Nachfolgemodell des D3 feiert auf dem Genfer Salon Premiere

Klein, aber fein: So könnte die Erfolgsdevise der Firma Alpina lauten, die seit den 60er-Jahren BMW-Fahrzeuge veredelt. Seit 25 Jahren ist man sogar als offizieller Automobilhersteller beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg registriert. Jedoch bewegen sich die Stückzahlen bis heute in einem auserlesenen Rahmen. Daher verwundert es auch nicht, dass eine Stückzahl von über 850 Einheiten des Alpina D3, der von 2006 bis heute produziert wurde, für die Firmenverhältnisse als Riesenerfolg gelten. Diese Erfolgsgeschichte soll nun der D3 Bi-Turbo fortsetzen, der wie sein Vorgänger auf dem aktuellen 3er-BMW basiert.

Kraft aus zwei Turboladern
Die motorische Basis des D3 Bi-Turbo ist der aus dem BMW 123d bekannte Vierzylinder-Diesel mit Bi-Turboaufladung und zwei Liter Hubraum. Ab der Leerlaufdrehzahl verhilft der kleinere der beiden Lader dem Vierzylinder schon bei 1.500 Umdrehungen pro Minute zu einem Drehmoment von 400 Newtonmeter. Das maximale Drehmoment von 450 Newtonmeter wird schließlich bei 2.000 Umdrehungen erreicht. Ab einem Drehzahlbereich von ungefähr 3.000 Umdrehungen kommt der größere Turbolader zum Einsatz und das Triebwerk erreicht seine Höchstleistung von 214 PS. Alpina betont übrigens, dass der Motor dank optimierter Steuerung der Turbolader und des Einspritzsystems Drehzahlen von bis zu 5.200 Umdrehungen pro Minute ermöglicht. Nach der Überarbeitung verfügt der Selbstzünder über eine hohe Literleistung von 107 PS pro Liter Hubraum.

Zwei Möglichkeiten der Kraftübertragung
Alternativ zum serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe ist der D3 Bi-Turbo auch mit einer sequenziellen Automatik namens Switchtronic lieferbar. Neben einem komfortorientierten und einem sportlichen Automatikmodus können die Schaltvorgänge im manuellen Modus über Schalttasten am Lenkrad vorgenommen werden. Alpina verspricht Zeiten, die auf dem Niveau eines sportlich geschalteten manuellen Getriebes liegen sollen. Die Fahrleistungen beider Varianten sind gleich: Die Beschleunigung auf 100 km/h geschieht in 6,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 244 km/h. Der vergleichbare BMW 320d beschleunigt als Schalter eine Sekunde schlechter, die Spitze liegt bei ,nur" 232 km/h. Nach Angaben von Alpina beträgt der Durchschnittsverbrauch des D3 Bi-Turbo, je nach Getriebe, zwischen 5,4 und 5,6 Liter. In Verbindung mit dem 61 Liter fassenden Tank sollen Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometer möglich sein.

Ausstattung im Alpina-Stil
Die Serienausstattung des Fahrzeugs ist reichhaltig und nach Art des Hauses aufgewertet. Spezielle Alpina-Teile sind unter anderem die Einstiegsleisten, ein Frontspoiler, Fußmatten, eine Schalldämpferanlage, das Sportfahrwerk sowie die typischen Instrumente mit blauem Hintergrund und die Leichtmetallfelgen im klassischen Alpina-Design. Von BMW übernommen wurden die Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung wie zum Beispiel die Start-Stopp-Automatik der Schaltversion. Besonders individuell wird jeder D3 Bi-Turbo durch ein versilbertes Typenschild mit der Produktionsnummer. Darüber hinaus stehen optional vielfältige Möglichkeiten bereit, den Innenraum mit Holz und Leder nach persönlichem Geschmack einzurichten.

Vorstellung in Genf
Seine Weltpremiere feiert der neue D3 Bi-Turbo als Coupé-Version auf dem Genfer Auto-Salon vom 6. bis zum 16. März 2008. Im Herbst des Jahres 2008 folgen die Varianten Limousine und Touring. Für das Coupé möchte Alpina mindestens 40.600 Euro haben, mitsamt der Switchtronic sind 42.950 Euro zu veranschlagen. Erhältlich ist der schnelle Selbstzünder bei ausgewählten BMW-Händlern. Ein vergleichbares BMW 325d Coupé mit 197 PS steht mit 38.950 Euro in der Preisliste, womit der Alpina zur durchaus günstigen Alternative für BMW-Enthusiasten wird.

Der Allgäu-Diesel