Michelin Uptis: Mit dem luftlosen Autoreifen sind Reifenpannen passé
Prototyp wird auf der IAA 2019 gezeigt und soll 2024 in Serie gehen
Einen luftlosen Autoreifen zeigt Michelin auf New Mobility World im Rahmen der IAA 2019 (12. bis 22. September). Noch handelt es sich um eine Studie, doch soll der "Uptis" genannte Reifen laut Hersteller schon 2024 Wirklichkeit werden.
Obwohl Michelin selbst den Uptis als luftlosen Reifen bezeichnet, ist das eigentlich nicht ganz korrekt. Denn es handelt sich um eine Rad-Reifen-Kombination, bei der eine Aluminium-Felge fest mit der Gummilauffläche verbunden ist. Die widerstandsfähigen Speichen sorgen für ausgezeichnete Tragfähigkeit und wirken schwingungsdämpfend, so Michelin.
Uptis ist eine Abkürzung für Unique Puncture-proof TIre System. Der seriennahe Konzeptreifen vereine nahezu unfehlbaren Pannenschutz mit hervorragenden Fahreigenschaften, so Michelin. Mit dem luftlosen Michelin Uptis sollen Autofahrer nie wieder mit einer Panne durch Druckverlust liegen bleiben. Die Montage sei schnell und einfach. Danach ist logischerweise keine Luftdruckkontrolle und kein Aufpumpen mehr notwendig. Auch die Energieeffizienz soll mit normalen Reifen vergleichbar sein. Der Michelin Uptis ist laut Michelin ebenso belastbar wie ein Luftreifen.
Weiterer Vorteil: Der Uptis widersteht problemlos Anprall- und Stichverletzungen. Aktuell werden pro Jahr rund 200 Millionen Reifen ausgetauscht, obwohl sie noch längst nicht das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, so Michelin. Grund dafür sind Beschädigungen, die auf zu niedrigen Reifendruck oder Druckverlust nach einer Stichverletzung zurückgehen. Das ist mit dem luftlosen Michelin Uptis kein Thema mehr.
Ebenfalls auf dem Michelin-Messestand ist der schon 2017 präsentierte Vorgängerreifen namens Vision Concept zu sehen. Dabei handelte es sich um einen luftlosen, recycelbaren und im 3D-Drucker hergestellten Reifen. Der Uptis basiert auf dieser Studie.
Bildergalerie: Michelin Uptis: Konzeptstudie eines luftlosen Autoreifens
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