Luftsäcke im Gürtel schützen bei Stürzen

Der "weltweit erste tragbare Airbag" ist derzeit auf der Elektronikmesse CES (Consumer Electronics Show, 9. bis 12. Januar 2018 in Las Vegas) zu sehen. Der Hip`Air von Helite mag auf den ersten Blick etwas albern aussehen, doch er soll ernsthafte Verletzungen besonders bei Senioren verhindern. Er schützt aber nicht etwa vor Kollisionen mit Fahrzeugen, sondern soll Sturzfolgen abmildern.

Beschleunigungssensoren detektieren den Sturz
Der mit Airbags ausgestattete Gürtel wiegt etwa ein Kilogramm und piepst, wenn man ihn falsch herum anlegt. Er nutzt Beschleunigungssensoren, um einen Sturz innerhalb von 200 Millisekunden zu erkennen. Die beiden Luftsäcke entfalten sich in nur 80 Millisekunden. Da ein durchschnittlicher Sturz laut Helite etwa 400 Millisekunden dauert, reicht das, um den Träger vor dem Aufprall zu schützen. Die beiden Airbags umhüllen die Hüften und sollen 90 Prozent der Aufprallenergie auffangen.

Kein billiges Accessoire
Helite hat Erfahrung mit ungewöhnlichen Airbags: Die Firma stellt auch mit Airbag ausgestattete Jacken für Motorradfahrer her. Mit einem US-Verkaufspreis von umgerechnet etwa 660 Euro ist der Gürtel allerdings deutlich teurer als gepolsterte Unterwäsche, die sonst häufig zum Schutz getragen wird. Der Hip`Air wird im März 2018 in Europa eingeführt, bevor er im September in den USA verkauft wird.

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