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Kia: Opirus als Eintritt in die Oberklasse
Limousine mit großzügiger Ausstattung zum kleinen Preis

Fabian Grass 
Von: Fabian Grass
4. Dez. 2003 um 17:53 Uhr
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Neu-Ulm, 10. Dezember 2003 - Mit dem Opirus hat Kia erstmals eine Luxuslimousine auch außerhalb des koreanischen Heimatmarktes im Angebot. Das neue Modell steht auf der gleichen Plattform wie der XG350 der Schwestergesellschaft Hyundai und soll vor allem Käufer ansprechen, die ein günstiges Luxusauto suchen.
Elegantes Äußeres
Von außen betrachtet wirkt der knapp fünf Meter lange Opirus elegant und ansatzweise sogar dynamisch. Der verchromte Kühlergrill und die Seitenschutzleisten mit verchromten Einlagen setzen dezente Glanzpunkte. Die Formensprache der Doppelscheinwerfer hat einen deutlich schwäbischen Akzent.
Viel Platz im Innenraum
Hat man es sich in dem Oberklasse-Koreaner einmal bequem gemacht, kommen fast Wohnzimmer-Gefühle auf. Das Raumangebot ist sehr großzügig, auch die Passagiere im Fond verfügen über genügend Kopf- und Beinfreiheit. Die Sitze sind achtfach elektrisch verstellbar und so bequem, wie man sich das von einer Reiselimousine wünscht. Dabei verfügen sie bei normaler Fahrweise auch über ausreichenden Seitenhalt. Die Kopfstützen sind in der Höhe etwas knapp bemessen, größere Personen ragen deutlich über den oberen Rand hinaus. Die Bedieneinheiten sind trotz der großen Innenraum-Abmessungen gut zu erreichen.
Luxuriöse Ausstattung
Mit der serienmäßigen Ausstattung ist der Opirus für lange Fahrten gerüstet: Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik sorgt für angenehme Temperaturen an Bord. Auch der Tempomat kann auf langen Autobahnfahrten ein nützliches Feature sein. Das Navigationssystem verfügt über eine Anbindung an den digitalen Verkehrskanal TMC, dadurch können Routen an Verkehrsstörungen vorbei berechnet werden. Unter anderem auch serienmäßig: Lederausstattung, Einparksensoren und elektrisch verstellbare Sitze.
Großer Kofferraum
Auch der Kofferraum ist reisetauglich: 480 Liter Stauraum stehen für das Gepäck zur Verfügung. Die Ladekante ist mit 65 Zentimetern relativ niedrig, dadurch ist bequemes Be- und Entladen möglich.
Sehr dezente Geräuschkulisse
Besonders auf längeren Fahrten wirkt sich die niedrige Geräuschkulisse positiv aus. Der Motor ist auch bei 5.000 Umdrehungen sehr leise und vibrationsarm. Windgeräusche sind erst bei hohen Geschwindigkeiten wahrnehmbar. Auch von außen erinnert der Motorensound eher an eine Nähmaschine als an ein 203-PS-Triebwerk.
Komfort statt Sportlichkeit
Fast so unspektakulär wie der Sound ist auch die Beschleunigung mit dem Luxus-Kia. Das fast zwei Tonnen schwere Gefährt ist eben nicht auf sportliches, sondern auf komfortables Fahren ausgelegt. Mit einer Beschleunigung von null auf 100 km/h in 9,2 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h bewegen sich die Fahrwerte der 203-PS-Limousine aber durchaus in einem akzeptablen Bereich. Der Durchschnittsverbrauch des Aggregats wird von Kia mit 11,4 Litern auf 100 Kilometer angegeben.
Nahezu ruckfreie Schaltvorgänge
Anerkennung verdient das Fünfgang-Automatikgetriebe des Opirus. Die Schaltvorgänge sind hier selbst in hohen Drehzahlbereichen kaum wahrnehmbar. Auch im manuellen Modus gehen die Gangwechsel nahezu ruckfrei vonstatten. Sensoren für Drehzahl und Beschleunigung überwachen dabei die Gangwahl und greifen bei Bedarf in die Getriebesteuerung ein.
Schaukeliges Fahrwerk
Das Fahrwerk arbeitet mit Sensoren, die den Fahrzustand ständig überwachen und bei Schieflage den waagerechten Zustand per Dämpfereinstellung ausgleichen sollen. Trotz dieser elektronischen Hilfe ist die Seitenneigung des Fahrzeugs bei abrupten Lenkbewegungen sehr groß; ein gewisses Schaukeln ist ebenfalls festzustellen. Die Dämpfer können durch einen Druck auf den Sport-Knopf in der Mittelkonsole härter gestellt werden; diese Einstellung unterscheidet sich vom Normalzustand jedoch nur minimal.
Umfangreiche Sicherheitsausstattung
Der Opirus verfügt serienmäßig über ABS mit der elektronischen Bremskontrolle ABD. Auch die Traktionskontrolle TCS und das Stabilitätsprogramm ESP gehören zum Lieferumfang. Die passive Sicherheitsausstattung ist ebenfalls umfangreich. Serienmäßig sind acht Airbags verbaut: Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Seiten-Airbags vorne und hinten und durchgehende Kopf-Airbags. Zusätzlich ist der Kia mit aktiven Kopfstützen an den Vordersitzen ausgestattet.
Vergleichsweise viel Ausstattung für wenig Geld
Zu den Konkurrenten des 36.600 Euro teuren Opirus zählen unter anderem der Peugeot 607 und der Lancia Thesis. Der Peugeot kostet mit vergleichbarer Motorisierung 35.900 Euro. Hier kommen aber noch 1.900 Euro für ein Navigationssystem und 1.700 Euro für eine Lederausstattung dazu. Der Lancia mit dem 2,0-Liter-Motor und 185 PS kostet serienmäßig 35.200 Euro. Ein Navigationssystem ist hier für 2.300 Euro erhältlich, eine Nappaleder-Ausstattung kostet 2.950 Euro. Auch für eine Multizonen-Klimaanlage ist ein Aufpreis von 720 Euro fällig.
Preisliste
Kia Opirus 3.5 V6 EX
Grundpreis: 36.600 Euro
El. Schiebe- und Ausstelldach aus Glas 700 Metallic- oder Mica-Lackierung 400
Datenblatt
Motor und Antrieb Motorart V6-Ottomotor Hubraum in ccm 3.497 Leistung in PS 203 Leistung in kW 149 bei U/min 3.500 Drehmoment in Nm 298 Maße und Gewichte Länge in mm 4.979 Breite in mm 1.850 Höhe in mm 1.486 Radstand in mm 2.800 Leergewicht in kg 1.897 Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 220 Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 9,2 EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 11,4 Weitere Informationen 1/moreName 480 Liter 2/moreName 70 Liter
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