Gleich drei Porsche Cayenne S Transsyberia auf den ersten drei Plätzen

17. August, 14. Etappe ins Ziel Ulan Bator
Drei Porsche Cayenne S Transsyberia auf den ersten drei Plätzen. So lautet das Ergebnis der Transsyberia Rallye 2007, eines der härtesten Offroad-Marathons der Welt.

Nach zwei Wochen Fahrt von Moskau nach Ulan Bator erreichten der Amerikaner Rod Millen und sein Beifahrer Richard Kelsey mit einem Porsche Cayenne S Transsyberia heute das Ziel in der Hauptstadt der Mongolei als Sieger. Rund 17 Minuten trennten nach 7.100 Kilometern das Team Italy 1 mit Antonio Tognana und Carlo Cassina auf Platz zwei von Millen. Das Team Quatar mit Adel Abdulla und Norbert Lutteri lag im Ziel auf Rang drei 23 Minuten hinter dem Sieger.

Der von den Strapazen gezeichnete Millen sagte: ,Das war die größte motorsportliche Herausforderung meines Lebens. Wir alle haben in diesen zwei Wochen Fehler gemacht, sowohl die Fahrer als auch die Copiloten bei der Navigation. Richard und ich lagen wohl am seltensten daneben. Die Schlüssel zum Erfolg waren bei diesem unglaublich harten Marathon Erfahrung und Umsicht. Wir haben gewusst, wo wir langsam fahren mussten und wo wir den Cayenne laufen lassen konnten. Es ist unglaublich, in einem Luxusfahrzeug eine solche Rallye zu überstehen. Der Cayenne ging auf den schnellen Abschnitten beeindruckend voran. Im Gelände hat mich der Porsche immer wieder mit seinen Fähigkeiten überrascht."

Mit einem sensationellen vierten Platz in der Gesamtwertung und als bester deutscher Teilnehmer hat Suzuki-Youngster Lars Kern (19) die Transsyberia Rallye 2007 beendet. ,Ich bin megazufrieden mit unserem vierten Platz. Das hätte ich nie erwartet. Dank an unser Team, es hat nächtelang gearbeitet und Großartiges geleistet", sagte Lars Kern nach der Zielankunft in der mongolischen Hauptstadt. Der jüngste Teilnehmer der Transsyberia 2007 hatte während seiner ersten Langstrecken-Rallye eine konstant gute Leistung gezeigt und sich gemeinsam mit seinem Beifahrer Daniel van Kan im dreitürigen Grand Vitara DDiS von Platz 27 kontinuierlich nach vorne gearbeitet. Bereits bei der fünften Etappe hatte das Team die Führung in seiner Klasse übernommen und bis zum Ziel nicht mehr abgegeben.

Das einzige Frauenteam, pilotiert von Suzuki-Teamrider Katja Poensgen, erreichte in dem noch 29 Fahrzeuge zählenden Starterfeld Rang 15: Müde, aber glücklich kam Suzuki-Motorradlady Poensgen mit ihrer Beifahrerin Petra Rutzka in Ulan Bator an: ,Die Rallye war geil", strahlte die 30-Jährige im Ziel. ,Vor allem die Mongolei hat mir sehr gut gefallen. Wenn ich ein Auto bekomme, bin ich im nächsten Jahr wieder dabei."

Vier verschiedene Teams konnten sich im Verlauf der Rallye an die Spitze setzen: Auf den ersten Etappen durch Russland, über den Ural und in Sibirien hatte sich zunächst der Ex-Rallye-Europameister Armin Schwarz (Österreich) mit seinem Beifahrer Oliver Hilger (Stuttgart) in der Führung etabliert. Bis zum neunten Tag hielt das Duo mit dem Cayenne S Transsyberia die Spitze. Drei Reifenschäden auf der ersten Prüfung in der Mongolei kosteten das Team Germany 1 dann allerdings den Spitzenplatz. Ein britisches Toyota-Team lag für die nächsten beiden Tage vorn, fuhr sich dann aber in einem Schlammloch fest.

Damit übernahmen Dr. Erik Brandenburg und Stefan Preuss (beide Hamburg) in ihrem selbst aufgebauten 911 Carrera aus dem Jahr 1975 Position eins. Mit dem nur rund 1.100 Kilogramm schweren Hecktriebler beherrschten sie die 285 Sonderprüfungskilometer der zwölften Etappe von Altay nach Bayankhor in der Mongolei, fielen aber im Verlauf des nächsten Tages bei tiefen Flussdurchfahrten zurück, um im Ziel als Neunte gewertet zu werden. Auf dieser 13. Etappe kam für Schwarz/Hilger mit einem Unfall das Aus. Armin Schwarz überstand den mehrfachen Überschlag aus hoher Geschwindigkeit dank des in dem Cayenne installierten Sicherheitskäfigs unverletzt, Oliver Hilger trug lediglich Prellungen davon.

Endergebnis (vorläufig):
1. Rod Millen/Richard Kelsey, Porsche Cayenne S Transsyberia, 13:42.28,59 Stunden
2. Antonio Tognana/Carlo Cassina, Porsche Cayenne S Transsyberia, 17.19,48 Min. zurück
3. Adel Abdulla/Norbert Lutteri, Porsche Cayenne S Transsyberia, 23.14,42 Min.
4. Lars Kern/Daniel van Kann, Suzuki Grand Vitara, 1:12.23,44 Stunden zurück
5. Pau Soler/Laia Peinado, Porsche Cayenne S Transsyberia, 1:19.21,80 Std.
6. Simon Garnham/Matt Garnham, Toyota Landcruiser, 1:44.10,14 Std.
7. René Metge/Silvain Reisser, Porsche Cayenne S Transsyberia, 2:15.23,80 Std.
8. Oliver Schmidt/Thomas König, Porsche Cayenne S Transsyberia, 2:39.32,85 Std.
9. Dr. Erik Brandenburg/Stefan Preuß, Porsche Carrera, 2:42.26,33 Std.
10. Karim Al-Azhari/Blair Cole, Porsche Cayenne S Transsyberia, 3:25.05,88 Std.



16. August 2007, Bayankhor – Mongol Els
Es war die nasseste Etappe der Transsyberia Rallye 2007. Mehrere Flussdurchfahrten haben die Teams in Schwierigkeiten gebracht und die Gesamtführenden Brandenburg/Preuss die Führung gekostet. Ihr Porsche 911 Safari hatte im streckenweise hüfttiefen Wasser erhebliche Probleme. ,Wir sind 30 Meter durch den Fluss getrieben. Ich habe mich gefühlt wie als Kind in der Badewanne", sagte Brandenburg am Abend im Fahrercamp. Bei einer Flussquerung stand das Auto bis zur Hälfte der Windschutzscheibe im Wasser. ,Die ersten Etappen waren wie für unser Auto gemacht. Aber heute war der Tag gekommen, an dem unser Porsche ungeeignet war", sagte Preuss. Die Hamburger kamen mit fast drei Stunden Rückstand auf die Etappensieger Rod Millen und Richard Kelsey ins Ziel. In der Gesamtwertung fielen sie auf den achten Rang zurück. Millen und Kelsey haben auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen und besitzen nun einen Vorsprung von 17:20 Minuten. Nach seiner Ankunft im Ziel sagte Millen: ,Es war sehr hart. Wir waren vor jeder Flussdurchquerung sehr nervös." Auch der Drittplatzierte Abdulla zeigte sich von der Streckenführung beeindruckt: ,So etwas Schweres habe ich noch nie erlebt. Teilweise war es zu hart." Starke Regenfälle hatten in den vergangenen Tagen die Flüsse auf der Strecke erheblich anschwellen lassen.

Siegeshoffnungen von Schwarz geplatzt
Zudem kam es zu einem Unfall, der die Siegeshoffnungen des ehemaligen Rallye-Europameisters Armin Schwarz und seines Co-Piloten Oliver Hilger zunichte machte. Das Team Germany 1 überschlug sich in einem schnellen Teilabschnitt der Strecke, nachdem sie in ein Loch fuhren, mehrfach mit seinem Fahrzeug. Oliver Hilger blieb bis auf Prellungen unverletzt und auch Schwarz zog sich keine bedrohlichen Verletzungen zu. Nachfolgende Teams eilten den beiden sichtlich unter Schock stehenden Verletzten zur Hilfe, bis die Notärzte eintrafen. Saeed Al-Hahjiri und sein Co-Pilot Tim Trenker waren mit dem Ladies-Team Katja Poensgen und Dr. Erik Brandenburg gemeinsam vor Ort.
Die verunglückten Personen waren ansprechbar. Die Ärzteteams waren schnell zur Stelle. Schwarz wurde mittels Helikopter ins Krankenhaus nach Ulaanbaatar gebracht, um vorsorglich geröntgt zu werden. Hilger konnte vor Ort versorgt werden. Der Porsche Cayenne ist so stark beschädigt, dass er am weiteren Rallyegeschehen nicht teilnehmen kann. Schwarz hatte lange Zeit die Führung gehalten und am Vortag mit nur 22 Minuten Rückstand auf Rang 5 der Gesamtwertung gelegen. Alle Chancen auf einen Sieg standen ihm noch offen. Das Team Brandenburg und das Ladies-Team konnten die Wertungsprüfung nicht beenden und fuhren gemeinsam ins Camp zurück.

15. August 2007, Altay – Bayankhor
Das Team Brandenburg hat die Führungsrolle in der Transsyberia Rallye übernommen. Mit rund neun Minuten Vorsprung führen die Hamburger Dr. Erik Brandenburg und Stefan Preuß mit ihrem Porsche 911 Safari die Wertung an. ,Ein Porsche Carrera in Führung – das fühlt sich ein wenig an wie bei der Safari-Rallye", jubelte Brandenburg im Ziel. Die bisherigen Spitzenreiter Simon und Matt Garnham blieben mit ihrem Toyota Landcruiser im Schlamm stecken und verloren 1:38 Stunden. Damit sind sie auf Rang zwölf im Gesamtklassement zurückgefallen. Zweiter der Gesamtwertung ist das amerikanische Team Millen/Kelsey, das über die gesamte Rallye hindurch konstant gute Leistungen zeigte.

Gleich acht Porsche-Teams erreichten auf der gestrigen 285 Kilometer langen Sonderprüfung von Altay nach Bayankhor, die über schnelle Schotterpisten, aber auch durch felsige Abschnitte führte, die Optimalzeit von vier Stunden und damit Platz eins der Tageswertung: neben Brandenburg/Preuß auch die Cayenne-Teams Rod Millen und Richard Kelsey (USA), Armin Schwarz und Oliver Hilger (D), Pau Soler und Laia Peinado (Spanien), Saeed Al-Hajri und Tim Trenker (Quatar) Oliver Schmidt und Thomas König (D), Jeff Zwart und Paul Dallenbach (USA) sowie Adel Abdulla und Norbert Lutteri (Quatar). Überraschend gut schlägt sich weiterhin das Youngster-Team Lars Kern und Daniel van Kan in ihrem Suzuki, die ebenfalls Platz 1 in der Tageswertung und insgesamt einen hervorragenden Rang 8 erreichen konnten.

Aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist das kanadische Team Kees Nierop und Yap Laurance. Schon kurz nach dem Start überschlugen sie sich bei hohem Tempo. Dank der Schutzkonstruktion des Porsche Cayenne, der für die Transsyberia Rallye mit einer Sicherheitszelle ausgerüstet ist, kamen beide Teilnehmer mit leichten Blessuren und dem Schrecken davon. Sie erschienen rechtzeitig zum Abendessen im Camp in Bayankhor. Souveräne Leistung zeigt auch das einzige Ladies-Team Katja Poensgen und Petra Rutzka (D). Die beiden Damen können mit besten Navigationskenntnissen und einem ruhigen, überlegten Fahrverhalten viel gegenüber der männlichen Konkurrenz gut machen und belegen in der Gesamtwertung einen stolzen 13. Platz.

Gesamtstand nach 12 von 14 Etappen:
1. Erik Brandenburg/Stefan Preuß, Porsche Carrera, 7:20.40,92 Stunden
2. Rod Millen/Richard Kelsey, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 9.04,19 Minuten
3. Adel Abdulla/Norbert Lutteri, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 14.26,65 Minuten
4. Antonio Tognana/Carlo Cassina, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 16.56,61 Minuten
5. Armin Schwarz/Oliver Hilger, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 22.15,22 Minuten
6. Saeed Al-Hajri/Tim Trenker, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 22.54,51 Minuten
7. Oliver Schmidt/Thomas König, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 27.08,52 Minuten
8. Lars Kern/Daniel van Kann, Suzuki Grand Vitara, + 47.03,16 Minuten
9. René Metge/Silvain Reisser, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 1:02.57,47 Std.
10. Pau Soler/Laia Peinado, Porsche Cayenne S Transsyberia, + 1:02.58,43 Std.

14. August 2007, Darvi - Altay
– Die Transsyberia Rallye wird immer dramatischer. Nach einem Unfall mussten drei Leichtverletzte ins Krankenhaus gebracht werden. Christian Pfeil-Schneider und sein Co-Pilot Claus Vatter (Team Colombian Arrow) übersahen beim Befahren einer Abkürzung einen zwei Meter tiefen Graben. In voller Fahrt bohrte sich ihr Porsche Cayenne S Transsyberia mit der Schnauze ins Flussbett. Christian Pfeil-Schneider wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Khovd gebracht – und das in einem Land, wo laut Reiseführer ein Krankenhausbesuch nur im äußersten Notfall angesagt ist. Allerdings wurde Pfeil-Schneider nur ganz leicht verletzt, sein Beifahrer kam ohne Blessuren davon.

Warnung übersehen
Im Graben eingeschlagen, stieg das kolumbianische Team aus und schoss eine Leuchtrakete ab, um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen. Das australisch-britische Team Paul Watson/Neil Hopkins übersah das Lichtsignal offenbar und steuerte ebenfalls einen Porsche Cayenne S Transsyberia in den Graben. Auch diese beiden Piloten wurden nur leicht verletzt und von einem deutschen Ärzteteam versorgt. Direkt nach dem zweiten Unfall wurde die Etappe von der Tour-Organisation abgebrochen. Da das Ärzteteam die drei leicht Verletzten auch im Krankenhaus betreut, steht es bei der heutigen Etappe nicht zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen wird diese Etappe deshalb als reine Überführungsetappe ohne Wertung gefahren – das Risiko einen Unfall ohne Ärzteteam zu erleben, ist einfach zu groß.

Reifen machen Porsche fertig
Inzwischen werden auch immer mehr Details zu dem Reifendebakel der neunten Etappe bekannt. Der Porsche Cayenne S Transsyberia ist wegen seiner groß dimensionierten Bremsanlage mit 18-Zoll-Felgen unterwegs. Für diese Felgen wird momentan nur ein Reifen angeboten, und dieser scheint für das scharfkantige Geröll in der Mongolei nicht geeignet zu sein. Der vollkommen frustrierte Ex-Rallye-Weltmeister Armin Schwarz ließ sich zu der Aussage hinreißen: ,Mit den Reifen kann man in einem englischen Park fahren, aber keine Rallye bestreiten". Simon und Matt Garnham tuckern mit ihrem Toyota Landcruiser locker weiter, ihre Reifen halten. Die beiden haben bereits im letzten Jahr an der Transsyberia Rallye teilgenommen und fahren jetzt mit einem Vorsprung von über vier Minuten um den Sieg. Der erste Porsche Cayenne S Transsyberia (Rod Millen/Richard Kelsey) liegt bereits über 13 Minuten zurück.

Gesamtstand nach 10 von 14 Etappen:
1. Simon Garnham/Matt Garnham, Toyota Landcruiser, 3:16.12,84 Stunden
2. Erik Brandenburg/Stefan Preuß, Porsche Carrera, 4.28,07 Minuten zurück
3. Rod Millen/Richard Kelsey, Porsche Cayenne S Transsyberia, 13.32,26 Min. zurück
4. Oleg Rastegaev/Konstantin Sorokin, Porsche Cayenne S Transsyberia, 15.52,45 Min.
5. Antonio Tognana/Carlo Cassina, Porsche Cayenne S Transsyberia, 17.05,95 Min.
6. Adel Abdulla/Norbert Lutteri, Porsche Cayenne S Transsyberia, 18.54,72 Min.
7. Armin Schwarz/Oliver Hilger, Porsche Cayenne S Transsyberia, 26.43,29 Min.
8. Said Al-Hajri/Tim Trenker, Porsche Cayenne S Transsyberia, 27.22,58 Min.
9. Richard Meaden/Neil Hopkinson, Porsche Cayenne S Transsyberia, 28.54,26 Min.
10. Oliver Schmidt/Thomas König, Porsche Cayenne S Transsyberia, 31.36,59 Min.

12. August 2007, Ölgy - Mankhan
Die neunte Etappe der Transsyberia Rallye war gleichzeitig mit der ersten Sonderprüfung auf mongolischem Boden verbunden. Der 306 Kilometer lange Streckenabschnitt in der Nähe von Ogly musste wegen eines Autounfalls mehrerer mongolischer Streckenposten auf 106 Kilometer verkürzt werden. Und selbst das war genug fürs Teilnehmerfeld: Die Mongolei zeigte sich von ihrer extraharten Seite. Vorne lag, wer am seltensten die Reifen wechseln musste. Hinterhältige Zickzack-Schotterpfade, scharfkantiges Grobgeröll und verwunschene Sumpfgebiete forderten ihre Opfer.

Toyota vorn – Pech für Armin Schwarz
Die bisher im Gesamtklassement Führenden Armin Schwarz und Oliver Hilger auf Porsche Cayenne S Transsyberia fielen wegen vieler Reifenpannen auf den siebten Platz zurück. ,Vor allem, als uns das Auto bei der ersten Reifenpanne bei starkem Regen vom Wagenheber gerutscht ist, haben wir mehr als zehn Minuten verloren", so Armin Schwarz. Die Führung übernahmen Simon Garnham/Matt Garnham auf Toyota Landcruiser. An zweiter Stelle platzierten sich Erik Brandenburg/Stefan Preuß auf Porsche Carrera, während Rod Millen/Richard Kelsey auf ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia die dritte Gesamtposition ergatterten. Rod Millen, der bei der Sonderprüfung Fünfter wurde, sagte: ,Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Kaum einer ist ohne Reifenwechsel über die Distanz gekommen. Gerade auf den felsigen Abschnitten war die Gefahr groß, sein Auto zu zerstören. Deswegen habe ich es besonders vorsichtig angehen lassen."

Gesamtstand nach 9 von 14 Etappen:
1. Simon Garnham/Matt Garnham, Toyota Landcruiser, 3:16.12,84 Stunden
2. Erik Brandenburg/Stefan Preuß, Porsche Carrera, 4.28,07 Minuten zurück
3. Rod Millen/Richard Kelsey, Porsche Cayenne S Transsyberia, 13.32,26 Minuten zurück
4. Oleg Rastegaev/Konstantin Sorokin, Porsche Cayenne S Transsyberia, 15.52,45 Minuten zurück
5. Antonio Tognana/Carlo Cassina, Porsche Cayenne S Transsyberia, 17.05,95 Minuten zurück
6. Adel Abdulla/Norbert Lutteri, Porsche Cayenne S Transsyberia, 18.54,72 Minuten zurück
7. Armin Schwarz/Oliver Hilger, Porsche Cayenne S Transsyberia, 26.43,29 Minuten zurück
8. Said Al-Hajri/Tim Trenker, Porsche Cayenne S Transsyberia, 27.22,58 Minuten zurück
9. Richard Meaden/Neil Hopkinson, Porsche Cayenne S Transsyberia, 28.54,26 Minuten zurück
10. Oliver Schmidt/Thomas König, Porsche Cayenne S Transsyberia, 31.36,59 Minuten zurück

8. August 2007, Omsk – Nowosibirsk
In mittlerweile sechs Tagen haben die 33 Teams der Transsyberia Rallye rund die Hälfte der 7.100 Kilometer Strecke von Moskau nach Ulanbataar absolviert. Die sechste Etappe der Rallye führte das Teilnehmerfeld von Omsk nach Nowosibirsk. Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad verlief die Route durch Birken- und Nadelwälder, Sonnenblumenfelder sowie die Sumpfgebiete der sibirischen Taiga. Eine Wertungsprüfung fand nicht statt. Die ersten Fahrer erreichten Nowosibirsk am späten Nachmittag. Am Abend empfing der Gouverneur des Regierungsbezirkes, Anatoli Kwaschnin, den Gesamtführenden und früheren Rallye-Europameister Armin Schwarz, den dreifachen Paris-Dakar-Sieger René Metge und Pilotin Katja Poensgen, die erfolgreichste Motorradfahrerin Deutschlands.

Einen Ausblick auf die bevorstehenden Etappen gibt Rallye-Leiter Richard Schalber: "Die Prüfungen werden jetzt noch härter und länger. Als Ausgleich wird aber auch die Landschaft noch schöner als bei den langen Verbindungsetappen quer durch Russland." Die siebte Etappe führt über 846 Kilometer von Novosibirsk nach Kosh Agash. Dort werden die Teilnehmer zum ersten Mal in einem Camp in Zelten schlafen.

Gesamtstand nach 6 von 14 Etappen:

1. Armin Schwarz/Oliver Hilger 1:08.52,92 Stunden
Porsche Cayenne S Transsyberia
2. Jarek Swiwka/Andrzej Bryl + 0:01,89 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
3. Carles Celma/Jörn Pugmeister + 0:51,31 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
4. Rod Millen/Richard Kelsey + 4:46,12 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
5. René Metge/Silvain Reisser + 4:57,64 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
6. Biagio Capolupo/Angelo Lancelotti + 5:32,97 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
7. Richard Meaden/Neil Hopkinson + 6:09,42
Porsche Cayenne S Transsyberia
8. Abel Abdulla/Nobert Lutteri + 6:48,55 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
9. Pau Soer/Laia Penado + 6:56,35 Minuten
Porsche Cayenne S Transsyberia
10. Simon Garnham/Matt Garnham + 7:13,52 Minuten
Toyota Land Cruiser

7. August 2007, Tyumen – Omsk
Alle Teams starteten am Dienstag in eine recht entspannte Etappe, nachdem viele vorsichtshalber am Montag zuvor nochmals den Umgang mit der Seilwinde geübt hatten. Die teilweise massiven Schäden aus der zweiten Sonderprüfung an zwei Fahrzeugen konnten behoben werden. Gute Straßen führten die Teams durch die russische Taiga, den weltweit größten Wald mit über fünf Millionen Quadratkilometern. Die letzten Teams kamen am frühen Abend in der Millionenstadt Omsk an. Technische Probleme gab es einzig beim Porsche-911-Safari-Team. Erik Brandenburg und sein Co-Pilot Stephan Preuß begannen nach ihrer Ankunft, das hintere Radlager auszuwechseln. ,Wir haben den Schaden nur zufällig beim Reifenwechsel entdeckt", sagte Brandenburg. Der Hamburger geht davon aus, die achte Etappe nach Nowosibirsk antreten zu können. In der Gesamtwertung hat sich auf der heutigen Etappe nichts getan. Das Team Schwarz/Hilger führt vor den Polen Sliwka/Bryl. Auf dem dritten Platz bleiben die Tagessieger vom 3. August 2007 Celma/Pugmeister. In Omsk sind die ersten 2.600 Kilometer seit Moskau geschafft und es liegt noch ein weiter und spannender Weg vor dem gesamten Rallyetross.

6. August 2007, Jekaterinburg – Tyumen
Die gestrige Sonderprüfung mit 35 Kilometer Länge innerhalb der Etappe von Jekaterinburg nach Tyumen (gut 300 km) wurde abgesagt. Organisationschef Richard Schalber: "Das Orgateam hat für die ersten 4,5 Kilometer über fünf Stunden gebraucht. Mit seriennahen Fahrzeugen wäre ein Durchkommen unmöglich – ein Steckenbleiben sicher – gewesen, da der starke Regen der letzten Tage den Boden extrem aufgeweicht hat und die Schlammlöcher zum Teil einen Meter tief sind. Die Teilnehmer wären, wenn überhaupt, nur mit der Winsch vorangekommen. Ich hätte nicht garantieren können, dass alle steckengebliebenen Fahrzeuge noch bei Tageslicht geborgen worden wären." Nur mit Spezialfahrzeugen wäre die Sonderprüfung eventuell zu bewältigen gewesen, wobei man bei dem Tempo des Vorankommens mit mindestens 25 Stunden ,Fahrzeit" rechnen müsste. Das hätte den Rahmen einer Sonderprüfung gesprengt und die Sicherheit der Teilnehmer aufs Höchste gefährdet hätte.

5. August 2007, Kazan – Jekaterinburg
Die Transsyberia ist dort angekommen, wo sie ihrem Namen nach hingehört: Die 66 Teilnehmer erreichten am Sonntag Sibirien, den asiatischen Teil Russlands. Auf der Marathonetappe von Kazan nach Jekaterinburg legten die Besatzungen fast 1.000 Kilometer zurück.

Nach rund 300 Kilometer verließen die Teams die Haupttrasse und überquerten das Uralgebirge auf Nebenstraßen in malerischer Landschaft. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen passierten sie Getreide- und Sonnenblumenfelder, Birkenwälder und abgelegene Dörfer. Viele Einheimische begrüßten vom Straßenrand aus die Piloten in ihren außergewöhnlichen Autos. Viel Zeit blieb den Fahrern nicht, um die idyllische russische Landschaft zu genießen. Veranstalter Richard Schalter hatte für den Abend zum Briefing gebeten, um die Fahrer auf die Sonderprüfung auf der vierten Etappe vorzubereiten. Nicht allen Teams gelang es, den Termin einzuhalten. Die letzten Fahrzeuge trafen erst gegen Mitternacht im Quartier ein.

4. August 2007, Vladimir – Kazan
Ein etwa 50 Zentimeter tiefes Wasserloch hat auf der zweiten Etappe der Transsyberia Rallye 2007 einige Teilnehmer in arge Schwierigkeiten gebracht. Zahlreiche Piloten fuhren ihre Autos bei der Durchquerung fest, zwei Fahrzeuge mussten nach Abschluss der Sonderprüfung ihre Wagen manövrierunfähig den Service-Crews überlassen. Den Tagessieg holten sich Rallye-Legende Rod Millen und Richard Kelsey im Porsche Cayenne Transsyberia in 33:32 Minuten, vor dem polnischen Fahrerduo Jarek Sliwka und Dr. Andrzej Bryl, das mit fünf Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Das Gesamtklassement führen der frühere Rallye-Weltmeister Armin Schwarz und sein Co-Pilot Oliver Hilger im Porsche Cayenne Transsyberia an.

In der Nähe der russischen Ortschaft Wjasniki stellten sandige Pisten, Wassserdurchfahrten und eine provisorische Brücke aus Baumstämmen die Fahrer vor teilweise erhebliche Probleme. Der in Führung liegende Spanier Carles Celma und sein deutscher Beifahrer Jörn Pugmeister steuerten ihren Porsche Cayenne Transsyberia ins Wasser, ohne vorab nach einer seichten Stelle zu suchen. In der Mitte des Wasserlochs setzte sich der Wagen fest. Armin Schwarz und Oliver Hilger profitierten vom Fehler des spanisch-deutschen Teams und passierten den festgefahrenen Porsche. Vom Ufer aus zogen sie anschließend die Konkurrenten per Seilwinde aus der nassen Falle und setzten sich an die Spitze. Zum Etappensieg reichte es für Schwarz/Hilger dennoch nicht. Der Amerikaner Rod Millen und sein neuseeländischer Beifahrer Richard Kelsey durchquerten das Wasserloch problemlos und fuhren die schnellste Zeit ein: ,Das war eine sehr gute Sonderprüfung. Ein guter Test für die Mongolei", sagte Millen im Ziel.

Für zwei Besatzungen hatte die Wasserdurchfahrt gravierende Folgen. Der Porsche von Oliver Schmidt und Thomas König qualmte aus Motorraum und Cockpit, als die Piloten die Ziellinie überfuhren. Die Service-Crew schloss in einer ersten Diagnose am Nachmittag auf einen Motorschaden. Auch Hans Erwin Bauer und Rolf Blaeß forderten nach ihrem Zieleinlauf technische Unterstützung an. Das Wasser hatte die Steuerelektronik ihres Mercedes ML 350 lahm gelegt. Am Abend gab es für die Teams Entwarnung. Beide Besatzungen können mit ihren Autos auf die dritte Etappe gehen.

3. August 2007, Moskau – Vladimir
Der Spanier Carles Celma und sein deutscher Co-Pilot Jörn Pugmeister haben den Prolog der Transsyberia Rallye 2007 nahe der russischen Stadt Petuschki gewonnen. In ihrem Porsche Cayenne Transsyberia absolvierten sie die 33 Kilometer lange Sonderprüfungsstrecke in 34:15 Minuten. Den zweiten Platz belegte die deutsche Besatzung Schwarz/Hilger vor den drittplatzierten polnischen Piloten Sliwka/Bryl, beide Teams im Porsche Cayenne Transsyberia.

Die Sonderprüfung hatte die Transsyberia-Teilnehmer durch hügeliges Waldgebiet geführt. Nach tagelangen Regenfällen in dieser Region war der Boden teilweise sehr tief. "Schmierig, schwierig und schlammig", urteilte der frühere Rallye-Europameister Armin Schwarz über die Geländeprüfung. "Das war ein harter Test fürs Auto." Auch Rallye-Pilot Thomas Rietmüller zeigte sich beeindruckt: "Das war eine anspruchsvolle Prüfung, optimal für einen Prolog. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, und unser Wagen hat viel Sand gefressen," sagte Rietmüller anschließend. Viele Fahrer brauchten bis in die Abendstunden um die Felgen vom Sand zu befreien.

Kurz vor dem Start waren Piloten und Organisatoren in Petuschki offiziell empfangen worden. Wie nach russischer Tradition üblich überreichte der Bürgermeister der Stadt dem Transsyberia-Veranstalter Richard Schalber Brot und Salz als Symbol für Gastfreundschaft und als Schutz vor Unglück und Feuer.

3. August 2007
Pünktlich um 11 Uhr hat Juri Rossljak, stellvertretender Bürgermeister von Moskau, die Strecke frei gegeben. Nachdem der spanische Rallye-Dakar-Sieger aus dem Jahr 2006, Marc Coma, wegen einer Verletzung und das slowenische Team um Igor Rucman wegen eines Unfalls bei der Anreise die Teilnahme absagen mussten, konkurrieren nun noch 33 Teams um den Sieg am 17. August in Ulanbaatar. Mit am Start ist auch Katja Poensgen, Ex-Moto-GP-Fahrerin. Sie pilotiert in ihrem Suzuki Vitara DDiS das einzige reine Frauenteam im Teilnehmerfeld. Dominiert wird das Feld von einer Armada aus Porsche Cayenne. Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller hat eigens für diese Rallye ein Sondermodell namens Cayenne S Transsyberia aufgelegt.

Moskau/Ulanbaatar – Die Transsyberia Rallye 2007 vom 3. bis 17. August 2007 ist die wohl härteste Rallye der Welt für seriennahe Fahrzeuge. Die Strecke führt 35 Teams nach dem Start auf dem Roten Platz in Moskau über den Ural, das sumpfige sibirische Tiefland, die bis zu 3.700 Meter hohen Pässe des Altai-Gebriges und die Ausläufer der Wüste Gobi bis nach Ulanbataar, die Hauptstadt der Mongolei. Vor den Teilnehmern liegen nicht nur 14 Tagesetappen mit einer Gesamtlänge von 7.108 Kilometer, sondern auch jede Menge Strapazen und der Verzicht auf jeglichen Komfort.

Back to the roots
Wer denkt, dass die Teilnehmer am Abend mit einem gemütlichen Feuer im hoteleigenen Kamin und einer heißen Dusche für all die Strapazen belohnt werden, irrt gewaltig. Am Ende einer jeden Tagesetappe ruft das Zelt. Auch Dusche oder Toilette wünscht man sich vergebens. ,Gewaschen wird am Bach, warmes Wasser gibt es nicht", so Richard Schalber, der sportliche Leiter der Transsyberia 2007. ,Wer an der Transsyberia teilnimmt, verabschiedet sich von jeglichem Komfort. Back to the roots, lautet das Motto. Statt europäischen Komfort in die Mongolei zu schaffen, sollen die Teilnehmer selbst erfahren, wie die Mongolen leben. Das ist das eigentliche Abenteuer."

AUTO NEWS wird über jede Etappe berichten und bei der Zielankunft am 17. August in Ulanbataar live vor Ort sein:

9. August 2007, Nowosibirsk – Kosh Agash
Auf ihrer letzten Gesamtetappe auf russischem Boden näherten sich die Teilnehmer der Transsyberia Rallye 2007 bis auf 100 Kilometer der mongolischen Grenze. "Heute geht es erst richtig los. Ab jetzt wird sich zeigen, wer auch unter schwierigen Bedingungen bestehen kann", sagte Organisator Richard Schalber zum Auftakt der siebten Etappe. Der Teilabschnitt führte die Teams ins Altaigebirge auf eine Höhe von fast 1.000 Meter. Die ersten Teams verließen bereits in den frühen Morgenstunden Nowosibirsk, um die 846 Kilometer lange Etappe anzutreten. Aufgrund der Streckenführung durch das Gebirge erreichten die Teilnehmer erst am frühen Abend das Ziel. Da keines der Teams die Sollzeit überschritt, bleibt die Gesamtwertung unverändert. Es führt nach wie vor Ex-Rallye-Europameister Armin Schwarz mit seinem Beifahrer Oliver Hilger. Unweit der Ortschaft Kosh Agash schlugen die Besatzungen erstmals ihre Zelte auf. Im Zeltcamp wurden die Teams mit Expeditionsnahrung versorgt.

Bildergalerie: Transsyberia 2007