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Tatsächlicher Verbrauch: Audi Q3 e-hybrid im Test

Wie viel Sprit verbraucht die 272 PS starke Plug-in-Hybrid-Version im realen Verkehr?

Audi Q3 Plug-in-Hybrid (2026) an der tankstelle
Bild von: Motor1 Italy

Seit einigen Monaten ist die dritten Generation des Audi Q3 erhältlich. Zu den Neuheiten gehört der Plug-in-Hybrid-Antrieb. Dabei wird ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit vier Zylindern mit einem E-Motor zu einer Systemleistung von 272 PS kombiniert. Diese Version habe ich für meinen wöchentlichen Verbrauchstest ausgewählt.

Wie viel verbraucht der neue Audi Q3 e-hybrid im realen Verkehr und wie viele Kilometer fährt er rein elektrisch? Die Antwort ist schnell gegeben: Auf unserer 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì erzielte das Plug-in-SUV einen guten Schnitt von 3,35 Liter/100 km und verursachte Reisekosten von 26,75 Euro (21,43 Euro für Benzin und 5,32 Euro für Strom). Im reinen Elektromodus, beim Verlassen Roms mit vollständig geladener Batterie, schaffte er beachtliche 112 km – ein Ergebnis, das zu den besten in dieser Klasse zählt.

Audi Q3: Die Testdaten

Ausstattung Audi Q3 e-hybrid 200 kW S tronic S line edition
Grundpreis in Italien 56.800 Euro
Testdatum 14. April 2026
Wetter (Start / Ziel) Heiter – Regen, 23 Grad / Regen – Bewölkt, 15 Grad
Kraftstoffpreis 1,777 Euro/Liter (Benzin)
0,27 Euro/kWh (Strom)
Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì 75 km/h
Reifen Continental EcoContact 6Q
255/40 R20 97V R0
(EU-Label: C, A, 72 dB)

Audi Q3: Der Testverbrauch

Im Alltagsbetrieb mit dem Audi Q3 erzielte ich mit voll geladener Batterie elektrische Reichweiten, die meist nahe 90 km lagen – mit Spitzen bis 130 km auf idealen Überland-Etappen. Möglich macht das die Batterie mit 19,7 kWh Nettokapazität. Sehr praktisch ist zudem die Möglichkeit zum DC-Schnellladen.

Audi Q3 (2025)

Audi Q3 e-hybrid: Ein hervorragendes Reiseauto, das viele Kilometer rein elektrisch fährt

Bild von: Audi

Fährt man hingegen mit leerem Akku, schaltet sich der Benzinmotor häufig zu – und der Kraftstoffverbrauch erhöht sich spürbar, vor allem auf der (italienischen) Autobahn. In der gemischten Nutzung in der Stadt und auf der Landstraße bleibt der Verbrauch dagegen im Rahmen. Der 45-Liter-Benzintank sorgte stets für Reichweiten von über 600 km – mit Spitzen von über 1.000 km im Spritspartest.

Audi Q3: Verbräuche

Strecke Verbrauch und theoretische Reichweite
  • Mischbetrieb (Stadt und Landstraße)

5,9 Liter/100 km
760 km theoretische Reichweite
(Italienische) Autobahn
  • 7,1 Liter/100 km
    630 km theoretische Reichweite
Spritspartest
  • 4,0 Liter/100 km
    1.125 km theoretische Reichweite
Bordcomputer-Anzeige 3,5 Liter/100 km
An der Tankstelle bestimmter Verbrauch 3,2 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten 3,35 Liter/100 km
Elektrische Reichweite beim Verlassen von Rom 112 km

Audi Q3: Daten des Testfahrzeugs

  • Antrieb: Plug-in-Hybrid (Benzin, 1.498 cm³)
  • Systemleistung: 272 PS
  • CO2-Emissionen (WLTP): 48 g/km
  • Hbgasnormomologation: Euro 6E-BIS

Audi Q3: Spritkosten

Kosten Kosten
Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) 26,75 Euro
(21,43 Euro Benzin + 5,32 Euro Strom)
Monatliche Kosten (800 km pro Monat) 47,62 Euro
(ohne Stromkosten)
Reichweite mit 20 Euro 336 km
(ohne Stromkosten)
Reichweite mit einer Tankfüllung 1.346 km

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Audi Q3: Verbrauch der Konkurrenten

Im Ranking unserer Testergebnisse reiht sich der neue Audi Q3 e-Hybrid knapp außerhalb der Top 10 ein, gehört aber noch zu den besten Kompakt-SUVs. Er positioniert sich vor dem Jaecoo 7 Super Hybrid (3,45 Liter/100 km), dem Ford Kuga 2.5 Plug In Hybrid (3,55 Liter), dem BMW X1 xDrive25e (4,05 Liter), dem Cupra Terramar VZ 1.5 e-Hybrid DSG 272 PS (4,30 Liter), dem Kia Sportage 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT (4,95 Liter) und dem Alfa Romeo Tonale Plug-in-Hybrid Q4 (5,00 Liter). 

Audi Q3 e-hybrid 2025
Bild von: Audi

Die einzigen anderen Kompakt-SUVs mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, die weniger verbrauchten als der neue Audi, waren der schon etwas ältere Toyota RAV4 Plug-in (3,25 Liter/100 km), der VW Tiguan 1.5 TSI eHybrid DSG (3,10 Liter) und der Kia Niro 1.6 GDi Plug-in Hybrid DCT (3,10 Liter).

Audi Q3: Was mir gefallen hat – und was nicht

Das Testfahrzeug war ein italienischer Audi Q3 e-hybrid 200 kW S tronic S line edition. Das ist das Topmodell, das serienmäßig bereits S-line-Exterieurdetails, 19-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten, Sportsitze mit schwarzem Stoffbezug, das Audi virtual cockpit Plus (11,9 Zoll), das MMI-Panoramadisplay (12,8 Zoll), eine Einzonen-Klimaautomatik, einen Abstandstempomat (ACC) und eine Rückfahrkamera mitbringt.

Audi Q3 (2025)

Audi Q3: Das Cockpit

Bild von: Audi

Durch Extras wie 20-Zoll-Leichtmetallräder, Perleffektlackierung in Daytona-Grau, Matrix-LED-Scheinwerfer, das Tech-Pro-Paket, ein Sportlenkrad, das "Optikpaket schwarz" sowie dem S-line-Interieur steigt der italienische Listenpreis auf 68.150 Euro.

Was mir gefällt Was mir nicht gefällt
Große elektrische Reichweite Nicht ganz vollständige Serienausstattung
Hervorragende Fahrdynamik und fast sportliches Fahrwerk Im Vergleich zu einigen Mitbewerbern etwas hoher Preis
Hochwertige Materialien und gute Ergonomie Bedienelemente hinter dem Lenkrad

Der Preis ist für ein Auto dieser Klasse nicht niedrig – auch wenn der Q3 sehr hochwertig gemacht ist, viel Technologie bietet und fahrdynamisch überzeugt. Besonders gefallen haben mir die gute Materialanmutung und der hohe Langstreckenkomfort. Weniger überzeugt hat mich die Vielzahl an aufpreispflichtigen Optionen sowie die Bedienung über die Bedienelemente hinter dem Lenkrad, die etwas Eingewöhnung verlangt.

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.