Home

News

Green Cars

REE Automotive: Elektro-Plattformen wedeln autonom über die Rennstrecke

Israelisches Start-up stellt modulare Radnaben-Architektur für Lieferfahrzeuge vor

REE-Chef Daniel Barel sieht Chancen aufgrund des wachsenden Onlinehandels.

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

7. Okt. 2020 um 19:20 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Das israelische Start-up REE aus Tel Aviv stellt drei modulare Elektroauto-Plattformen vor. Dabei handelt es sich aber nicht nur um technische Konzepte, sondern schon um funktionsfähige Prototypen. Gedacht sind die Plattformen für Elektro-Lieferfahrzeuge.

Die Elektro-Plattformen bestehen aus zwei Teilen. REEcorner ist eine By-Wire-Technologie für Lenkung, Bremsen und Antrieb, bei der alle Komponenten des Antriebs, der Aufhängung und der Lenkung in Radnähe eingebaut werden - die Plattformen haben also Elektro-Radnabenmotoren. Zweiter Bestandteil ist das REEboard, das es ermöglicht, die EV-Plattform völlig flach zu gestalten - was den Nutzfahrzeug-Designern viel Freiheit bei der Karosseriegestaltung lässt.

In einem Video zeigt REE drei Fahrzeuge mit fast völlig flacher Oberfläche, die autonom einen Parkour auf der Rennstrecke absolvieren. Das sieht richtig putzig aus:

REE hat drei Plattformen namens P1, P2 und P4 entwickelt, die jeweils spezielle Nutzfahrzeug-Segmente abdecken:

Außerdem werden verschiedene REEcorner-Module angeboten. Von den vorgestellten Plattformen weisen zwei verschiedene REEcorner auf.

Mit der modularen und flexiblen Plattformarchitektur will REE die gestiegene Nachfrage nach Elektro-Nutzfahrzeugen nutzen, die durch den immer stärkeren Onlinehandel bedingt ist. Dieser Trend wird durch immer strengere CO2-Grenzwerte sowie die Covid-19-Pandemie weiter verstärkt, so REE. Daniel Barel, Mitbegründer und Chef von REE sieht außerdem Absatzchancen bei der "Mobilität als Dienstleistung" (MaaS, Mobility as a Service).

Mehr News aus dem Bereich Elektroantrieb:

Mercedes-Elektropläne: Plattformen EVA und MMA, AMG wird elektrifiziert

Polestar Precept: Elektro-Studie geht in Serie

Die Plattform von REE soll Nutzfahrzeugherstellern eine Grundlage für Elektrofahrzeuge bieten, "sei es ein völlig autonomes Lieferfahrzeug für die letzte Meile, ein geräumiger und dennoch kompakter Stadt-Shuttle oder ein flexibler Lieferwagen mit höherer Ladekapazität auf kleinerer Grundfläche", so REE-Chef Barel.

Einige Kunden wurden bereits gewonnen. So unterzeichnete REE im August 2020 ein Memorandum of Understanding mit Mahindra für eine Zusammenarbeit zur Entwicklung und Produktion von bis zu 250.000 Elektro-Nutzfahrzeugen. Als Partner wurde auch unter anderem die Mitsubishi Corporation gewonnen.

Bildergalerie: REE-Plattformen P1, P2 und P4

REE-Chef Daniel Barel sieht Chancen aufgrund des wachsenden Onlinehandels.

Quelle: REE

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Der nächste ID. Buzz soll billiger werden



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Audi-Elektroauto erzielt Rekord: 1.338 km mit einer Ladung



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Diese exzentrischen Stromer sind Saudi-Arabiens erste eigene Autos



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Elektrisches Mercedes-AMG GT 53 4-Türer Coupé hat „authentischen“ Sechszylinder-Sound