Schon vor mehr als 20 Jahren gab es Coupé-SUVs

BMW X4 und X6, Mercedes GLC Coupé und GLE Coupé und viele andere: Coupé-SUVs sind heutzutage gang und gäbe. Doch schon vor mehr als zwanzig Jahren hat Nissan eine heute vergessene Designstudie präsentiert, die diesem Konzept folgt. Wir stellen Sie Ihnen vor.

Name: Nissan Trail Runner

Premiere: 1997 Tokyo Motor Show

Daten: 1,8-Liter-Motor mit 185 PS, stufenloses Getriebe, Allradantrieb

Der Nissan Trail Runner war in erster Linie ein Coupé, allerdings eines mit großer Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und Allradantrieb. Auffällig ist der riesige Heckflügel. Zusätzlich gab es sogar noch einen Dachspoiler. Durch den klammerartig aufklappbaren Heckflügel konnten Skier und Snowboards auf dem Dach fixiert werden. Schon damals wollte man also möglichst jugendliche, sportliche Kunden haben, keine alten Säcke ...

Dazu kommt ein weiterer Hingucker am Heck: das Reserverad lugt zwischen den Auspuffendrohren hervor. Bei Bedarf konnte es in einer Art Schublade nach hinten herausgezogen werden. Das schwarzgelbe Cockpit sah ein wenig wie die Interieurs von Smart aus, was vielleicht kein Zufall ist, wenn man bedenkt, dass die Marke 1994 (also drei Jahre vor der Präsentation des Trail Runner) gegründet wurde. Ungewöhnlich war, dass etliche Bedienelemente in einem Holm untergebracht waren, der die Mittelkonsole mit dem Armaturenbrett verband.

Für den Antrieb sorgte ein 1,8-Liter-Motor mit einem "Neo-VVL-System". Darunter muss man sich eine dreistufige Ventilverstellung vorstellen (Variable Valve Lift). Wirklich in Aktion getreten ist dieser Motor allerdings nicht, denn in Serie ging die ungewöhnliche Nissan-Studie nie.

Bildergalerie: Nissan Trail Runner Concept (1997)