Ford, GM und Toyota spenden je $1 Million für Trumps Inauguration
Ford und GM spenden auch Fahrzeuge für die Amtseinführung
Ford und General Motors haben angekündigt, dass sie Fahrzeuge und Geld für die Amtseinführungszeremonie des gewählten Präsidenten Donald Trump zur Verfügung stellen werden. Die beiden Unternehmen spenden genau wie Toyota jeweils 1 Million Dollar (etwa 960.000 Euro) für die Veranstaltung.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Präsidenten um Spenden für ihre Amtseinführungsfeier bitten. Auf der Liste der Spender für Präsident Joe Bidens Amtseinführung im Jahr 2021 standen unter anderem Google, Microsoft, Boeing, Pfizer, AT&T und Uber. Biden sammelte etwa 61 Millionen Dollar für die Veranstaltung, die während der Pandemie stattfand. Trump sammelte 106,7 Millionen Dollar für seine Amtseinführung 2017.
Für die Automobilindustrie werden sich mit der neuen Regierung erhebliche politische Veränderungen ergeben. Trump hat damit gedroht, Zölle von 25 Prozent auf Einfuhren aus Mexiko, Kanada und China zu erheben. Alleine dieses Vorhaben könnte bereits einige deutsche Autohersteller betreffen. Audi, BMW und Volkswagen fertigen in Mexiko. Erst kürzlich hatte VW angekündigt, die Produktion des Golf nach Mittelamerika zu verlagern. Es gibt auch Berichte, dass Trump plant, die Steuergutschrift für Elektroautos zu streichen.
Laut dem Bericht von Reuters sagte Ford-CEO Jim Farley Anfang des Monats, er glaube, dass die Trump-Administration "an Fords Standpunkt" bezüglich möglicher politischer Änderungen interessiert sei. GM-CEO Mary Barra sagte vor einigen Wochen, sie habe das Gefühl, dass der Autohersteller und die Trump-Regierung "sehr zielorientiert" seien. Sie räumte jedoch ein, dass es zu Änderungen kommen werde.
Unterdessen klappert auch die deutsche Wirtschaft mit den Zähnen. Der angekündigte Zollsatz von mindestens zehn Prozent für alle Importe in die USA wäre für das Exportland Deutschland sehr herausfordernd. Laut Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) betrüge der Schaden für die gesamtdeutsche Wirtschaft je nach Szenario 130 bis 180 Milliarden Euro während Trumps vierjähriger Amtsperiode. Einen Großteil davon müssten wohl die hiesigen Automobilhersteller schultern.
Eine Konsequenz, um den Strafzahlungen zu entgehen, wäre eine Ausweitung der Produktion vor Ort. Damit würde sich eines von Trumps Wahlversprechen bewahrheiten: "Ich will, dass deutsche Autokonzerne zu amerikanischen werden."
Zur Wahrheit gehört aber auch: BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verfügen bereits über große Autowerke in den USA. BMW ist mit seiner SUV-Fabrik in Spartanburg seit vielen Jahren sogar mit Abstand größter Autoexporteur der USA.
Quelle: Reuters, Detroit Free Press
Auch interessant
Toyota GR Yaris vs. Mini JCW: Kraftzwerge im Vergleich
Tatsächlicher Verbrauch: Alfa Romeo Tonale Diesel (2026) im Test
Off-Road total im Adventure-Look: Der Toyota Land Cruiser mit H&R-Höherlegungsfedern
Im Gelände-Boxster durch Skandinavien: Jenseits von Schweden
Toyota-Chef enthüllt größte Angst: „Alle steigen auf E-Autos um“
Fürchtet Euch! Der Ford F-150 Raptor R (2027) kommt offiziell nach Europa
Toyotas Fake-Schaltgetriebe für E-Autos könnte zu echt sein