Klasse für die Kasse

Was geht ab? Diese Frage stellt sich auch Renault seit Längerem. Bezogen auf den Automobilmarkt ist die Antwort eindeutig: SUVs. Im sogenannten C-Segment (auch Golf-Klasse genannt) betrug der Crossover-Anteil im Jahr 2014 schon 27,7 Prozent, Tendenz steigend. Ganz klar: Wenn die Pizza immer dicker belegt wird, möchte auch Renault einen Teil davon abhaben. Möglich machen soll das der neue Kadjar.

Die neue Mitte
Kadjar-was? Die künstlich geschaffene Modellname hat eine furchtbar komplizierte Erklärung, die ich Ihnen an dieser Stelle ersparen möchte. Wenden wir uns den harten Fakten zu: Mit 4,45 Meter Länge ist der Renault Kadjar über dem Captur (4,12 Meter) angesiedelt, übernimmt aber einige optische Elemente vom kleinen Bruder, was speziell an der Frontpartie deutlich wird. Auch eine optische Verwandtschaft zum neuen Espace ist beim Kadjar nicht zu leugnen. Anders als man denken würde, soll der Kadjar nicht den 4,52 Meter langen Koleos ablösen. Dessen Nachfolger entsteht auf Basis des Nissan X-Trail (4,64 Meter) und wird so etwas höher positioniert.

Grüße aus Japan
Aber auch der Kadjar hat einen Nissan-Bruder, nämlich den Qashqai. Beide weisen den gleichen Radstand auf (2,64 Meter) und sind fast gleich hoch. Lediglich in der Länge ist der Qashqai acht Zentimeter kürzer. Zumindest im Fond profitiert der Renault kaum von seinem Bonus. Hier ist der Platz für die Beine zwar ausreichend, aber je nach Stellung der Vordersitze kann es eng werden. Für mehr Freude sorgt der Kofferrau...