Wir waren bei der Weltpremiere in Shanghai dabei

Der Porsche Macan startete im Jahr 2014. Nach vier Jahren stellt das Untermehmen nun ein Facelift des 4,70 Meter langen Kompakt-SUVs vor. Bestellen kann man den Wagen ab September 2018, beim Händler steht er dann ab November. Wer sich das Auto vorher ansehen möchte, bekommt auf dem Pariser Autosalon im Herbst 2018 Gelegenheit dazu. Wie waren als eines von wenigen deutschen Medien bei der Weltpremieren im chinesischen Shanghai und haben alle Infos.

Mehr Infos zum Porsche Macan aus der Redaktion:

Die stärkste optische Änderung gibt es am Heck. Dort werden die beiden Rückleuchten durch ein LED-Leuchtenband verbunden, wie es zum Beispiel auch der Panamera Sport Turismo besitzt. Vorne gibt es künftig serienmäßig LED-Scheinwerfer, optional mit adaptiver Lichtverteilung (Porsche Dynamic Light System Plus, PDLS Plus). Auch die Frontschürze wurde im Detail überarbeitet.

Neue Exterieur-Farben ergänzen das Programm, darunter Miamiblau, Mambagrünmetallic, Dolomitsilbermetallic und Kreide.

Auffälligste Neuerung im Innenraum ist der serienmäßige elf Zoll große Touchscreen fürs Infotainment („Porsche Communication Management“ oder PCM genannt) – bisher war das Display nur sieben Zoll groß. Die Lüftungsdüsen wurden neu gestaltet und sind jetzt unterhalb des zentralen Bildschirms angeordnet. Optional wird das vom 911 bekannte GT-Sportlenkrad (365 Millimeter Durchmesser anstelle von 375 Millimeter) sowie ein ins Lenkrad integrierter Modus-Schalter mit „Sport Response Button“ (eine Art Überholknopf) angeboten.

Das Angebot an Komfort-Ausstattungen wird unter anderem um einen Ionisator zur Verbesserung der Luftqualität im Innenraum und eine beheizbare Frontscheibe erweitert.

 

Hier können Sie selbst den neuen Macan (links in Türkis) mit dem Vorgänger vergleichen:

Porsche Macan 2019 vs. 2014
Porsche Macan 2019 vs. 2014
Porsche Macan 2019 vs. 2014
Porsche Macan 2019 vs. 2014

Neu im Angebot ist ein Stauassistent, der den Fahrer bis zu einem Tempo von 60 km/h beim Lenken unterstützt – das Beschleunigen und Bremsen übernimmt dann der Abstandstempomat. Jeder Macan ist mit einem „Connect Plus“-Modul ausgestattet und somit serienmäßig voll vernetzt. Daran geknüpft sind digitale Funktionen und Dienste wie zum Beispiel die Sprachsteuerung "Voice Pilot" und Echtzeit-Verkehrsinformationen als Teil des ebenfalls serienmäßigen Online-Navigationssystems. Zudem ermöglicht eine neue App, das Offroad-Erlebnis zu dokumentieren und zu analysieren.

Auch das Fahrwerk wurde optimiert. Die Feinabstimmung soll für mehr Neutralität bei gleichbleibender Fahrstabilität und verbessertem Komfort sorgen. Wie gehabt tritt der Macan mit einer Mischbereifung an. Diese für ein SUV sehr ungewöhnliche Eigenschaft ermöglicht es laut Porsche, die Vorteile des Allradantriebs fahrdynamisch optimal nutzen. Neue Reifen mit verbesserten Performance-Eigenschaften sollen mehr Querdynamik ermöglichen. Dazu kommen neu gestaltete 20- und 21-Zoll-Räder.

Wir haben erste Infos zu den Motoren

Bisher begann die Motoren-Palette beim 252 PS starken Macan mit Vierzylinder-Benziner. Aufgrund der in Europa gültigen Abgasbestiimungen wurde der Zweilitermotor überarbeitet und leistet künftig 245 PS, wie uns Porsche-Sprecher Ben Weinberger in Shanghai mitteilte. Alle Ottomotoren bekommen einen Partikelfilter.

Die übrigen Motorisierungen starten erst 2019. Beim Macan S steigt die Leistung des Sechszylinders von 340 auf 354 PS, während der Macan Turbo den aus dem Cayenne bekannten 440 PS starken 2,9-Liter-Biturbo-V6 bekommt. Ein Hybrid ist nicht geplant, Grund hierfür ist die verhältnismäßig alte Plattform des Macan.

Verkaufsstart in Deutschland ist im September 2018, die Auslieferung des Vierzylinders ist im November des Jahres vorgesehen.

Wann und ob es überhaupt wieder eine Dieselmotorisierung geben wird, steht derzeit – wie beim größeren Cayenne – nicht fest. Wie uns Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen sagte, beobachte man den Markt und die Reaktion der Kunden derzeit sehr genau. Erstaunt sei man über den jetzt hohen Verkaufsanteil der Plug-in-Hybrid-Varianten bei den Modellen Cayenne und Panamera. Während in den USA und China bei PKW und SUVs der Diesel gar keine Rolle spiele, gebe es Märkte wie Russland oder Australien, wo bei SUVs ohne Dieselmotor gar nichts läuft. Auch für Deutschland, Spanien und Italien müsse man eigentlich einen Diesel im Programm haben, so von Platen.

Die Preise des neuen Macan sollen auf dem Niveau des Vorgängers bleiben. Das heißt, dass das Einstiegsmodell um die 56.000 Euro kosten wird.

Bildergalerie: Porsche Macan 2019