Erster Zweitürer der Marke seit 1986 feiert in Genf Weltpremiere

Woran denken Sie beim Thema Rolls-Royce? An große, mächtige Limousinen, in denen sich wahlweise die englische Queen, afrikanische Diktatoren oder US-Rapper chauffieren lassen. Doch die britische Firma hat auch eine lange Tradition im Bau von Coupés, die jedoch vor 22 Jahren mit dem Produktionsstopp des Camargue endete. Nun möchte man diese Richtung mit dem neuen Phantom Coupé wieder aufnehmen und fortführen.

Weltpremiere auf dem Genfer Salon
Erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen ist der Zweitürer auf dem Genfer Automobilsalon vom 6. bis zum 16. März 2008. Die äußere Linie des Phantom Coupé orientiert sich sowohl an der bereits bekannten Limousine als auch an der Studie 101EX, die 2006 in Genf gezeigt wurde. Von dieser übernimmt das Serienfahrzeug die hinten angeschlagenen Türen, welche im deutschen Sprachgebrauch als ,Selbstmörder-Türen" bekannt sind. Sie sollen neben der Ästhetik auch den Zugang zu den hinteren Sitzen verbessern. Darüber hinaus verspricht sich Rolls-Royce von dieser Anordnung eine höhere Karosseriesteifigkeit.

Phantom Coupé mit Aluminium-Chassis
Unter der schicken Hülle des Zweitürers verbirgt sich ein Chassis aus Aluminium. Mit seiner Hilfe soll der Aufbau leichter und zugleich steifer werden. Unter der großen Motorhaube des Phantom Coupé arbeitet der bereits aus der Phantom Limousine bekannte Zwölfzylinder in V-Form, der aus 6,8 Liter Hubraum 460 PS und ein maximales Drehmoment von 720 Newtonmeter holt. Rolls-Royce verspricht eine Kraftstoffeinsparung von 25 Prozent gegenüber dem Cabrio namens Drophead Coupé. Damit soll eine größere Reichweite möglich sein, um auch ,transkontinentale Reisen" zu ermöglichen, so Rolls-Royce. Die Serienproduktion des Phantom Coupé startet im Sommer 2008 in Goodwood an der englischen Südküste. Dort wird das Fahrzeug von Hand gefertigt. Zum Preis macht Rolls-Royce noch keine Angaben, dieser dürfte sich aber im Bereich des Cabrios bewegen, welches 440.300 Euro kostet.

Coupé von Rolls-Royce