Gibt es in der Automobilbranche noch Platz für ein weiteres Hypercar? Anscheinend schon! Das neuseeländische Unternehmen Rodin Cars hat jedenfalls den FZero entwickelt. Ein reines Rennfahrzeug. Aber eine Straßenversion ist ebenfalls geplant. Wir wissen nicht wie es Ihnen geht, aber wir denken bei diesem Batmobil-ähnlichen Ungetüm spontan an den seit gefühlten 1.000 Jahren in der "Entwicklung" steckenden Devel Sixteen aus Dubai ...

Ob am Ende also etwas aus den wilden Träumen von Rodin Cars wird? Wahrscheinlich ... nicht. Trotzdem wollen wir einmal einen Blick auf die hanebüchenen Daten werfen: Bei den Abmessungen des Einsitzers gibt es aber keine irrsinnigen Überraschungen. Der FZero soll 5,50 Meter lang, 2,20 Meter breit und nur 1,13 Meter hoch sein. Den Radstand gibt das Unternehmen mit glatten drei Metern an.

Bildergalerie: Rodin FZero (2023)

Beim Blick unter das Carbon-Chassis kommen erste Zweifel der Machbarkeit auf. Das Herzstück ist ein 4,0-Liter-V10-Motor mit Doppelturboaufladung, der als "revolutionär" bezeichnet wird. Es handelt sich um einen völlig neuen Motor, der in Zusammenarbeit mit Neil Brown Engineering entwickelt wurde und 986 PS bei 9.000 U/min und ein maximales Drehmoment von 910 Newtonmetern bei 7.250 U/min liefert. Der Motor dreht bis 10.000 Touren und überträgt seine Kraft über ein Ricardo-Getriebe mit acht Gängen auf die Straße. Der Verbrenner wird durch einen Elektromotor ergänzt. Die kombinierte Leistung wird mit 1.160 PS und 1.026 Nm angegeben. Oha.

Wir haben also viel Carbon, Magnesiumfelgen und leichte Bauteile in jedem Detail, aber eben auch ein relativ großes Fahrzeug und zwei Motoren. Trotzdem will Rodin Cars ein nasses Leergewicht von nur 698 Kilogramm für den FZero erreicht haben. Zum Vergleich: Selbst aktuelle Formel 1-Autos sind (natürlich Reglement-bedingt) inklusive Fahrer schwerer. Und hier entwickeln internationale Teams an den Fahrzeugen. Jahrelang. Oder nehmen wir den neuen Mercedes-AMG One als Beispiel, der nur so vor F1-Technik strotzt. Selbst er bringt nach 5 Jahren Entwicklungszeit mit 1,7 Tonnen Leergewicht 1.000 ganze Kilogramm mehr auf die Waage.

Rodin Cars will bis Ende 2022 dennoch einen voll funktionsfähigen Prototyp gebaut haben, um den behaupteten Abtrieb von 4.000 Kilogramm und auch die prophezeite Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h zu testen.

Nur 27 Personen werden in den Genuss der immensen Hybridleistung des Rodin FZero kommen. Wenn es mit dem Prototyp des Hypercars klappt und wenn dann in allen anderen Schritten nichts mehr schief geht. Die ersten Fahrzeuge sollen laut ambitioniertem Zeitplan im nächsten Sommer fertiggestellt werden. Der Preis? 1,8 Millionen Pfund oder fast 2,1 Millionen Euro bei den derzeitigen Wechselkursen.