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Dieser Ferrari von 1958 soll bis zu 5 Millionen Dollar wert sein

Das außergewöhnliche Ferrari 250 GT Cabriolet im Originalzustand kommt in Monterey unter den Hammer

Ferrari 250 GT Cabriolet Series I von 1958 von Pininfarina
Bild von: RM Sotheby's

Der Ferrari, über den bei der Monterey Car Week in diesem Jahr am meisten gesprochen wird, ist kein modernes Hypercar. Es handelt sich um einen Ferrari 250 GT Cabriolet Series I von Pinin Farina aus dem Jahr 1958, einen offenen Gran Turismo, der beim Auktionshaus RM Sotheby’s mit einer Schätzung von 4 bis 5 Millionen US-Dollar im Katalog steht.

Diese Zahl wirft für Sammler zwei Fragen auf: Was macht dieses 250 GT Cabriolet so besonders, und sind 5 Millionen US-Dollar überzogen oder im Einklang mit dem heutigen Ferrari-Markt? Wer sich bei einer dieser Fragen verschätzt, missversteht sowohl die Provenienz des Fahrzeugs als auch die Preislogik erstklassiger Auktionshäuser bei seltenen Ferrari aus Maranello.

Bildergalerie: 1958 Ferrari 250 GT Cabriolet Serie I von Pininfarina

Schätzung für den Ferrari von 1958 und Kontext der Monterey-Auktion

Der Ferrari 250 GT Cabriolet Series I von 1958 wird bei RM Sotheby’s in Monterey 2026 angeboten; die Auktion findet vom 13. bis 15. August im Portola Hotel & Monterey Conference Center statt. Im Katalog zählt der Wagen zu den bedeutendsten Losen der Auktion.

RM Sotheby’s schätzt den Wert auf 4 bis 5 Millionen US-Dollar und führt das Fahrzeug als das 18. von lediglich 40 gebauten Series-I-Cabriolets. Ursprünglich auf der New York Auto Show präsentiert, befindet sich der Ferrari heute in weitgehend originalem Zustand. Chassis, Motor, Getriebe und Hinterachse verfügen über matching numbers; hinzu kommen die Ferrari-Classiche-Zertifizierung und eine Auszeichnung in der Preservation Class beim Pebble Beach Concours d’Elegance 2023.

Nur eine kurze Liste der Monterey-Lose kommt bei der oberen Schätzung auf mehr als 5 Millionen US-Dollar. Mit 4 bis 5 Millionen zählt das Cabriolet von 1958 dennoch zu den Hauptattraktionen unter den straßenzugelassenen Ferrari. Im direkten Katalogumfeld moderner Maranello-Flaggschiffe wirkt seine Bewertung dabei keineswegs wie ein Ausreißer – sondern wie eine angemessene Einordnung für einen der seltensten und historisch bedeutendsten offenen Ferrari seiner Epoche.

Warum dieser Ferrari so selten ist – und wie sein Wert einzuordnen ist

Dieses 250 GT Cabriolet von 1958 sticht hervor, weil frühe offene Ferrari nur in sehr kleinen Stückzahlen gebaut wurden. Die Series-I-Modelle von Pinin Farina verbinden handgefertigte Karosseriearbeit mit einem 3,0-Liter-Colombo-V12 und einer Showcar-Historie, die den Auftritt in New York ebenso umfasst wie eine über lange Zeit dokumentierte Besitzgeschichte.

1958 Ferrari 250 GT Cabriolet Serie I von Pininfarina
Bild von: RM Sotheby's

Die lange Zeit außerhalb der Öffentlichkeit und der weitgehend unrestaurierte Zustand auf Preservation-Niveau machen den Wagen zu einem außergewöhnlich originalen Überlebenden. Ein neuer Besitzer kann ihn damit ohne Weiteres auf bedeutenden Concours-Veranstaltungen zeigen – statt ein Scheunenfund-Rettungsprojekt oder einen Restomod zu übernehmen.

Im Vergleich zu jüngeren Auktionsergebnissen erreichen 250 GT California Spider Preisregionen im zweistelligen Millionenbereich, während Werksrennwagen wie ein Ferrari 250 P von 1963 sogar auf Schätzungen von mehr als 15 Millionen US-Dollar kommen können. Vor diesem Hintergrund wirkt eine Schätzung von 4 bis 5 Millionen US-Dollar für ein straßenzugelassenes 250 GT Cabriolet ambitioniert, aber durchaus stimmig für einen der besten nicht im Rennsport eingesetzten Ferrari der 1950er-Jahre in Monterey.

Die Berichterstattung über einen besonderen Ferrari 250 GTO, der versteigert werden soll, unterstreicht, wie sehr Renngeschichte die Werte über die Schlagzeilen-Cabriolets hinaus nach oben treibt. Zugleich zeigen Vorschauen auf sieben seltene Ferrari, die 2026 in Monterey unter den Hammer kommen, dass Schätzungen von rund 3,7 Millionen bis 12 Millionen US-Dollar inzwischen zum normalen Bild gehören.

1958 Ferrari 250 GT Cabriolet Serie I von Pininfarina
Bild von: RM Sotheby's

Auf breiterer Marktebene zeigt unser Blick auf aktuelle Ferrari-Preisentwicklungen rund um die Marke von 550.000 Euro, wie weit "Einstiegs"-Ferrari im sechsstelligen Bereich von den Top-Losen in Monterey entfernt sind. Der Fahrbericht zum Ferrari Testarossa wiederum verdeutlicht, wie sich ältere Ferrari abseits des Auktionsscheinwerferlichts anfühlen.

Wer dieses Cabriolet von 1958 mit Blick auf eine Gebotskarte beobachtet, hat eine einfache Checkliste: die matching-numbers-Antriebseinheit bestätigen, die Unterlagen aus der Ferrari-Classiche-Akte prüfen und die Concours-Historie genau studieren. Denn bei einem Ferrari in dieser Preisklasse können kleinste Details bei Originalität und Dokumentation den Zuschlagspreis um Millionen verschieben.

Sammler, die dieses Chassis verpassen, werden bei Wohltätigkeitsauktionen und Sonderformaten weitere seltene Ferrari sehen, darunter Veranstaltungen wie die Charity-Auktion des Ferrari Daytona SP3. Doch dieses 250 GT Cabriolet von 1958 bleibt ein prägnantes Abbild dafür, wo die Werte erstklassiger Ferrari der 1950er-Jahre in Monterey im Jahr 2026 liegen.


Motor1 meint: Der Ferrari 250 GT Cabriolet von 1958 befindet sich im Originalzustand, kein Projekt und kein umgebautes Einzelstück. Bieter zahlen also in erster Linie für Originalität, Dokumentation und den direkten Zugang zu den wichtigsten Concours-Veranstaltungen. Der Zuschlag wird zeigen, ob der Markt diese zeitgenössische Authentizität inzwischen auf demselben Niveau bewertet wie neuere Blue-Chip-Ferrari.