Test Seat Leon Cupra – der schnellere GTI

Es gibt Autos, bei denen weiß man schon nach fünf Minuten Fahrt, dass man sie nicht mag. Aussteigen, abschließen, brauche ich nicht. Man sitzt schlecht, die Schaltung ist nervig, Gas und Kupplung passen nicht zusammen, zu straff, zu schaukelig, so in der Art.

Komfort oder Sport?
Anders beim Seat Leon Cupra, ganz anders. Man fährt fünf Minuten und weiß: Den würde man gerne behalten. Und zwar für immer. Dafür gibt es eine ganze Menge Gründe, die wichtigsten drei zuerst: Erstens ist der Wagen beim normalen Fahren so leise wie eine große Limousine. Zweitens kann er richtig abgehen und vollkehlig röhren, wenn man Gas gibt. Und drittens ist das adaptive Fahrwerk ziemlich Klasse – es ist auf der Autobahn sehr komfortabel, aber auf der Rennstrecke straff genug, um beherzt in die Kurven zu gehen, trotz der bis zu 280 PS, die auf die Vorderachse einpeitschen.

Geräumiger Fünftürer
Dass man gut in dem Auto sitzt, ein fettes Sportlenkrad in der Hand hat und die Bedienung intuitiv ist, macht die Sache nicht schlechter. Außerdem nett: Pedale und Einstiegsleisten aus Aluminium und ein Ambientelicht mit LEDs in den Türpaneelen. Zudem ist der getestete Fünftürer geräumig.

Gefälliges Äußeres
Doch fangen wir von vorne an: Der im Herbst 2012 vorgestellte Seat Leon der aktuellen Generation hat sich zum Glücksfall für die spanische VW-Tochter erwiesen. Das schnittige, aber nicht überzogene Design kommt bei den Kunden in ganz Europa an, wo Seat mit 80 Prozent Verkaufsanteil seinen Fokus hat. Zude...