt"?

Innenraum mit Carbon und Jetfighter-Anlehnung
Die Bedingungen? Zwei Grad Außentemperatur und Nebel – es gibt berechtigte Sorgen um die Pneus auf der Hinterachse, werden doch in Kürze nicht weniger als 649 hungrige Pferde über sie herfallen. Wir machen es uns in den tief montierten optionalen Recaro-Sportsitzen bequem. Der Innenraum punktet mit einem Mix aus Mikrofaser-Velours und Leder. Kohlefaser-Verkleidungen in matter Optik spiegeln die Carbon-Komponenten außen am Fahrzeug wieder. Einen Knopfdruck später erwacht der V8 – übrigens bis auf kleine Details der gleiche wie in der aktuellen Corvette – mit einem lauten Grollen zum Leben. Der Schalthebel will mit Nachdruck in die ,D"-Position gebracht werden, dann kann es losgehen. Witzige Idee: Wie der Feuerknopf auf dem Joystick eines Kampfjets ist der Schalter für den manuellen Modus beim CTS-V oben auf dem Schaltknauf positioniert.

Amerikanischer Riese mit gelegentl...