Innovativer Kompakter: Lancia verrät technische Details zum neuen Delta

Im Sommer 2008 startet der Verkauf des neuen Lancia Delta. Bereits jetzt verraten die Italiener allerdings, mit welchen Motoren und technischen Schmankerln der kompakte Nobelkombi an den Start gehen wird. Wie bereits Anfang 2008 angekündigt, werden potenzielle Lancia-Kunden die Qual der Wahl zwischen sechs Motoren haben: Drei Diesel und drei Benziner sollen um die Gunst der Käufer buhlen. Einigkeit herrscht bei der Minimalleistung, denn sowohl Basisbenziner als auch Einstiegsdiesel leisten jeweils 120 PS. Die nächste Stufe bei den Selbstzündern ist der neu entwickelte 1.9 Multijet, der dank Turbo mit variabler Turbinengeometrie 165 PS generiert. Der Top-Diesel ist der 1.9 Twinturbo Multijet, der es auf stramme 190 PS bringt. Alle Dieselmotoren sollen mit serienmäßigem Partikelfilter kommen und die ab September 2009 geltende Abgasnorm Euro 5 erfüllen.

Drei Diesel, drei Benziner
Zum Marktstart wird er zwar nicht kommen, allerdings kündigt Lancia bereits jetzt den neu entwickelten Top-Motor des Delta an. Der nennt sich 1.8 Di T-Jet und verfügt über Direkteinspritzung, Registerturboaufladung und Abgasrückführung. Damit erreicht der Ottomotor respektable 200 PS und erfüllt gleichzeitig ebenfalls die strenge Euro-5-Norm. Allerdings werden sich Delta-Interessenten auf diesen Motor ein wenig gedulden müssen: Erst im Februar 2009 will Lancia die komplette Palette anbieten, und der Top-Benziner ist eines der Triebwerke, die erst zu diesem Zeitpunkt in den Verkauf kommen. Neben dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe werden die Italiener für diese Version auch eine neu entwickelte Sechsstufen-Automatik mit manueller Schaltgasse anbieten. Für den Einstiegsdiesel hingegen, den 1.6 Multijet, wird es ein automatisiertes Schaltgetriebe geben.

Mehr Technik, bitte
In den Disziplinen Fahrsicherheit und -dynamik soll der Delta dank zahlreicher technischer Kniffe glänzen. So verbaut Lancia etwa das adaptive Fahrwerk ,SDC", das permanent die Dämpferraten an den Zustand der Fahrbahn und den Fahrstil anpasst. Zudem stellen die Italiener dem klassischen ESP einige weitere kryptische Kürzel, sprich Zusatzfunktionen, zur Seite. Ein System namens ,Torque Transfer Control" (TTC) soll bei Traktionsverlust in der Kurve Motorkraft vom inneren auf das äußere Antriebsrad verschieben. Wie genau dies funktioniert, ob also etwa das kurveninnere Rad nur abgebremst wird oder ob tatsächlich mehr Kraft zum kurvenäußeren geschickt wird, konnte uns Lancia noch nicht mitteilen. Ein weiteres Sicherheitssystem ist die Drehmoment-Linearisierung LFT. Diese verhärtet bei Querbeschleunigungen über 0,6 g automatisch die Lenkung und soll so für mehr Kontrollierbarkeit in schnellen Kehren sorgen.

Elektronische Aufpasser
Zudem kommt der Delta mit einem Spurhalteassistenten, der per Videosensor die Fahrbahnmarkierungen überwacht. Sobald der Fahrer eine Linie quert, weist ihn die Elektronik durch ein Gegenmoment im Lenkrad darauf hin: Wird etwa die Begrenzung rechts überfahren, zuckt das Volant nach links, also zurück zur Fahrbahnmitte. Praktischerweise erkennt das System den Unterschied zwischen unterbrochenen und durchgezogenen Linien und reagiert entsprechend heftiger, wenn der Fahrer Letztere missachtet. Ebenfalls lieferbar: Ein halbautomatischer Parkassistent, der im Vorbeifahren brauchbare Lücken erkennt und dem Fahrer das Rangieren abnimmt.

200 PS im Lancia Delta