Autowerbung in Frankreich muss umweltfreundliche Alternativen zeigen
Indem öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad genannt werden, will das Land den CO2-Ausstoß senken ...
Die Autowerbung in Frankreich wird ab März 2022 ein wenig anders aussehen. Unsere Nachbarn haben ein Gesetz verabschiedet, das die Autohersteller verpflichtet, in ihren Anzeigen auf alternative und umweltfreundliche Verkehrsmittel hinzuweisen. So sollen die Bemühungen zur Verringerung von Umweltverschmutzung und Emissionen unterstützt werden.
Frankreich erlaubt es den Autoherstellern, aus den drei folgenden Werbebotschaften auszuwählen ...
- "Ziehen Sie Fahrgemeinschaften in Betracht."
- "Nehmen Sie für den täglichen Gebrauch öffentliche Verkehrsmittel."
- "Gehen Sie für kurze Strecken zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad."
France 24 berichtet über Agence France-Presse(AFP) ebenfalls, dass das neue Gesetz für Fernseh-, Print-, Radio- und Internetwerbung gilt und sogar einen eigenen Hashtag besitzt – "#SeDeplacerMoinsPolluer" (Bewegen und weniger verschmutzen). Zusätzlich muss in der Autowerbung künftig auch die Emissionsklasse des Fahrzeugs angegeben werden.
Dem Bericht zufolge sind Autohersteller wie Hyundai und VW bereit, sich an das Gesetz zu halten. VW teilte der Publikation mit, dass es zusammen mit seiner Werbeagentur prüfen werde, wie die neue Gesetzgebung am besten eingehalten werden kann. Die Nichteinhaltung des Gesetzes kann zu einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro führen.
Die neue Regelung tritt ab dem 1. März in Kraft und ist die jüngste Gesetzgebung des Landes zur Regulierung von Kraftfahrzeugen. Schon etwas länger gilt in französischer Autowerbung, dass Fahrzeuge immer nur auf befestigten Untergründen gezeigt werden dürfen. Träumerische SUV-Werbung, die Autos auf Waldwegen oder am Strand zeigt, ist dadurch nicht möglich und die Menschen sollen so nicht auf dumme Gedanken gebracht werden.
Letztes Jahr hat Frankreich außerdem eine neue Benzinverbrauchssteuer für Geländewagen eingeführt sowie ein Gesetz erlassen, das bestimmte Autos aus den Innenstädten verbannt. Außerdem brachte das Land ein Gesetz auf den Weg, das ab 2028 ein vollständiges Verbot bestimmter Autos vorsieht, die eine bestimmte Menge Kohlendioxid ausstoßen.
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