Er ist schon ab Werk nicht unbedingt das diskreteste SUV, aber dank Mansory wird die Sache jetzt völlig Banane

Der Genfer Autosalon ist nicht nur große Bühne für reguläre Autohersteller, auch die Tuner zeigen am Lac Léman gerne ihre neuesten Produkte. Vor allem Mansory haute hier in der Vergangenheit gerne mächtig auf den Putz. In diesem Jahr verhinderte das Coronavirus die Messe, was das Virus aber nicht verhindert, sind zahlreiche Ausschweifungen unseres "liebsten" Luxusveredlers.

Wenn Sie dachten, Mansorys neuer Audi RS 6 oder der Venatus auf Lamborghini-Urus-Basis wären bereits reichlich deftige Kost, dann kennen Sie die Herrschaften definitiv zu schlecht. Begrüßen Sie mit uns den neuen Rolls-Royce Cullinan "Coachline". 

Nun können Sie schon ab Werk problemlos mehr als 400.000 Euro ausgeben, wenn Sie sich den Cullinan Ihrer Träume zusammenstellen wollen. Die Möglichkeiten zur Individualisierung des opulenten SUVs erscheinen unerschöpflich. Unbegrenzt sind sie allerdings nicht, denn irgendwann kommt die Goodwooder Modepolizei (sprich: Rolls-Royce selbst) ins Spiel, um allzu waghalsige Kreationen zu verhindern. Ihr Geschmack ist einfach zu extravagant? Betreten Sie die Welt von Mansory!

Ein beinahe obszönes Bodykit mit Breitbau (!), reichlich Spoilern, Einlässen, Aufsätzen und sehr viel Carbon macht aus dem Cullinan ... nun ja ... das, was Sie hier eben sehen. 

Aber das Exterieur, so scheint es, ist nur das Vorspiel. Machen Sie die gegenläufig öffnenden Türen auf und Ihre Augen versinken in einer Schockwelle aus Türkis. Selbst der monumental gepolsterte Kindersitz konnte sich nicht mehr rechtzeitig aus dem Staub machen. 

Allerdings wurde nicht nur der Innenraum von dem gewagten Farbton überwältigt. Auch die vertikalen Streben des Kühlergrills und der Zierstreifen oberhalb der Türkante tragen nun die Trendfarbe der 80er. Zu allem Überfluss hat man sogar die stolze Spirit of Ecstasy türkis gebadet. Dass die gute Emily das nach 109 Jahren noch erleben würde, hätte sie wohl selbst nicht für möglich gehalten. 

Neben der Optik hat sich Mansory aber auch um die Mechanik des Cullinan gekümmert. Nach einem Upgrade leistet der 6,75-Liter-Biturbo-V12 nun 601 PS und 950 Nm. Das sind 30 PS und 100 Nm mehr als ab Werk und auch ein bisschen mehr als beim Cullinan Black Badge. So soll das Pomp-SUV nun in glatten 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und maximal 280 km/h schaffen. 

Wie viel es kostet, einen Rolls-Royce Cullinan in einen Mansory Cullinan Coachline zu verwandeln, ist nicht bekannt, aber es ist davon auszugehen, dass Interessenten ihre Geldbörsen ziemlich weit öffnen müssen. Acht Exemplare sollen insgesamt entstehen. 

Bildergalerie: Rolls-Royce Cullinan Mansory Coastline