Lexus baut nicht nur gute, sondern auch zunehmend schicke Autos

Die Baureihe GS war bislang das hässliche Entlein der kleinen aber feinen Lexus-Division. Zwar bot der Luxusliner das Lexus-typische, komfortable Fahrvergnügen. Doch mit seiner unförmigen Außenhaut konnte er hierzulande nur wenig Freunde gewinnen. Das könnte bald anders werden, denn mit der neuen, dritten Generation wird aus dem GS ein strahlender Schwan mit überaus gelungenem Design. Am 22. April ist die offizielle Markteinführung des neuen Lexus GS in Deutschland.

Stilvoll wie der CLS
Die Proportionen der überarbeiteten Lexus-Limousine sind stimmig. Sein elegantes und zugleich dynamisches Blechkleid sorgt für einen angemessen stilvollen Auftritt in der oberen Mittelklasse. Ein wenig erinnert die coupéhafte Silhouette des Viertürers an den Mercedes CLS. Obwohl sich Parallelen in der Grundform mit dem eleganten Stuttgarter finden lassen, ist der GS aber keine Kopie des CLS.

In der Größe nahezu unverändert
Mit 4,83 Meter Länge und 1,82 Meter Breite wuchs der GS gegenüber dem Vorgänger in beide Richtungen um je zwei Zentimeter. In der Höhe ist er hingegen auf 1,43 Meter geschrumpft. Unter anderem bündige Einfassungen der Scheiben und geringe Spaltmaße tragen zu einem cW-Wert von 0,27 bei.

Zwei starke Benziner
Für den GS stehen zwei Benzinmotoren zur Wahl: Ein 3,0-Liter-V6-Direkteinspritzer (GS 300) und ein 4,3-Liter-V8 (GS 430). Der V6-Benziner entwickelt eine Leistung von 249 PS bei 6.200 Umdrehungen und 310 Newtonmeter Drehmoment. In 7,4 Sekunden beschleunigt der GS 300 auf Tempo 100 und fährt 240 km/h schnell. Der Verbrauch soll bei 9,8 Litern auf 100 Kilometer liegen.

Wuchtiger V8
Der V8-Benzinmotor mit 4,3 Litern Hubraum leistet 283 PS bei 5.600 U/min, das maximale Drehmoment beträgt 417 Newtonmeter. Damit beschleunigt der GS in 6,1 Sekunden auf 100 km/h und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Das Triebwerk erfüllt ebenso wie der V6 die Abgasnorm Euro 4 und verbraucht 11,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.

Serienmäßig mit Automatik
Beide Motoren sind mit einem sechsstufigen Automatikgetriebe mit sequenziellem Schaltmodus gekoppelt. Über einen Knopf im Cockpit lassen sich die Schaltprogramme Normal-, Power- und Snow aktivieren. Ferner passt eine Kontrolle, die Schaltvorgänge an die Straßenverhältnisse und den Fahrstil an.

Aufwendiges Fahrwerk
GS 300 und 430 verfügen über ein Fahrwerk mit Doppelquerlenker-Vorder- und Mehrlenker-Hinterachse. Der 430 ist außerdem mit dem adaptiven Dämpfungssystem AVS (Adaptive Variable Suspension) ausgestattet. Mit AVS passt sich die Dämpfung an Fahrstil und Fahrbahnzustand an. Außerdem erlaubt es die Wahl zwischen dem komfortablen Normal-Modus und dem straffen Sport-Modus.

Aktive Sicherheit
Für souveräne Verzögerung sorgen vier Bremsscheiben mit ABS und elektronisch geregelter Bremskraftverteilung EBD. Mittels Eingriff in die Bremsanlage und über die elektronisch gesteuerte Drosselklappe unterbindet die Antriebsschlupfregelung TRC ein Durchdrehen der Räder. Und durch gezielte Bremseingriffe verhindert das elektronische Stabilitätsprogramm VSC das Ausbrechen des Fahrzeugs. Außerdem verfügt der GS über eine elektronische Berganfahrkontrolle.

Passive Sicherheit
Bei der passiven Sicherheit hat der neue GS ebenfalls einiges zu bieten. Dazu zählt das Pre-Collision Sicherheits-System PCS, das mittels eines Radarsensors im Kühlergrill Hindernisse vor dem Fahrzeug erfasst und im Falle einer bevorstehenden Kollision vor dem Aufprall die Gurtstraffer und den Bremsassistenten aktiviert.

Adaptiver Tempomat
Außerdem gibt es den GS mit dem adaptiven Geschwindigkeitsregelsystem ACC. Es bremst selbsttätig, um den vorgewählten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und beschleunigt automatisch, sobald der Vordermann die Spur wieder wechselt.

Xenon- und Kurvenlicht
Bei Dunkelheit werden die HID-Xenon-Scheinwerfer automatisch aktiviert. Dank des Kurvenlichts AFS werden die Scheinwerfer außerdem bei Kurvenfahrten elektrisch gedreht, um den jeweiligen Kurvenverlauf optimal auszuleuchten.

Regen- und Reifendruckkontrolle
Dank der Reifenluftdruck-Überwachung TPWS informiert der GS über einen zu geringen Druck in den Reifen. Bei Regen sind die Wasser abweisenden Seitenscheiben und Außenspiegel sowie die per Regensensor aktivierten Scheibenwischer hilfreich.

Reichlich Luftsäcke
Der GS ist mit zweistufig auslösenden Frontairbags, Knieairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Seiten- und Kopfairbags vorn und hinten ausgestattet.

Schlüssellos-System
Ausgestattet ist der GS mit dem schlüssellosen Fahrzeugbediensystem Smart Key, das die Fahrzeugtüren und den Kofferraum je nach Bedarf vollautomatisch ver- und entriegelt. Gestartet wird mit einem sanften Druck auf die Starttaste.

Viel Komfortelektrik
Die Sitze für Fahrer und Beifahrer sind elektrisch verstellbar. Die Memoryfunktion umfasst zugleich die Einstellung der Außenspiegel und des Lenkrads, das elektrisch höhen- und längsverstellbar ist. Je nach Ausstattungslinie gibt es außerdem eine Sitzheizung und eine Sitzbelüftung.

Ab 40.500 Euro
Der Einstiegspreis für den neuen GS 300 liegt bei 40.500 Euro, für den stärkeren GS 430 verlangt Lexus 56.500 Euro.
(mh)

Bildergalerie: Lexus GS: Endlich schön