Opel Corsa Electric GS (2025): Bestseller unter Druck
Der Kleinwagen punktet mit agilem Fahrverhalten und guter Reichweite – bei Ladegeschwindigkeit und Infotainment zeigen sich die Jahre
Der Opel Corsa ist seit Jahren Deutschlands meistverkaufter Kleinwagen. Seit dem Facelift 2023 tritt die E-Version als Corsa Electric an und erhielt mehr Leistung und eine höhere Reichweite. Doch die Konkurrenz in der Welt der Elektroautos wächst schnell und neue, moderne Modelle wie der Renault 5 fordern den Bestseller heraus. Im Test muss der Rüsselsheimer zeigen, ob er seine Spitzenposition in einem immer anspruchsvolleren Marktumfeld noch verteidigen kann.
Äußerlich verleiht der Opel Vizor, die markentypische schwarze Frontblende, dem Corsa Electric ein moderneres Gesicht als dem Vorgänger. Die grundlegenden Proportionen des erfolgreichen Kleinwagens bleiben jedoch erhalten, was seine klassische Linie bewahrt. Im Innenraum macht sich das Alter der Plattform deutlicher bemerkbar. Das Infotainmentsystem und die digitale Instrumentierung wirken nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auch das Platzangebot im Fond und der Kofferraum mit 267 Litern sind eher begrenzt.
| Schnelle Daten | Opel Corsa Electric GS (2025) |
| Antrieb | Frontantrieb |
| Systemleistung / max. Drehmoment | 115 kW (156 PS) / 260 Nm |
| 0 - 100 km/h | 8,1 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km/h |
| Stromverbrauch / Reichweite (WLTP) | 14,2 kWh / 100 km / 429 km |
| Akku (netto) | 48,1 kWh |
| Max Ladeleistung / 20 - 80 Prozent | 100 kW / 26 Minuten |
| Preis | 31.885 Euro |
Auf der Straße überzeugt der Opel Corsa Electric mit seinem agilen und quirligen Fahrverhalten. Die Lenkung ist direkt und das Fahrwerk bietet eine gute Balance aus Dynamik und ausreichendem Komfort, was ihn zu einem angenehmen Begleiter in der Stadt und auf Landstraßen macht. Die Top-Version mit 115 kW (156 PS), angetrieben von einer 51-kWh-Batterie, sorgt für flotte Fahrleistungen und erreicht eine offizielle Reichweite von bis zu 429 Kilometern. Eine Basisversion mit 100 kW (136 PS) und einer 50-kWh-Batterie ist ebenfalls erhältlich.
Die größte Schwäche des Rüsselsheimers ist die Ladeleistung. Obwohl theoretisch 100 kW möglich sind, fällt die Geschwindigkeit an der DC-Schnellladesäule nach kurzer Zeit deutlich ab, was auf längeren Strecken zu ausgedehnten Pausen führt. Dieses Manko positioniert ihn eher als ein Fahrzeug für die Kurzstrecke und das bequeme Laden an der heimischen Wallbox. Angesichts neuer und preiswerter Konkurrenten, die teils modernere Technik und schnelleres Laden bieten, wird die Luft für den langjährigen Bestseller dünner.
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