Ob es dafür eine Gewehr-Leistung gibt?

Kennen Sie das AK-47? Nicht? Na gut, spätestens bei Erwähnung des Namens Kalaschnikow dürfte jeder wissen, worum es geht. Das berühmt-berüchtigte Sturmgewehr ist mitsamt seinen Nachfolgern und Lizenzbauten die meistproduzierte Waffe der Welt, bis zu 100 Millionen Exemplare soll es geben. Mittlerweile zählt Kalaschnikow zu den größten Rüstungsunternehmen Russlands, besitzt aber auch eine Schiffswerft und einen Drohnen-Hersteller. Jetzt zeigt man aber etwas ziemlich Ungewöhnliches: Den CV-1, ein Elektroauto im Retro-Sowjet-Stil.

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Kenner von Ostblock-Autos werden die Formgebung kennen, Grundlage ist der IZH-21252 Kombi, der ab 1973 in den Ischmasch-Werken vom Band lief. Dort in Ischewsk im Westen Russlands an der Wolga gelegen, schließt sich auch der Kreis zu Kalaschnikow. Seit 1949 produzierte Ischmasch Gewehre wie das AK-47, das AK-74 oder das Dragunow SWD.

Der nostalgisch wirkende CV-1 hat es technisch in sich: Laut Kalaschnikow dient er als Testobjekt für eigenentwickelte Systeme der Elektrotechnik. Die Batterie hat eine recht üppige Kapazität von 90 Kilowattstunden und speist laut Aussage einen „revolutionären Inverter“ mit Abmessungen von 50 mal 50 mal 100 Zentimeter und einem Gewicht von 50 Kilogramm.

Im Dauerbetrieb leistet der Elektromotor gut 300 PS, in der Spitze sollen 680 PS möglich sein. Die Beschleunigung des CV-1 liegt auf Gewehrkugel-Niveau: In sechs Sekunden sprintet der Wagen auf Tempo 100. Als Reichweite gibt Kalaschnikow 350 Kilometer an. Ob es zu einer Serienfertigung kommen wird? Wir bleiben am Ball.

Bildergalerie: Kalashnikov CV-1 Concept