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BMW i4 Cabrio (2028) erwischt: Endlich ein offenes Elektroauto!

Noch sind Strom-Cabrios selten, BMW scheint das bald ändern zu wollen

BMW i4 Cabriolet (2028) Erlkönig
Bild von: Automedia

Die Zeichen bei BMW stehen auf Veränderung, denn alles deutet darauf hin, dass das elektrische 4er Gran Coupé alias i4 im kommenden Jahr ohne einen direkten Nachfolger eingestellt wird. Doch Fans der Marke können aufatmen, denn exklusive Erlkönigaufnahmen aus München belegen eindeutig, dass eine offene Variante bereits in den Startlöchern steht.

Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld wird das neue i4 Cabriolet voraussichtlich im Jahr 2028 unter dem internen Entwicklungscode NA3 auf den Markt kommen. Damit erweitert das Modell die rein elektrische Neue Klasse innerhalb der 3er-Reihe, die nach der bereits gezeigten i3 Limousine sowie dem für nächstes Jahr geplanten i3 Touring weiter ausgebaut wird. Wie das gewohnte 4er Cabriolet mit Verbrennungsmotor wird auch der vollelektrische Nachfolger als vollwertiger Viersitzer konzipiert sein.

Bildergalerie: BMW i4 Cabriolet (2028) Erlkönig

Da das Fahrzeug von Grund auf als reines Elektroauto konstruiert wird, entfallen die typischen konstruktiven Einschränkungen herkömmlicher Verbrennerplattformen vollständig. Dies ermöglicht den Ingenieuren die Realisierung eines deutlich längeren Radstands, da die Räder weiter nach außen an die Fahrzeugecken gerückt und die Überhänge vorne wie hinten spürbar verkürzt werden können. Ein vergrößerter Abstand zwischen den Achsen führt typischerweise zu einem wesentlich großzügigeren Innenraumangebot, was insbesondere den Passagieren eines klassischen 2-plus-2-Sitzers im Fond zugutekommt.

Im Gegensatz zum früheren Klappdach der Baureihe F33 setzt das neue i4 Cabriolet konsequent auf ein klassisches Stoffverdeck, ganz nach dem Vorbild der aktuellen 4er-Generation. Obwohl die Meinungen bezüglich der optimalen Dachkonstruktion in der Automobilwelt geteilt sind, bevorzugen Fahrzeughersteller heute meist Textildächer, da diese ein signifikant geringeres Gewicht aufweisen. Zudem verbrauchen sie im zusammengeklappten Zustand deutlich weniger Platz im Kofferraum. Die verringerte mechatronische Komplexität führt darüber hinaus zu reduzierten Produktionskosten.

BMW i4 Cabriolet (2028) Erlkönig

BMW i4 Cabriolet (2028) Erlkönig

Bild von: Automedia

Stoffmütze aus Gewichtsgründen

Speziell der Gewichtsfaktor dürfte entscheidend sein, so wiegt die i3 Limousine bereits fast 2,3 Tonnen. Die technische Basis des neuen i3 bildet die sechste Generation der eDrive-Technologie (Gen6). Das Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb mit je einer E-Maschine an der Vorder- und Hinterachse. Die Systemleistung des 50 xDrive beträgt 345 kW (469 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 645 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird mit 4,7 Sekunden angegeben. Schwächere Varianten mit 320 PS und darunter sind bereits in Planung. 

Wenn das i4 Cabriolet schließlich zu den Händlern rollt, bedeutet dies nicht zwangsläufig das unmittelbare Ende für die offenen 4er-Modelle mit Verbrennungsmotor. Hier könnte BMW wie schon bei 3er/i3 zweigleisig fahren. Gerüchten zufolge wird die aktuelle Generation mit der Kennung G23 gemeinsam mit dem Hochleistungsmodell G83 M4 Cabriolet noch bis Mitte des Jahres 2029 im Werk Dingolfing vom Band laufen. Ob BMW dem neuen elektrischen Cabriolet auch eine vollwertige M-Variante zur Seite stellen wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abschließend sagen.

Kommen weitere i4-Derivate?

Parallel dazu erscheint die Verwirklichung des ebenfalls im Gespräch befindlichen i4 Coupés mit dem Werkscode NA2 überaus sinnvoll. Eine solche Modellvariante würde erhebliche Skaleneffekte mit sich bringen, da ein Großteil der Entwicklungskosten auf beide Derivate aufgeteilt werden könnte. Da diese Lifestyle-Modelle technisch eng mit der neuen i3-Familie verwandt sind, sind viele ihrer technischen Details und Eigenschaften im Grunde schon jetzt bekannt.