Zwei Mittelklasse-Limousinen im Vergleich

Der Polestar 2 startet diesen Sommer, das hat Polestar nun erneut bekräftigt. Die ersten Autos sind schon in Europa eingetroffen. Das in China bei Konzernpartner Geely gefertigte Elektroauto tritt gegen das Tesla Model 3 an, das zu den populärsten Elektroautos der Mittelklasse gehört. Wir vergleichen die beiden Modelle, stellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus und versuchen herauszufinden, welches Auto das bessere für welchen Zweck ist.

Sowohl das im Februar 2019 in Deutschland gestartete Model 3 als auch der im August startende Polestar 2 lassen sich als viertürige Stufenhecklimousinen (mit Kofferraumdeckel, keine große Heckklappe) einstufen. Beide werden rein elektrisch angetrieben.

Das Model 3 gibt es ab 44.970 Euro, den Polestar erst ab 57.900 Euro. Doch der Polestar hat einen 408 PS starken Allradantrieb, während das Basismodell des Tesla nur Hinterradantrieb und 325 PS hat. Besser vergleichbar ist die Tesla-Version "Long Range Dual Motor" mit 441 PS starkem Allradantrieb. Hier sind die Daten im Direktvergleich, die jeweils besseren Daten haben wir gefettet:

  Tesla Model 3 Long Range Dual Motor Polestar 2
Basispreis 54.770 Euro 57.900 Euro
Antrieb Allradantrieb Allradantrieb
Leistung 121+203 = 324 kW (441 PS) 300 kW (408 PS)
Drehmoment 163+330 = 493 Nm 660 Nm
0-100 km/h 4,6 Sek. 4,7 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 233 km/h k.A.
Akku (75 kWh laut Wikipedia) 78 kWh
Reichweite 560 km WLTP 470 km WLTP
Aufladen k.A. Supercharger möglich bis 11 kW AC, DC
Länge 4,69 Meter 4,61 Meter
Türen / Sitze 4 / 5 4 / 5
Kofferraum 542 Liter 440 Liter
Zuladung 433 kg k.A.
Auslieferung September 2020 August 2020

Beide Hersteller halten sich mit der Angabe von technischen Daten stark zurück. Doch anhand der vorhandenen Daten lässt sich sagen: Von der Papierform siegt das Model 3; vor allem bietet es deutlich mehr Reichweite und einen größeren Kofferraum. Doch auch die Innenraum-Anmutung spielt eine Rolle. Beide bieten einen großen Monitor in der Cockpitmitte; bei Tesla ist er im Querformat, bei Polestar ist er senkrecht angeordnet. Vieles beim Polestar-Interieur (zum Beispiel das Lenkrad) erinnert an Volvo.

Tesla Model 3 Innenraum
Polestar 2

Was die Ausstattung angeht, so hat der Tesla serienmäßig elektrisch einstellbare Vordersitze, Sitzheizung vorne und hinten, Navi, ein Premium-Audiosystem, elektrisch einklapp- und beheizbare Außenspiegel, 18-Zoll-Felgen, Abstandstempomat aktiver Spurhalteassistent. Optional für 6.300 Euro gibt es die volle Funktionalität des "Autopiloten".

Bildergalerie: Polestar 2 (2019)

Bei Polestar gibt es serienmäßig 19-Zoll-Alufelgen, Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Totwinkelassistent, Querverkehrswarner, 360-Grad-Rundumsicht-System, Antikollisionssystem, Verkehrszeichenerkennung, Parkpiepser vorne und hinten, Glasdach, "Pixel-LED-Scheinwerfer", Nebelscheinwerfer, Kurvenlicht, Sitzheizung vorne und hinten, Lenkradheizung, Premium-Audiosystem. Optional gibt es ein Performance-Paket für 6.000 Euro mit 20-Zoll-Rädern, Brembo-Bremsen, Öhlins-Stoßdämpfern und goldfarbenen Sicherheitsgurten. Die Serienausstattung des Polestar ist also offenbar besser.

Bildergalerie: Tesla Model 3